Harter Einsatz ohne Lohn: Wer Anerkennung sucht, wird hier nicht fündig.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war von starker Grüppchenbildung und klaren Lieblingsteam-Mitgliedern geprägt. Die Führungsetage kommunizierte fast ausschließlich mit ihren Favoriten, während andere Mitarbeiter weitgehend ignoriert wurden. Auch zwischen den Abteilungen gab es nur Zusammenarbeit, wenn es unbedingt nötig war – ansonsten fühlte es sich eher wie zwei getrennte Welten an als wie ein Team. Das zeigte sich besonders bei Events: Wenn eine Abteilung etwas organisierte, blieb die andere oft einfach fern – und umgekehrt.
Image
Das Image von Thjnk München könnte erheblich profitieren, wenn man an der Art und Weise arbeitet, wie mit den Mitarbeitern umgegangen wird. Eine wertschätzende Kommunikation und ein respektvoller Umgang sind entscheidend, um langfristig Talente zu gewinnen und zu halten. Ohne eine grundlegende Verbesserung in diesem Bereich könnte das Unternehmen Schwierigkeiten haben, zukünftige Bewerber zu überzeugen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance wird nach außen hin als sehr flexibel und modern präsentiert, aber die Realität sieht anders aus. Es gibt zwar die Möglichkeit, Homeoffice zu machen, aber wenn man es tut, bekommt man schnell unangenehme Kommentare und fühlt sich fast schlecht dafür. Es wird eher als “unnormal” wahrgenommen, wenn man nicht im Büro ist. Zudem wird man oft zu Events nach der Arbeit “eingeladen”, die mehr eine Art Pflichtveranstaltung für den Mitarbeiterzusammenhalt sind – obwohl man vielleicht gar keine Lust darauf hat. Im Grunde genommen wird von einem erwartet, ständig im Büro zu sein, auch wenn die “flexible Arbeitsweise” als Vorteil verkauft wird.
Gehalt/Benefits
Die Bezahlung steht in keinem Verhältnis zu den Erwartungen und der Arbeitsleistung. Man wird definitiv nicht gerecht entlohnt, wenn man bedenkt, was von einem verlangt wird. Die Firma macht zwar klar, dass die Gehälter eher im unteren Bereich liegen, aber das heißt nicht, dass die Arbeitsbelastung oder die Verantwortung dadurch geringer wird. Wer viel leistet, bekommt dafür leider keine angemessene finanzielle Anerkennung.
Kollegenzusammenhalt
Innerhalb der Abteilungen war der Zusammenhalt wirklich gut. Man hat sich unterstützt, hatte Spaß und konnte sich aufeinander verlassen. Wer in seiner Abteilung angekommen war, konnte sich dort wohlfühlen. Allerdings hörte der Zusammenhalt oft an den Abteilungsgrenzen auf. Andere Abteilungen beobachteten das Miteinander eher kritisch – nach dem Motto: “Die haben Spaß? Die sollten lieber arbeiten.” Das sorgte für eine gewisse Distanz und ein unausgesprochenes Misstrauen zwischen den Teams.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten war für mich der schlimmste Aspekt der Arbeit. Die Führungskräfte haben oft so getan, als wäre man unsichtbar und nicht Teil des Teams. Es gab keine klare Kommunikation darüber, was von einem erwartet wurde. Feedbackgespräche wirkten oft völlig willkürlich und inkonsistent – Aussagen, die keinerlei Bezug zur Realität hatten und sich teils sogar widersprachen. Statt konstruktiver Kritik gab es oft unnötige, unverständliche Kritik an kleinsten Dingen. Anerkennung? Fehlanzeige. Es schien, als ob nur eine kleine Gruppe von „Lieblingen“ wirklich Beachtung fand, während der Rest weitgehend ignoriert und nicht wertgeschätzt wurde. Die Führungskräfte sollten sich wirklich hinterfragen, ob sie die nötigen Fähigkeiten und die emotionale Intelligenz besitzen, um in solchen Positionen zu agieren.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt sehr gut. Das Büro war modern eingerichtet und bot eine angenehme Arbeitsatmosphäre mit einer breiten Auswahl an Getränken und moderner Technik. Es wurde viel Wert auf eine komfortable Ausstattung gelegt, was die Arbeitsqualität positiv beeinflusste. Ein kleiner Kritikpunkt: Im Winter könnte es definitiv wärmer sein, da die Temperaturen in den Büros oft eher kühl waren, was besonders an langen Arbeitstagen unangenehm sein konnte.
Kommunikation
Wenn Kommunikation bedeutet, hinter dem Rücken anderer zu reden, dann hätte dieser Punkt fünf Sterne verdient. Besonders zwischen den Abteilungen und in der Führungsetage war spürbar, dass nicht miteinander, sondern eher übereinander gesprochen wurde. Statt offener und direkter Kommunikation gab es klare Grüppchenbildungen, und wer nicht dazugehörte, wurde oft nicht einbezogen.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben, die einem bei Thjnk übertragen wurden, waren definitiv einer der positiven Aspekte. Es gab die Möglichkeit, mit sehr spannenden und namhaften Kunden zu arbeiten, was die Arbeit abwechslungsreich und herausfordernd machte.