5 von 12 Bewertungen von Mitarbeiter:innen(gefiltert)kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
5 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
kununu Prüfprozess
5 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,3 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
The Arc hatte einmal großes Potenzial. Die Vision eines modernen, kollaborativen Unternehmens, das auf Augenhöhe kommuniziert und innovative Strukturen schafft, klang vielversprechend – und in den ersten Jahren gab es tatsächlich Ansätze davon. Persönliche Weiterentwicklung wurde zumindest anfangs gefördert, und das Team hielt lange zusammen, auch als die Umstände längst untragbar waren. Remote Work und flexible Arbeitszeiten waren ein Pluspunkt.
2024 hat gezeigt, dass eine progressive Fassade nichts wert ist, wenn die dahinterliegenden Strukturen nicht tragfähig sind. Was als modernes und gleichberechtigtes Unternehmen begann, wurde durch Fehlentscheidungen, finanzielle Misswirtschaft und toxische Führungskultur zu einem absoluten Negativbeispiel.
Der größte Fehler war Größenwahn ohne Substanz. Statt ein gesundes Unternehmen aufzubauen, wurden parallel mehrere Firmen gegründet, wodurch Fokus, finanzielle Mittel und Führungsenergie völlig zerrissen wurden. Das Resultat: monatelang ausbleibende Gehälter, komplette Intransparenz und ein Team, das trotz allem versuchte, das Ruder herumzureißen – ohne jegliche Wertschätzung.
Während meiner Zeit im Unternehmen kam es wiederholt zu Situationen, in denen Mitarbeitende in besonders schutzbedürftigen Lebensphasen auf notwendige Unterlagen und administrative Unterstützung angewiesen waren – diese jedoch zum Teil mit monatelanger Verzögerung erhielten. So mussten Kolleg:innen, die das Unternehmen verließen, teilweise lange auf Dokumente warten, um Ansprüche gegenüber Behörden geltend machen zu können. Das führte bei den Betroffenen teils zu erheblichen finanziellen und organisatorischen Belastungen. Ich beziehe mich hier auf konkrete Fälle, die mir im direkten Austausch von Kolleg:innen geschildert wurden.
Gleichzeitig entwickelten sich immer toxischere Strukturen. Kritische Stimmen – insbesondere von weiblichen Mitarbeitenden – wurden klein gehalten oder ignoriert.
Entscheidungen wurden nicht basierend auf Fachlichkeit getroffen, sondern darauf, wer intern die lauteste Stimme hatte.
Anstatt offen mit der finanziellen Krise umzugehen, setzte die Führungsebene auf Hinhaltetaktiken, falsche Versprechungen und Ausflüchte. Meetings wurden regelmäßig abgesagt oder verschoben, grundlegende Fragen blieben unbeantwortet, und selbst existenzielle Probleme wie ausbleibende Gehaltszahlungen wurden nur mit vagen Hoffnungen statt konkreten Lösungen kommentiert.
Das was 2024 passiert ist, kann nicht ungeschehen gemacht werden. Wer hier arbeiten möchte, sollte sich bewusst sein, dass die Fassade nichts darüber aussagt, wie es intern wirklich läuft. Ein Unternehmen, das an seinen eigenen Ambitionen gescheitert ist – und viele Mitarbeitende leider mitgerissen hat.
• Ehrlichkeit und Verantwortungsübernahme – Nicht nur leere Worte, sondern echte, nachhaltige Entscheidungen.
• Fokus statt Selbstüberschätzung – nicht mehrere Unternehmen gleichzeitig führen, wenn man nicht mal eines auf stabile Beine stellen kann.
• Verbindliche Strukturen schaffen – Mitarbeitende brauchen Planbarkeit, finanzielle Sicherheit und klare Führung.
Von außen wirkt The Arc wie eine hippe, progressive Agentur – intern herrscht eine Mischung aus Chaos, Missmanagement und zerbrochenen Versprechen.
Flexible Arbeitszeiten sind schön und gut – aber wenn Gehälter nicht gezahlt werden, ist jede Work-Life-Balance hinfällig.
Grundsätzlich vorhanden
Anfangs ein großes Thema, doch aufgrund der wirtschaftlichen Lage und fehlender finanzieller Mittel letztendlich nicht mehr realistisch.
Der einzige Lichtblick in einem ansonsten desaströsen Arbeitsumfeld. Das Team hielt (teilweise) lange zusammen, wurde aber letztlich im Stich gelassen.
Zerrissen zwischen Überforderung, Realitätsverweigerung und fehlender Führung. Keine klare Erreichbarkeit, keine Transparenz, keine echte Verantwortung.
Katastrophal. Meetings wurden ständig abgesagt, wichtige Informationen wurden nicht weitergegeben, und selbst existenzielle Themen wurden ausgesessen.
Attraktiv nur in der Theorie. Gehalt gibt es nur, wenn es auch wirklich ausgezahlt wird – und das war über Monate hinweg nicht der Fall.
Was auf jeden Fall gut läuft, ist die Flexibilität – man hat viel Freiraum, was die Arbeitszeiten angeht, und kann sich den Alltag recht flexibel gestalten. Das Team hält trotz der Herausforderungen echt gut zusammen, jeder hilft, wo er kann. Außerdem hat man (theoretisch) sehr viele Möglichkeiten, sich selbst weiter zu bilden und wird hier auch gefördert.
Leider gibt es ein paar Punkte, die besser laufen könnten. Über Monate hinweg wurden Gehälter nicht pünktlich ausgezahlt, was für das Team natürlich schwierig ist – vor allem, wenn trotzdem volle Leistung erwartet wird. Hinzu kommt, dass die Führungskräfte kaum erreichbar sind. Calls oder Antworten auf Nachrichten? Fehlanzeige. Das führt zu Frust, da man oft ohne wichtige Rückmeldungen dasteht. Generell fehlt es auch ein wenig an Wertschätzung – sowohl im Team als auch von der Geschäftsführung.
Um die Situation zu verbessern, wäre es wichtig, pünktliche und regelmäßige Gehaltszahlungen sicherzustellen. Ein verlässlicher Zahlungszyklus würde nicht nur das Vertrauen der Mitarbeitenden stärken, sondern auch ihre finanzielle Sicherheit gewährleisten. Hierfür muss endlich eine nachhaltige Lösung gefunden werden.
Außerdem könnte die Erreichbarkeit der Führungskräfte deutlich verbessert werden. Regelmäßige Check-ins, Team-Meetings oder feste Zeitfenster für den Austausch würden Transparenz schaffen und sicherstellen, dass Anliegen zeitnah geklärt werden.
Darüber hinaus könnte eine stärkere wertschätzende Kultur gefördert werden. Regelmäßiges Feedback, Anerkennung von Erfolgen und offenes Lob würden das Gefühl der Wertschätzung sowohl im Team als auch gegenüber der Geschäftsführung deutlich steigern.
Die Atmosphäre im Team selbst ist recht schwankend. Der Zusammenhalt ist wirklich stark, und man achtet aufeinander, was in schwierigen Zeiten sehr hilft. Man kann offen und ehrlich sein, sollte aber auch wissen, wo die Grenzen liegen.
Allerdings ist ein Team immer nur so gut wie das Management, das es führt – und hier gibt es deutliche Schwächen. Trotz der andauernden finanziellen Probleme und ausstehenden Gehälter zeigt das Management wenig Entgegenkommen. Es gibt zwar regelmäßige Updates zur finanziellen Lage, aber wenn Versprechen nicht eingehalten werden, bleibt das Vertrauen auf der Strecke. Die Arbeit muss trotzdem weiterlaufen, um den Betrieb irgendwie am Laufen zu halten. Das macht das Arbeiten emotional und mental sehr belastend und anstrengend.
Von außen präsentiert sich The Arc als die „coole“ Agentur, die anders sein will und die durch modernes Gen-Z Social Media Marketing auf Instagram und TikTok auffällt. Dieser Eindruck war lange Zeit auch ziemlich treffend. Leider spiegelt die aktuelle Realität nicht mehr ganz das positive Bild wider, das man früher hatte. Die letzten Bewertungen deuten darauf hin, dass sich die Unternehmenssituation gewandelt hat.
Remote first, flexible Arbeitszeiten, 30 Tage Urlaub – aussetzen kann man hier wirklich nichts.
In der Theorie vorhanden: Ein freier Freitag im Monat, den Mitarbeitende flexibel nutzen können – natürlich im beruflichen Kontext. Ob ein Museumsbesuch, das Lernen neuer Fähigkeiten, die Teilnahme an Kursen oder das Lesen von Fachbüchern – die Möglichkeiten sind vielseitig. Außerdem gibt es theoretisch ein Weiterbildungsbudget von 1000 € pro Person. Allerdings ist aufgrund der finanziell angespannten Lage unklar, ob dieses Budget derzeit noch zur Verfügung steht.
The Arc (über-)lebt durch den starken Teamzusammenhalt, und das ist definitiv das größte Plus des Unternehmens. Die Kollegen halten zusammen, unterstützen sich gegenseitig und nehmen sich Zeit, um zuzuhören.
Es scheint, als hätten die Vorgesetzten gute Absichten, doch die Realität sieht oft anders aus. Sie wirken häufig überfordert, besonders durch die aktuelle finanzielle Lage, und nehmen sich dadurch wenig Zeit für die individuellen Anliegen ihrer Mitarbeitenden. Zudem ist ihre Zeit stark eingeschränkt, da sie nicht nur bei The Arc, sondern auch bei BACE und BEHIND in Geschäftsführerrollen tätig sind. Das führt dazu, dass sie von vornherein wenig Zeit für ihre Mitarbeitenden haben. Es entsteht der Eindruck, dass sie zu schnell zu viel aufbauen wollten, ohne die langfristigen Konsequenzen vollständig zu bedenken. Die negativen Auswirkungen davon müssen letztendlich die Mitarbeitenden tragen.
Wenn die Sterne günstig stehen, finden Meetings mit den Vorgesetzten statt. Häufig werden Termine jedoch verschoben oder sogar nach 1-2 Monaten komplett abgesagt. Es wird sich wenig Zeit genommen, selbst für kurze, wichtige Fragen der Mitarbeitenden.
Oft bleibt unklar, welche Informationen tatsächlich zuverlässig sind, da viele Versprechen nicht eingehalten werden.
Theoretisch ist das Gehalt attraktiv – das hängt natürlich immer von der individuellen Perspektive ab. Besonders positiv hervorzuheben ist die zusätzliche Krankenversicherung, die eine Vielzahl von Leistungen abdeckt. Allerdings bleibt das Gehalt nur dann gut, wenn es auch tatsächlich ausgezahlt wird. Leider warten einige aktive und Ex-Mitarbeitende seit mehreren Monaten auf ausstehende Gehaltszahlungen.
Innerhalb des Teams bemühen sich einige Mitarbeitende, das Thema Gleichberechtigung aktiv zu verfolgen und präsent zu halten.
Allerdings zeigt sich, dass insbesondere weiblich gelesene Personen mit Selbstbewusstsein und eigener Meinung häufig auf Widerstand von männlichen Vorgesetzten stoßen, wenn sie ihre Sichtweisen vertreten. Dies kann langfristig dazu führen, dass diese Personen das Unternehmen wieder verlassen.
Das Team, die Idee und Vision & die Entwicklungsmöglichkeiten!
Interne Organisation und Kommunikation.
Aufbau von internen Strukturen, Prozessen und Kommunikationswegen.
Der Arbeitsinhalt macht Spaß, die Atmosphäre ist gut, organisatorisch ist hier durch verschieden Ausfälle von Mitarbeiter:innen und fehlende Strukturen definitiv Luft nach oben.
Für eine Agentur der Größe hat man bei THE ARC die Möglichkeit mit großen Brands zu arbeiten, wie man es kaum in einer anderen Agentur kann. Das Netzwerk ist groß und das, was das Unternehmen bietet, zieht einen großen Kund:innenstamm und spannende Projekte an.
Niemand erwartet Wochenendarbeit oder massive Überstunden. Krankheit wird mehr als respektiert und man kann auch mal mehrere Wochen am Stück in den Urlaub. Ist natürlich trotzdem eine Agentur, die hier und da mal an eine Deadline mit Kund:innen gebunden ist, was zu längeren Arbeitstagen führen kann (aber nicht muss).
Wenn man Lust auf Verantwortungsübernahme hat und sich weiterentwickeln will, kann man das hier. Man kann extrem viel lernen und wird dabei von Leader:innen durch Gespräche, OKRs und Aufbau von Entwicklungsschritten unterstützt.
Selten so ein tolles & sympatisches Team gehabt!
Empathische Leader:innen, denen es nicht an Vision fehlt, es aber teils an der Umsetzung hapert bzw. der Zeit dafür.
Interne Kommunikation ist definitiv ein großer Baustein. Durch die Überladung der Geschäftsführer gibt es hier ein Problem mit Erreichbarkeit und Meetings. Die Probleme sind bekannt und die Schlüsselpersonen sind sich dessen bewusst und wollen dies verbessern. Hier werden Maßnahmen für angesetzt, in der Praxis wirken diese jedoch nur langsam und es muss noch nachgebessert werden.
Aktuelle Lage hier auf Grund der wirtschaftlichen Situation etwas schwierig. Hierbei handelt es sich um ein temporäres Thema und die Gehälter sind grundsätzlich von der Höhe her gut angesetzt.
Es gibt die gleichen Entwicklungs- und Aufstiegschancen für jede Person, ganz unabhängig von Geschlecht. Und es wird gegendert, was das Zeug hält - selbst in allen Präsentationen für die klassischen mittelständischen Unternehmen.
Die Idee des Unternehmens ist grundsätzlich gut. Die Absichten und die Werte die anfangs einen hohen Stellenwert hatten sind zwar nobel, wurden jedoch nach den ersten Schwierigkeiten scheinbar verworfen. Die Möglichkeit der persönlichen Weiterbildung, der freien Zeitgestaltung und dem Zugang zu Tools sind zwar schön und gut in der Theorie, aber in der Umsetzung (dank fehlender finanzieller Mittel) nicht existent.
Kommunikation mit Arbeitgeber unmöglich. Selbst wenn man ihnen sagen würde sie hätten im Lotto gewonnen würden sie auf die Email nicht antworten.
Es gibt keine klaren Strukturen was dazu führt das Arbeit doppelt und dreifach gemacht wird weil niemand finale Entscheidungen treffen will. Niemand hat einen Überblick, Arbeitsprozesse sind ineffizient, Kommunikation ist nervenzehrend.
Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit go a long way. Viele Probleme hätten sich durch simple Kommunikation lösen können da das Team durchweg aus guten Menschen besteht. Doch Missmut und Unverständnis haben sich aufgrund von schlechtem Management und fehlender Menschlichkeit rasch verbreitet.
Remote Working
Intransparenz, Heuchelei und Arroganz der Geschäftsführung