Ihr Unternehmen?

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THE 
ARC 
GMBH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Außen cool, innen toxisch – Ein Experiment, das gescheitert ist

1,7
Nicht empfohlen
Ex-FührungskraftHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr für dieses Unternehmen in Dortmund gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

The Arc hatte einmal großes Potenzial. Die Vision eines modernen, kollaborativen Unternehmens, das auf Augenhöhe kommuniziert und innovative Strukturen schafft, klang vielversprechend – und in den ersten Jahren gab es tatsächlich Ansätze davon. Persönliche Weiterentwicklung wurde zumindest anfangs gefördert, und das Team hielt lange zusammen, auch als die Umstände längst untragbar waren. Remote Work und flexible Arbeitszeiten waren ein Pluspunkt.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

2024 hat gezeigt, dass eine progressive Fassade nichts wert ist, wenn die dahinterliegenden Strukturen nicht tragfähig sind. Was als modernes und gleichberechtigtes Unternehmen begann, wurde durch Fehlentscheidungen, finanzielle Misswirtschaft und toxische Führungskultur zu einem absoluten Negativbeispiel.

Der größte Fehler war Größenwahn ohne Substanz. Statt ein gesundes Unternehmen aufzubauen, wurden parallel mehrere Firmen gegründet, wodurch Fokus, finanzielle Mittel und Führungsenergie völlig zerrissen wurden. Das Resultat: monatelang ausbleibende Gehälter, komplette Intransparenz und ein Team, das trotz allem versuchte, das Ruder herumzureißen – ohne jegliche Wertschätzung.

Während meiner Zeit im Unternehmen kam es wiederholt zu Situationen, in denen Mitarbeitende in besonders schutzbedürftigen Lebensphasen auf notwendige Unterlagen und administrative Unterstützung angewiesen waren – diese jedoch zum Teil mit monatelanger Verzögerung erhielten. So mussten Kolleg:innen, die das Unternehmen verließen, teilweise lange auf Dokumente warten, um Ansprüche gegenüber Behörden geltend machen zu können. Das führte bei den Betroffenen teils zu erheblichen finanziellen und organisatorischen Belastungen. Ich beziehe mich hier auf konkrete Fälle, die mir im direkten Austausch von Kolleg:innen geschildert wurden.

Gleichzeitig entwickelten sich immer toxischere Strukturen. Kritische Stimmen – insbesondere von weiblichen Mitarbeitenden – wurden klein gehalten oder ignoriert.
Entscheidungen wurden nicht basierend auf Fachlichkeit getroffen, sondern darauf, wer intern die lauteste Stimme hatte.

Anstatt offen mit der finanziellen Krise umzugehen, setzte die Führungsebene auf Hinhaltetaktiken, falsche Versprechungen und Ausflüchte. Meetings wurden regelmäßig abgesagt oder verschoben, grundlegende Fragen blieben unbeantwortet, und selbst existenzielle Probleme wie ausbleibende Gehaltszahlungen wurden nur mit vagen Hoffnungen statt konkreten Lösungen kommentiert.

Das was 2024 passiert ist, kann nicht ungeschehen gemacht werden. Wer hier arbeiten möchte, sollte sich bewusst sein, dass die Fassade nichts darüber aussagt, wie es intern wirklich läuft. Ein Unternehmen, das an seinen eigenen Ambitionen gescheitert ist – und viele Mitarbeitende leider mitgerissen hat.

Verbesserungsvorschläge

• Ehrlichkeit und Verantwortungsübernahme – Nicht nur leere Worte, sondern echte, nachhaltige Entscheidungen.
• Fokus statt Selbstüberschätzung – nicht mehrere Unternehmen gleichzeitig führen, wenn man nicht mal eines auf stabile Beine stellen kann.
• Verbindliche Strukturen schaffen – Mitarbeitende brauchen Planbarkeit, finanzielle Sicherheit und klare Führung.

Image

Von außen wirkt The Arc wie eine hippe, progressive Agentur – intern herrscht eine Mischung aus Chaos, Missmanagement und zerbrochenen Versprechen.

Work-Life-Balance

Flexible Arbeitszeiten sind schön und gut – aber wenn Gehälter nicht gezahlt werden, ist jede Work-Life-Balance hinfällig.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Grundsätzlich vorhanden

Karriere/Weiterbildung

Anfangs ein großes Thema, doch aufgrund der wirtschaftlichen Lage und fehlender finanzieller Mittel letztendlich nicht mehr realistisch.

Kollegenzusammenhalt

Der einzige Lichtblick in einem ansonsten desaströsen Arbeitsumfeld. Das Team hielt (teilweise) lange zusammen, wurde aber letztlich im Stich gelassen.

Vorgesetztenverhalten

Zerrissen zwischen Überforderung, Realitätsverweigerung und fehlender Führung. Keine klare Erreichbarkeit, keine Transparenz, keine echte Verantwortung.

Kommunikation

Katastrophal. Meetings wurden ständig abgesagt, wichtige Informationen wurden nicht weitergegeben, und selbst existenzielle Themen wurden ausgesessen.

Gehalt/Benefits

Attraktiv nur in der Theorie. Gehalt gibt es nur, wenn es auch wirklich ausgezahlt wird – und das war über Monate hinweg nicht der Fall.


Arbeitsbedingungen

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.