Für den Berufseinstieg ein ausgezeichneter Arbeitgeber!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Lernkurve ist für Berufseinsteiger besonders steil, und die Vielzahl sowie Vielfalt an internen Schulungen bietet eine hervorragende Grundlage, um fachlich schnell dazuzulernen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Es gibt kaum bzw. keine ausgeglichene Work-Life-Balance – insbesondere durch hohe Reisebelastung und begrenzte Möglichkeiten zum Abschalten außerhalb der Arbeit.
Verbesserungsvorschläge
Kommunikation und Zielverfolgung:
Anliegen der Mitarbeitenden sollten ernster genommen und konsequenter weiterverfolgt werden. In Mitarbeitergesprächen vereinbarte Ziele sollten regelmäßig überprüft und aktiv unterstützt werden, damit sie auch tatsächlich erreicht werden können.
Work-Life-Balance:
Abbau von Überstunden sollte erleichtert und das Gleitzeitmodell überarbeitet werden.
Projektverteilung:
Die Zuteilung von Projekten sollte transparenter und fairer gestaltet werden. Jüngere, alleinstehende Mitarbeitende sollten bei der Projektvergabe nicht gegenüber älteren Kolleginnen und Kollegen mit Familie benachteiligt werden.
Vorgesetztenverhalten:
Die Qualität der Teamleitung variiert stark zwischen den einzelnen Vorgesetzten. Es wäre wichtig, dass alle Teamleiter ihren Führungsaufgaben verlässlich nachkommen und einheitliche Standards im Umgang mit Mitarbeitenden einhalten.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre unter den Arbeitskollegen in Kirchzarten ist sehr angenehm. Es herrscht ein offener und freundlicher Umgang.
Die Atmosphäre in meinen Projektteams hat sich ebenfalls durch Vertrauen und Wertschätzung gekennzeichnet. Jeder konnte seine Meinung einbringen, ohne Sorge vor negativen Konsequenzen.
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Testo Industrial Services ist ein etablierter Name in der Pharmaindustrie und gilt als attraktiver Arbeitgeber, der für seine Qualität bekannt ist.
Work-Life-Balance
Eine ausgewogene Work-Life-Balance ist kaum gegeben. Viele Projekte befanden sich weit entfernt vom Wohnort, wodurch Fahrtzeiten von bis zu sechs bis sieben Stunden keine Seltenheit waren. In meinen Projekten gab es zudem kaum Möglichkeiten für Homeoffice, da die Arbeit größtenteils vor Ort erfolgen musste. Nach Feierabend im Hotel war es schwierig, wirklich abzuschalten.
Positiv hervorzuheben ist lediglich die relativ flexible Urlaubsplanung. Negativ ist jedoch, dass ein erheblicher Teil der aufgebauten Überstunden (bis zu 100h+) nicht wirklich durch Gleitzeitausgleich abgebaut werden kann und lediglich drei Gleittage im Jahr zur Verfügung stehen.
Karriere/Weiterbildung
Testo Industrial Services bietet hervorragende Einstiegsmöglichkeiten. Man erhält Einblicke in zahlreiche Unternehmen und lernt verschiedene Abläufe und Prozesse kennen, was insbesondere für das Networking sehr wertvoll ist. Die Lernkurve ist zu Beginn, vor allem für Berufseinsteiger, äußerst steil.
Das Unternehmen stellt umfangreiche Inhouse-Schulungen sowie ausreichend Lehrmaterialien zur Verfügung, um die fachliche Weiterentwicklung zu unterstützen.
Langfristig ist Testo Industrial Services jedoch weniger geeignet, wenn man eine steile Karriere oder einen deutlichen Gehaltsanstieg anstrebt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist für einen Dienstleister angemessen, liegt jedoch unter dem Niveau, das in Pharmaunternehmen direkt gezahlt wird. Besonders positiv hervorzuheben ist der Firmenwagen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Zu dem Punkt kann ich nichts sagen.
Kollegenzusammenhalt
Je nach Arbeitsbelastung werden Kolleginnen und Kollegen flexibel in Projekte oder Aufträge eingeplant, sodass die Arbeit gleichmäßig verteilt ist. Bei Fragen zu fachlichen oder persönlichen Themen war stets jemand ansprechbar, was zu einer unterstützenden und kollegialen Atmosphäre beigetragen hat.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kolleginnen und Kollegen, insbesondere jene mit Familie, werden sehr gut behandelt. Es wird darauf geachtet, dass sie Beruf und Privatleben gut miteinander vereinbaren können.
Mitarbeitende mit langer Betriebszugehörigkeit erfahren zudem besondere Wertschätzung, sie werden regelmäßig bei Sommerfesten im Rahmen ihres Jubiläums geehrt. Dieses Vorgehen vermittelt Anerkennung und trägt zu einer positiven Unternehmenskultur bei.
Vorgesetztenverhalten
Der Aspekt ist sehr stark abhängig vom Teamleiter. Ich hatte verschiedene Teamleiter in meiner Laufbahn. Ein Teamleiter veranstaltet regelmäßig Teams Termine (alle 2 Wochen) oder veranstaltet 1-2 mal im Jahr Teambildungsmaßnahmen. Andere Teamleiter befassen sich so gut wie gar nicht mit ihren Teammitgliedern, es sei den man wendet sich selbst wegen einem Anliegen an den Teamleiter.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind stark von den jeweiligen Projekten abhängig. Es gibt Phasen, in denen wenig zu tun ist und man den Ansprechpartner oder Kunden aktiv nach Aufgaben fragen muss/kann.
In intensiven Projektphasen hingegen ist die Arbeitsbelastung sehr hoch, insbesondere durch lange Fahrtzeiten. Die reguläre 40-Stunden-Woche wird häufig deutlich überschritten wird.
Kommunikation
Positiv:
Man ist im Unternehmen gut über aktuelle Entwicklungen informiert. Es gibt regelmäßige Veranstaltungen wie Sommerfeste und Quartalsgespräche, in denen Themen wie Umsätze, laufende sowie anstehende Projekte transparent an die Mitarbeitenden kommuniziert werden. Dadurch entsteht ein gewisses Gemeinschaftsgefühl und ein Verständnis für das Gesamtgeschehen im Unternehmen.
Negativ:
Anliegen und Wünsche der Mitarbeitenden werden häufig nicht umgesetzt, da sie entweder nicht weiterkommuniziert oder von Teamleiter nicht ausreichend ernst genommen werden. Ich denke, dass das aber oft teamleiterabhängig ist. In Mitarbeiterjahresgesprächen vereinbarte Ziele werden oft nicht weiterverfolgt und können daher nicht erreicht werden. In diesem Bereich habe ich leider keine guten Erfahrungen gemacht.
Gleichberechtigung
Im Unternehmen arbeiten Menschen mit ganz unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammen. Besonders positiv hervorzuheben ist die Vielfalt im technischen Bereich, in dem viele weibliche Kolleginnen tätig sind – darunter auch einige, die ein Kopftuch tragen. Es herrscht ein offenes und respektvolles Miteinander, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientierung. Jeder kann so sein, wie er oder sie ist, und man fühlt sich in diesem Umfeld insgesamt sehr wohl.
Jüngere, alleinstehende Mitarbeitende werden bei der Projektvergabe teilweise gegenüber älteren Kolleginnen und Kollegen mit Familie benachteiligt.
Interessante Aufgaben
Die Zuteilung interessanter Aufgaben hängt stark davon ab, welche Projekte gerade in Vorbereitung sind und inwiefern sie mit dem Wohnort der Mitarbeitenden vereinbar sind. Ebenso spielt das Engagement der Vorgesetzten eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, den Zuschlag für bestimmte Projekte zu erhalten.
Ich konnte in meinen Projekten zwar viel lernen, jedoch waren die meisten Aufträge auf Dauer wenig herausfordernd und wirkten häufig monoton.