Bei loved ist man vieles, nur nicht loved.
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Ausblick
- Viele süße Bürohunde
Verbesserungsvorschläge
- Transparenter werden mit Kündigungen und vor allem auch an ein danach denken anstatt die Teams im dunklen stehen zu lassen wie es weiter geht.
- Vielleicht auf eine interne Serverstruktur wechseln damit die Probleme in der eigenen Hand liegen anstatt kostbare Stunden an Probleme durch externe Dienste versickern zu lassen.
- Wenn man schon regelmäßig Leute kündigt dann wenigstens Maßnahmen ergreifen deren Input zu preservieren um den Brain Drain entgegenzuwirken
Arbeitsatmosphäre
Eine absurde Erfahrung wo man an Employer Branding für andere Firmen mit Inhalten arbeitet die davon überzeugen wie toll es sein könnte, man intern aber das Gegenteil ist.
Scheint mal gut gewesen zu sein, hört man jedenfalls von den ganzen Leuten die nach Jahren freiwillig gehen.
Manchmal kann man sich auf die Arbeit konzentrieren bis man wieder durch Zufall erfährt, dass das Damoklesschwert wieder einen Kollegen aus "wirtschaftlichen" Gründen erwischt hat.
Das dann noch keine 24Std vor dem letzten möglichen Zeitpunkt in der Probezeit kündigen zu können und da hast du es: Du bist "loved" :)
Gleich darauf werden wieder die neuen Kunden und Aufträge gefeiert denn uns (nein nicht du) geht es prima!
Hier gilt Hire & Fire weshalb sich auch in manchen Bereichen keine Kundenspezifische Expertise aufbauen kann. Mit dem neu ausgetauschten Arbeiter geht auch das vorherige Wissen, Onboardings sind meist schwammig da derjenige der einen onboarded selbst erst seit einem Jahr da ist und so kommt es, dass auch die Qualität des Outputs regelmäßig variiert anstatt sich beständig zu steigern.
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Langjährige Mitarbeiter reden nicht darüber, die neuen sind teils noch in der Honeymoon Phase. Aber laut den regelmäßigen Circlejerk Meetings sind wir die besten überhaupt und jeder liebt uns.
Work-Life-Balance
Die grundsätzlichen Arbeitszeiten und Homeoffice Regelungen orientieren sich am Schnitt bzw. das mindeste was zu tun ist um sich nicht unattraktiv zu gestalten.
Leider hat man gelegentlich mal Kollegen die noch am Sonntag im Office sitzen und einen gestresst um Hilfe bitten.
Die Arbeitszeiten variieren auch sehr stark, manchmal weiß man sich selbst nicht zu beschäftigen und dafür macht man nächste Woche wieder überstunden und muss Deadlines aufschieben. Generell wirkt die Kapa Planung oft unabgesprochen.
Wenn man mal bis nach 0Uhr arbeitet hat man manchmal die Güte eine Stunde länger schlafen zu dürfen sofern die Kapas es erlauben.
Wenn man aber das Durchsetzungsvermögen hat "Nein" zu sagen, wird das meiner Erfahrung nach akzeptiert.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt regelmäßige Meetings, Schulungen etc. zum Thema KI wo einem immer wieder gesagt wird wie toll und hilfreich das ganze doch ist und wie viel reininvestiert wird und was es alles vereinfacht, am Ende ist es jedoch mehr eine Spielerei und hat selten wirkliche Use-Cases abseits von Pitch Material.
Ob die zu verrichtende Arbeit dem entspricht wofür man sich beworben hat oder was man eigentlich wirklich kann ist auch egal denn falls ausversehen einer zu viel gekündigt wurde oder geflüchtet ist, muss man Lücken füllen ohne Aussicht auf Ersatz.
Sich durch die coolen Jobs weiter zu bilden ist auch nur bedingt möglich da diese meist immer in die selben favorisierten Hände gehen. Hier werden manche klar bevorzugt wodurch andere nicht zeigen können, was sie drauf haben und da spielt teils auch viel Sympathie mit.
Gehalt/Benefits
Durchschnittlich.
Bei Verhandlungen und Verträgen muss man oft genau hinschauen da hier manchmal "getrickst" wird und man im Vertrag dann anderes stehen hat als man mündlich versichert bekommen hat was bei eigentlich positiven Anlässen oft einen sauren Beigeschmack hinterlässt und einfach nur das Vertrauen mindert.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wurde nie was zu gesagt.
Kollegenzusammenhalt
Wirklich die nettesten Leute mit denen ich bis jetzt gearbeitet habe. Alle sitzen im selben Boot und haben einen super Zusammenhalt.
Das ist jedoch kein Verdienst der Firma.
Umgang mit älteren Kollegen
Wer alt ist, ist weise. Weise genug hier nicht zu arbeiten außer man sitzt in der Führungsebene.
Vorgesetztenverhalten
Einen direkten Vorgesetzten hat man teils nur auf Papier und nicht Team technisch da ein guter Teil der Team Leads & ECD's selbstständig gegangen ist und man dann jemand anderen zugeschrieben bekommt der eigentlich keine Zeit hat noch ein Team unter seine Fittiche zu nehmen.
Arbeitsbedingungen
Die Ausrüstung und das Office sind gut. Die Arbeit wird per Drive erledigt was immense Probleme verursacht sollte man mit großen Datenmengen arbeiten, das fängt schon bei 10GB an und da summiert sich die verlorene Zeit teils zu einem ganzen Arbeitstag pro Woche wo der Server wieder lahmliegt oder geplagt ist von Fehlern mit denen man auch bei der IT auf taube Ohren stoßt. Hier wäre ein eigener Lokaler Server ein Traum.
Kommunikation
Wichtige Informationen erfährt man meist leider nur über Flurfunk. Die großen Update Meetings werden meist nur genutzt um sich selber auf die Schulter zu klopfen.
Gleichberechtigung
Es gibt viel Grüppchenbildung und Bevorzugung, auf menschlicher Ebene werden aber alle gleich behandelt.
Interessante Aufgaben
Kommt drauf an in welchen Bereich man arbeitet.
Mancherorts gibt es immer wieder coole Pitches und Projekte umzusetzen, durch die Grüppchenbildung bleiben die jedoch häufig in den selben Händen während andere Sisyphus arbeit an daily business machen welche Fließbandarbeit ähnelt.