Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Außendarstellung des Hotels stimmt in vielen Punkten nicht mit der Realität überein. Versprechungen in Stellenanzeigen und Marketingmaterial konnten vor Ort oft nicht eingehalten werden. Mehrere sachliche Bewertungen ehemaliger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden systematisch entfernt oder als ‚falsch‘ markiert, was den Eindruck erweckt, dass kritische Stimmen gezielt unterdrückt werden. Auch ich wurde nach meiner Bewertung mehrfach über Anwälte kontaktiert, offenbar um Einschüchterung auszuüben und kritische Aussagen zu verhindern.
Verbesserungsvorschläge
Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden weitgehend allein gelassen und erhalten keine systematische Einarbeitung. Aufgaben und Abläufe werden als ‚flexibel‘ und ‚locker‘ dargestellt, in der Praxis bedeutet das jedoch Unklarheit, fehlende Planung und unprofessionelles Vorgehen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeier müssen sich häufig selbst organisieren, wodurch Fehler und unnötige Mehrarbeit entstehen
Image
Das öffentliche Auftreten des Hotels vermittelt großzügige Anreize wie Dienstwagen, Fortbildungen oder Sonderzahlungen. In der Praxis entsprechen diese Versprechen jedoch häufig nicht der Realität oder werden als Druckmittel genutzt, um Mitarbeitende zu kontrollieren und zu motivieren, wobei klar wird, dass bei Fehlern oder Kritik entsprechende Leistungen entfallen können.
Work-Life-Balance
Kaum vorhanden. Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden oft über ihre Grenzen hinaus gefordert, kurzfristige Änderungen und fehlende Planung führen regelmäßig zu Überstunden.
Karriere/Weiterbildung
Die in Stellenausschreibungen genannten Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten werden intern kaum umgesetzt.
Gehalt/Benefits
Der Einsatz, den man brachte, stand für mich oft in keinem ausgewogenen Verhältnis zur Wertschätzung, die man dafür erhielt. Mehrarbeit wurde nach meiner Wahrnehmung nicht immer angemessen berücksichtigt. Anstelle von fairen Anreizen werden Sonderleistungen oft an Bedingungen geknüpft, die Mitarbeitende unter Druck setzen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wird nicht umgesetzt.
Kollegenzusammenhalt
Hohe Fluktuation führt zu häufig wechselnden Teams, was die Zusammenarbeit erschwert.
Vorgesetztenverhalten
Nach außen tritt die Geschäftsführung selbstbewusst und souverän auf – der perfekte Gastgeber, der weiß, wie man Eindruck macht. Im Büro jedoch entpuppt sich der Glanz schnell als trügerisch: Absprachen verschwinden im Nichts, Verbesserungsvorschläge prallen an ihnen ab, und wer denkt, er könne sich auf Zusagen verlassen, wird spätestens beim nächsten Arbeitstag eines Besseren belehrt. Hinter der Fassade der Freundlichkeit verbirgt sich ein Führungsstil, bei dem Mitarbeitende permanent improvisieren, sich selbst organisieren müssen und dabei stets das Gefühl haben, dass jede falsche Bewegung die versprochenen Anreize in Gefahr bringen könnte
Arbeitsbedingungen
Die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit war oft schwer zu erkennen – auch außerhalb der regulären Dienstzeiten fühlte man sich oft in Bereitschaft. Arbeitsaufträge wurden teils kurzfristig und unklar verteilt. Die Arbeitsbedingungen waren belastend.
Kommunikation
Anweisungen sind unklar, spontane Änderungen tauchen aus dem Nichts auf. Lob gibt es selten, Fehler werden hervorgehoben – Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen ständig improvisieren.
Gleichberechtigung
Die Hierarchien sind streng ausgeprägt; Einfluss und Mitbestimmung sind stark positionsabhängig.