Das Image ist weit fern der Realität
Gut am Arbeitgeber finde ich
ositiv am Arbeitgeber finde ich das spannende Thema, an dem wir arbeiten, sowie die Branche. Besonders schätze ich die Freiheit, meine Arbeitszeiten selbst einteilen zu können, ohne kontrolliert zu werden. Es gibt kein Mikromanagement, und kurze Abstimmungswege sind möglich. Die Kollegen sind freundlich und hilfsbereit. Zudem ist es sehr angenehm, in einem so internationalen Umfeld mit Englisch als Verkehrssprache zu arbeiten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Dass es kein Entwicklungspotenzial gibt
Verbesserungsvorschläge
Ersetzen Sie das gesamte Management und achten Sie dabei auf Diversität. Stellen Sie Führungskräfte ein, die über Führungskompetenzen und operative Exzellenz verfügen. Entwickeln Sie SMARTe Ziele und implementieren Sie ein OKR-System oder ein ähnliches Rahmenwerk. Die Mitarbeiter:innen benötigen eine klare Mission, da ohne definierte Ziele keine Produktivität möglich ist. Fördern Sie die Entwicklung Ihrer Mitarbeiter:innen, geben Sie ihnen Sichtbarkeit und konstruktives Feedback. Achten Sie im Einstellungsprozess stärker darauf, dass die Qualifikationen der Bewerber:innen tatsächlich den Anforderungen der Position entsprechen und nachhaltig gebraucht werden, andernfalls greifen Sie besser zu ANÜ Verträgen.
Arbeitsatmosphäre
Seit der Umstrukturierung und der Entlassungswelle im Jahr 2024 ist die Stimmung im Unternehmen auf einem Tiefpunkt und hat sich trotz neuer Mitarbeiter:innen nicht erholt. Die Frustration ist nach wie vor sehr hoch. Zwar finden Jahres- und Halbjahresgespräche statt, diese haben jedoch keine spürbaren Konsequenzen. Neue Ideen und Vorschläge zur Verbesserung werden vom Management zwar angehört, aber nicht aktiv vorangetrieben.
Image
Hier besteht wirklich eine große Schwere zwischen Image und Realität.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist ein absoluter Pluspunkt des Unternehmens. Jede:r hat die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten sowie eine freie Einteilung der Arbeitszeiten.
Karriere/Weiterbildung
Hier würde ich gerne Null Sterne vergebe, wenn es möglich wäre. Im Bereich Karriere und Weiterbildung gibt es seit Jahren keine Fortbildungsmöglichkeiten, wobei stets die Kosten als Grund angeführt werden. Auch intern werden keine abteilungsübergreifenden Weiterbildungsprogramme angeboten. Entwicklungsmöglichkeiten sind kaum vorhanden, und die Kriterien für Beförderungen sind nicht transparent. Oft scheint Seniorität ein entscheidender Faktor zu sein, während Frauen selten befördert und stattdessen häufig in ihrem Verantwortungsbereich herabgestuft werden. Persönlichkeitsentwicklung scheint für das Unternehmen ebenso wenig Priorität zu haben wie die Schaffung von Aufgabenprofilen, die den Kompetenzen der Mitarbeiter:innen entsprechen.
Gehalt/Benefits
Gehalt ist okay. Was Sozialleistungen angeht: Es gibt absolut keine Fort- und Weiterbildung, auch kein interner Wissenstransfer oder online Fortbildungen. Ansonsten gibt es ein paar kleine Benefits, wie ein kleiner Mobilitätsbeitrag, private Nutzung der Smartphones etc.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Hier fällt mir nichts außergewöhnliches auf
Kollegenzusammenhalt
Generell habe ich den Eindruck, dass die Mitarbeiter:innen gerne arbeiten und auch gerne miteinander arbeiten würden. Der Austausch untereinander ist sehr ehrlich und transparent.
Umgang mit älteren Kollegen
Je männlicher und länger im Unternehmen, umso besser sind die Chancen aufzusteigen. Ob man die nötigen Führungsqualifikationen mitbringt ist oft nebensächlich
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten ist ein absolutes Chaos. Es gibt keine SMARTen Zielvorgaben, die über die verschiedenen Ebenen hinaus durchgezogen werden. Man weiß nicht, wohin die Reise gehen soll, und selbst wenn Mitarbeiter:innen das Thema ansprechen, wird ihnen mehr oder weniger mitgeteilt, dass auch den Vorgesetzten die Hände gebunden sind. Die Probleme scheinen von der Führungsebene auszugehen.
Arbeitsbedingungen
Das Büro in München ist wunderschön und modern eingerichtet, mit einer hervorragenden Ausstattung. Es mangelt an nichts, lediglich das Internet bereitet gelegentlich Probleme.
Kommunikation
Die Kommunikation stellt eines der zentralen Herausforderungen im Unternehmen dar, ein Problem, das zwar erkannt, aber bisher nicht gelöst wurde. Regelmäßig finden Präsentationen des oberen, ausschließlich männlichen Managements statt, in denen Ziele vorgestellt und Erfolge gefeiert werden. Allerdings wird die Meinung der Mitarbeiter:innen selten oder gar nicht berücksichtigt. Ein Austausch zwischen den Abteilungen oder Maßnahmen zur Motivation der Belegschaft finden so gut wie nicht statt.
Gleichberechtigung
Leider muss ich hier ganz klar sagen, dass Frauen in diesem Unternehmen keine Entwicklungschancen haben
Interessante Aufgaben
Viele Mitarbeiter:innen verfügen über Qualifikationen, die über die ihnen zugewiesenen Aufgaben hinausgehen. Die tatsächlichen Tätigkeiten entsprechen oft nicht den ursprünglichen Stellenbeschreibungen, für die sie eingestellt wurden. Häufig sind die Aufgaben wenig anspruchsvoll, und die Mitarbeiter:innen werden innerhalb des Unternehmens häufig umgesetzt. Möglichkeiten für berufliche Weiterentwicklung oder Aufstiegschancen sind kaum vorhanden.

