Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Agenturhunde und die Location, wobei diese ja nun auch aufgegeben wurde. Die Partys haben damals auch wirklich Spaß gemacht. Aber wie gesagt: the era is over.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zu drohen, einen Teil der Ausbildungsvergütung einzubehalten, weil sich nicht mehr an Abmachungen (welche schriftlich festgehalten wurden) erinnert werden konnte.
Außerdem und das ist das größte Problem, gab es während meiner Anstellungszeit mehrfach Probleme mit männlich gelesenen Mitarbeitern, die sich wirklich unfassbar übergriffig verhalten haben. Wenn man dies den Vorgesetzten bzw. der HR gemeldet hat, wurde es in den meisten Fällen runtergespielt oder nicht weiter thematisiert. Selbst, wenn man geschlossen als Gruppe von 5 FLINTAs zu ihnen gegangen ist. Ich bin absolut sprachlos.
Der Diversity Hub war Quatsch. Hauptsächliche weiße cis Frauen. Migras und POCs waren kaum vertreten - zumindest zu meiner Zeit.
Verbesserungsvorschläge
Kümmert euch bitte besser um eure Auszubildenden!
Und Aufgaben wie Putzen und Kellnern (nach Partys, auf denen man nichtmal eingeladen war), Pfand sortieren, Lager monatelang aufräumen, ohne etwas anderes zu machen etc. gehörte wirklich nicht zu meinem Aufgaben-Bereich. Ebenso wenig wie mich um private Angelegenheiten der Geschäftsführenden zu kümmern.
Zudem möchte ich euch auch nochmal ans Herz legen, eure Strukturen zu überdenken. Als Auszubildende Person mehrere Wochen alleine in einer Abteilung zu sein, weil die Führungskraft Urlaub macht, ist nicht wirklich optimal.
Arbeitsatmosphäre
Niemand hatte wirklich Lust und das hat man auch in der Arbeit gemerkt.
Karrierechancen
Leute werden wirklich schnell befördert. Selbst, wenn sie erst vor einigen Monaten eine Beförderung erhalten haben und vielleicht auch noch nicht wirklich die Expertise erreicht haben. Aber freut mich für sie!
Arbeitszeiten
Überstunden durfte ich mir nicht nehmen.
Ausbildungsvergütung
Mit der Ausbildungsvergütung konnte ich nicht mal meine Miete (WG-Zimmer) zahlen. Ohne einen Nebenjob wäre gar nichts möglich gewesen.
Die Ausbilder
Die ausbildende Person hat vor Urzeiten den Ausbilder:inneschein gemacht und das spürt man auch. Nach oben wurde gebuckelt und nach unten getreten. Wirklich schade.
Spaßfaktor
Ich bin tatsächlich nur für die Agenturhunde und einige Kolleg:innen gerne zur Arbeit gegangen.
Aufgaben/Tätigkeiten
Ich habe wirklich nichts gelernt. Alles was ich nun kann, haben mir andere Arbeitgeber:innen, die Schule und vor allem Seminare, welche ich privat belegt habe, gebracht.
Variation
Ich habe so gut wie keine Station durchlaufen können.
Respekt
Als Auszubildende Person war ich die kleinste Kerze auf dem Kuchen und das haben mich die Führungskräfte und einige andere Mitarbeitende auch wirklich spüren lassen.