Gut am Arbeitgeber finde ich
Viele kreative Freiheiten, man wird schnell and Mikrofon gebracht, wenn man das möchte, es gab manche tolle Kollegen, die leider bei Beförderungen oft übersehen wurden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das manche Vorgesetzte einfach verlogen sind, Versprechen oft nicht gehalten werden und die Ausstattung auch mal auf einen neuen Stand gebracht werden müsste.
Verbesserungsvorschläge
Bessere Bezahlung, weniger Flurfunk, mal in die eigenen Reihen schauen, wer tatsächlich gute Arbeit leistet und wer nur so tut. Bessere Ausstattung für Mitarbeiter.
Arbeitsatmosphäre
Mal so, mal so, es gab Tage, an denen man in den Sender gekommen ist und alles war rosig, an anderen Tagen hat man die Stimmung kaum aushalten können. Hing oft mit der Stimmung der Vorgesetzten zusammen.
Karrierechancen
Dank der finanziellen Lage gab es kaum die Möglichkeit, weiterhin im Unternehmen zu arbeiten. Wenn, wurden aber eher die Lieblinge der jeweiligen Leitungen behalten. Wer als Praktikant in die Sender kommt, wird wie ein Volontär (jedoch ohne Vergütung) behandelt, auf professionelle Arbeitskräfte, die man ja bezahlen müsste, wird dann leider verzichtet. Darunter leidet sowohl die Qualität der Sender, als auch die Volontäre, die fast schon wie Redakteure die Aufgaben an Praktikanten verteilen. Übernommen werden Praktikanten auch fast nie.
Arbeitszeiten
Wie schon gesagt, Überstunden wurden erwartet aber nie bezahlt oder wirklich gewertschäzt. Bei der Arbeitszeiterfassung musste man lügen. Es gab Kollegen, die teilweise von 5 Uhr morgens bis 17-18 Uhr oder länger (bei Events) im Sender waren. Work-Life Balance existiert hier nicht.
Ausbildungsvergütung
Wenn es 0 Sterne gäbe, würde ich diese Vergeben. Man kann in kaum einer Stadt in Deutschland mit dieser Vergütung über die Runden kommen.
Die Ausbilder
Ausbilder hatten oft keine Zeit oder waren gar nicht vor Ort. Feedback zur Arbeit war von verschiedenen Ausbildern widersprüchlich (für die gleiche Arbeit mal gut und mal schlecht) und die Meinungen waren oft veraltet. "Früher haben wir das auch immer so gemacht." Manche Ausbilder haben absolut kein Rückgrat, können einem, wenn es ein Problem gibt, dies nicht ins Gesicht sagen, Lästern aber mit ihren Auszubildenden gleichzeitig über die GF oder andere Mitarbeiter hinter deren Rücken und Lügen sich nach oben. Mitarbeiter, die eigentlich keine Ausbilder waren, haben oft mehr geholfen, als die eigentlichen Ausbilder.
Spaßfaktor
Die Arbeit hat wirklich viel Spass gemacht, man wird direkt von Anfang an mit einbezogen und kann seiner Kreativität freien lauf lassen. Man wird aber auch oft einfach ins kalte Wasser geschmissen und es heißt dann: "Mach mal", obwohl man noch gar keine Erfahrung hat. Lernen muss man auf jeden Fall schnell.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben haben meistens zur Ausbildung gepasst, oftmals kamen dann aber extra Aufgaben dazu, wo erwartet wurde, dass diese ohne Wenn und Aber erledigt wurden. Der Arbeitsaufwand der von einer Person erwartet wurde war teilweise enorm, unbezahlte Überstunden waren der Standard bei vielen, vor allem nach einigen Kündigungen.
Variation
Sowohl Moderation, als auch Produktion, Redaktion, Presse Termine und mehr waren an der Tagesordnung. Man lernt viel gleichzeitig! Auch verschiedene Seminare werden angeboten.
Respekt
War von Person zu Person anders. Die Geschäftsführung hatte immer ein offenes Ohr, hat gerne geholfen und war für Verbesserungsvorschläge offen. Die Kollegen, die einfach nur gerne ihren Job gemacht haben waren super und immer respektvoll, andere haben sich nur beschwert, gelästert, und haben ihre Arbeit nicht gemacht. Gerade im Vertrieb gab es Kollegen, denen nur ihr eigener Umsatz wichtig war, die sich bei Kunden für sich selbst Benefits rausgeholt haben und die von einem unrealistisch viel Arbeit erwartet haben. Von genau solchen Mitarbeitern wurde dann erwartet, dass immer die Frauen den Kaffee holen und Kunden betreuen.