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TEVEO 
GmbH
Bewertung

Gute Außendarstellung, schwierige Realität

1,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Marketing / Produktmanagement in Ansbach gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Kritik sollte ernst genommen und nicht einfach ausgeblendet oder gelöscht werden. Gerade negatives Feedback kann hilfreich sein, wenn man wirklich etwas verändern möchte. Außerdem sollte die Work-Life-Balance nicht nur nach außen kommuniziert, sondern im Arbeitsalltag tatsächlich gelebt werden. Dazu gehören klare Grenzen, verlässliche Vertretungen und ein respektvoller Umgang mit freien Zeiten. Auch beim Thema Teamkultur sehe ich Verbesserungspotenzial. Neue Mitarbeitende sollten nicht das Gefühl haben, vor einem geschlossenen „harten Kern“ zu stehen. Wenn neue Stellen geschaffen werden, sollte man den Menschen auch wirklich ermöglichen, anzukommen, sich einzubringen und Teil des Teams zu werden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war aus meiner Sicht eher angespannt als wertschätzend. Lob oder Anerkennung für gute Leistungen habe ich während meiner Zeit im Unternehmen kaum erlebt. Stattdessen lag der Fokus häufig auf Ergebnissen und Deadlines, was teilweise zu zusätzlichem Druck geführt hat. Da ich überwiegend im Homeoffice gearbeitet habe, waren persönliche Kontakte zum Team eher selten. Bei den wenigen Besuchen vor Ort hatte ich nicht den Eindruck, dass neue Mitarbeitende aktiv integriert werden. Das Team wirkte auf mich sehr eingeschworen, wodurch es schwer war, Anschluss zu finden oder sich als Teil des Teams zu fühlen. Auch auf Führungsebene habe ich die Zusammenarbeit als herausfordernd empfunden. Aufgrund hoher Arbeitsbelastung wirkten Vorgesetzte häufig gestresst und angespannt. Dies spiegelte sich teilweise auch in der Kommunikation wider, die nicht immer wertschätzend oder konstruktiv war.Insgesamt hätte ich mir mehr Offenheit, gegenseitige Unterstützung, Anerkennung sowie eine stärkere Teamkultur gewünscht.

Kommunikation

Die Kommunikation erfolgte über verschiedene Kanäle wie Microsoft Teams, E-Mail, WhatsApp und regelmäßige Meetings. Wichtige Informationen wurden in der Regel weitergegeben, insbesondere wenn sie für die tägliche Arbeit relevant waren. Dennoch hatte ich oft das Gefühl, nicht vollständig in die interne Kommunikation eingebunden zu sein. Der Austausch beschränkte sich überwiegend auf die direkte Zusammenarbeit mit meiner Vorgesetzten. In teamübergreifende oder interne Meetings des deutschen Marketing-Teams wurde ich nicht einbezogen, wodurch wichtige Hintergründe, Entscheidungen und Entwicklungen teilweise nur eingeschränkt nachvollziehbar waren.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war aus meiner Sicht leider kaum spürbar. Obwohl regelmäßig betont wurde, dass das internationale Team zusammenarbeiten und als Einheit funktionieren sollte, entstand in der Praxis eher ein Konkurrenzgefühl als echter Teamgeist.

Die Zusammenarbeit wurde zusätzlich erschwert, da Leistungen und Ergebnisse immer wieder miteinander verglichen wurden.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance wurde nach außen hin mit flexiblen Arbeitszeiten und Gleitzeit beworben. In der Praxis habe ich diese Flexibilität jedoch nur eingeschränkt erlebt. Überstunden waren offiziell nicht gern gesehen, gleichzeitig entstand durch Aufgaben, Deadlines und laufende Kommunikation immer wieder der Eindruck, dass Erreichbarkeit dennoch erwartet wurde. Besonders herausfordernd war die Kommunikation mit Influencern über das Diensttelefon, da diese teilweise auch während Urlaubszeiten weiterlief.

Vorgesetztenverhalten

Das Vorgesetztenverhalten habe ich leider als sehr schwierig erlebt. Aus meiner Sicht wäre hier deutlich mehr Schulung im Bereich Mitarbeiterführung, Kommunikation und wertschätzender Umgang notwendig – insbesondere im internationalen Team. Es kam wiederholt zu einem unangemessenen Tonfall, der die Zusammenarbeit erschwert hat. Statt konstruktiver Führung entstand häufig Druck, unter anderem durch Zahlen, Erwartungen und kurzfristige Anforderungen. Auch Reisebereitschaft wurde teilweise erwartet, obwohl dies aus meiner Sicht vertraglich nicht klar vereinbart war. Zusätzlich gab es Pflichtveranstaltungen (Fibo), bei denen Anwesenheit erwartet wurde, ohne dass dies für mich nachvollziehbar oder angemessen geregelt war.
Insgesamt hätte ich mir deutlich mehr Professionalität, klare Kommunikation, realistische Erwartungen und einen respektvolleren Umgang gewünscht.

Interessante Aufgaben

Immer wieder das gleiche...

Gehalt/Benefits

Das Gehalt war grundsätzlich gut und aus meiner Sicht fair. Positiv war auch, dass es diesbezüglich keine langen Verhandlungen gab.
Schwierig fand ich allerdings die Regelung zur Auszahlung. Wenn das Gehalt erst bis zum 15. des Monats gezahlt wird, erschwert das die persönliche Finanzplanung deutlich. Für laufende Verpflichtungen wie Miete, Versicherungen oder Daueraufträge ist ein früherer und verlässlicher Zahlungstermin aus meiner Sicht deutlich arbeitnehmerfreundlicher.
Insgesamt war das Gehalt gut, die Auszahlungsregelung jedoch wenig praktisch für den Alltag.

Image

Das Image nach außen wirkt sehr modern, präsent und sympathisch. Auf Kanälen wie TikTok oder Instagram wird ein Arbeitgeberbild vermittelt, das stark auf Spaß, Teamgefühl und moderne Arbeitskultur setzt.
Meine persönliche Erfahrung hinter den Kulissen hat dazu leider nicht gepasst. Zwischen der Außendarstellung und dem tatsächlichen Arbeitsalltag habe ich eine deutliche Diskrepanz wahrgenommen. Das, was nach außen als offen, locker und wertschätzend kommuniziert wird, habe ich intern so nicht erlebt.
Aus meiner Sicht wäre es wichtig, dass das positive Arbeitgeberimage nicht nur auf Social Media sichtbar ist, sondern auch im täglichen Umgang mit Mitarbeitenden gelebt wird.


Gleichberechtigung

Umgang mit älteren Kollegen

Arbeitsbedingungen

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Karriere/Weiterbildung

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