Extrem hoher Druck bei unklaren Strukturen, ungleicher Aufgabenverteilung und schlechte Kommunikation.
Gut am Arbeitgeber finde ich
regelmäßigen Mitarbeiterevents, sowie das umweltbewusste Handeln des Unternehmens.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Leider gibt es aus meiner Sicht fast nichts Positives am Arbeitgeber. Die Arbeitsorganisation ist chaotisch, Aufgaben werden unklar verteilt, Prioritäten werden nicht kommuniziert und es wird erwartet, dass Mitarbeiter ständig
erreichbar sind. Vorschläge oder Feedback von Mitarbeitern werden oft ignoriert oder als Kritik interpretiert, und statt Unterstützung durch Vorgesetzte erhält man Druck oder ständige Nachfragen von mehreren Kollegen gleichzeitig. Die Führungsebene zeigt wenig Wertschätzung, es fehlt an Transparenz und klaren Strukturen. Insgesamt empfinde ich die Arbeitsbedingungen als demotivierend und ineffizient.
Verbesserungsvorschläge
Um die Arbeitsatmosphäre und die Effizienz sowie Mitarbeiterzufriedenheit zu verbessern, wäre es hilfreich:
1- Klare Strukturen und Prioritäten bei Aufgaben festzulegen, um Überlastung zu vermeiden.
2- Eindeutige, sachliche Kommunikation, sowohl persönlich als auch über digitale Kanäle, sicherzustellen.
3- Feedback konstruktiv und respektvoll zu geben, ohne Mitarbeiter vor Kollegen bloßzustellen.
4-Statt kurze Fragen einzeln per E-Mail zu stellen, obwohl wir direkt nebeneinander sitzen, könnte man sich besser kurz persönlich austauschen. So ließe sich eine direktere und respektvollere Kommunikation erreichen.
5- Rückfragen müssen zum Stand der Arbeit gebündelt oder gezielt erfolgen werden. statt dass mehrere Kollegen gleichzeitig nach Updates fragen. Das würde die Kommunikation effizienter gestalten und Doppelarbeit vermeiden.
6- Einarbeitung und Unterstützung für neue Mitarbeiter zu verbessern, damit Erwartungen realistisch erfüllt werden können.
7- Realistische Abgabetermine zu setzen, die die vorhandenen Ressourcen und Kapazitäten berücksichtigen.
8- Gerechte Aufgabenverteilung, damit nicht einzelne Mitarbeiter dauerhaft überlastet werden.
9-Vorschläge zur effizienteren Arbeitsgestaltung oder Hinweise zur Priorisierung nicht als Kritik oder Verwurf verstanden werden.
Solches Feedback soll helfen, Aufgaben realistisch zu planen und Termingerecht zu bearbeiten.
Arbeitsatmosphäre
Insgesamt herrschte ein hoher Druck, insbesondere in der Probezeit, wodurch es für neue Mitarbeiter schwierig war, sich einzuarbeiten und ein stabiles Arbeitsumfeld zu erleben.
Work-Life-Balance
Einerseits wurde kommuniziert, dass Überstunden, Arbeit nach Feierabend, am Wochenende sowie während des Urlaubs möglichst vermieden werden sollen. Andererseits waren die Aufgaben sehr umfangreich und mussten gleichzeitig, ohne klare Priorisierung, mit unrealistischen Terminvorgaben erledigt werden. Überstunden konnten zwar gesammelt und später abgegolten werden, jedoch nur, wenn sie frühzeitig schriftlich angemeldet und genehmigt wurden.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war aufgrund der sehr kleinen Teamgröße und der hohen Arbeitsbelastung eingeschränkt. Es gab wenig Gelegenheit für gegenseitige Unterstützung, da die Aufgabenlast vor allem auf den einzelnen Mitarbeitern lastete. Die Zusammenarbeit war oft durch den hohen Druck und die unklaren Strukturen erschwert, was den Teamgeist beeinträchtigte.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungskraft habe ich als schwierig und belastend wahrgenommen. Kritik und sachliches Feedback wurden aus meiner Sicht nicht offen angenommen. Gleichzeitig bestand eine starke Tendenz zur Kontrolle und Einmischung in die tägliche Arbeit.
Besonders unangenehm empfand ich Situationen, in denen Mitarbeitende vor Kollegen kritisiert oder bloßgestellt wurden. Der Umgangston war aus meiner persönlichen Wahrnehmung respektlos und wenig wertschätzend.
Nach meinem Eindruck wird nach außen vermittelt, dass die Anliegen und Probleme der Mitarbeitenden ernst genommen werden und Vorgesetzte ein offenes Ohr für ihre Mitarbeitenden haben. Meine persönliche Erfahrung und auch meine Wahrnehmung im Umgang mit anderen Mitarbeitenden war jedoch eine andere. Wenn Probleme oder Anliegen angesprochen wurden, wurde sinngemäß vermittelt, dass man nicht auf die Wünsche der Mitarbeitenden eingehen könne. Das empfand ich als widersprüchlich zu dem vermittelten Anspruch an einen offenen und mitarbeiterorientierten Umgang.
Zudem hatte ich den Eindruck, dass von Mitarbeitenden eine hohe Verfügbarkeit und starke Unterordnung erwartet wurde.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsplätze sind mit verstellbaren Tischen und Stühlen gut ausgestattet, außerdem stehen iPad/Tablet und Firmenhandy zur Verfügung. Allerdings fehlen teilweise Programme, die die Arbeit deutlich vereinfachen könnten. Zudem gibt es zu viel Bürokratie, was die Arbeit unnötig erschwert und den Arbeitsalltag deutlich erschwert.
Insgesamt erforderte das Arbeitsumfeld ein sehr hohes Maß an Selbstorganisation, Priorisierung und vorausschauendem Arbeiten, um die unrealistischen Anforderungen der Führungskräfte zu erfüllen.
Kommunikation
Die Kommunikation war insgesamt unklar und unstrukturiert. Prioritäten wurden häufig nicht eindeutig vermittelt. Feedback erfolgte teilweise emotional und wenig sachlich, was die Zusammenarbeit deutlich erschwerte.
Die Kommunikation mit den Vorgesetzten erfolgte überwiegend über WhatsApp. Dabei wurde erwartet, dass Nachrichten sehr kurzfristig und ausschließlich schriftlich beantwortet werden. Gleichzeitig wurden regelmäßig Sprachnachrichten verschickt, die automatisch in Text umgewandelt wurden – obwohl bekannt war, dass nicht alle Mitarbeitenden diese Funktion nutzen oder kennen. Dies führte wiederholt zu Missverständnissen.
Trotz wöchentlicher Teammeetings und vorhandener Projektlisten, in denen der aktuelle Stand dokumentiert wurde, wurde der Projektstatus häufig mehrfach und parallel abgefragt. Dabei wurden teilweise mehrere Kolleginnen und Kollegen gleichzeitig kontaktiert, was zusätzlichen Druck erzeugte und ineffizient war.
Gehalt/Benefits
Im Verhältnis zur Menge und Komplexität der übernommenen Aufgaben waren Gehalt und Sozialleistungen als sehr gering einzuschätzen. Dies wirkte sich negativ auf die Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeitenden aus.
Gleichberechtigung
Das Unternehmen achtet auf Gleichberechtigung unabhängig von Geschlecht, alter oder Herkunft.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben an sich waren in Ordnung. Allerdings musste ich vor Ort
Termine mit Kunden wahrnehmen, die eigentlich Verhandlungen betrafen und nicht zu meinen Aufgaben gehörten, sondern in den Verantwortungsbereich der Vorgesetzten fielen. Dies hat mich daran gehindert, meine eigentlichen Aufgaben innerhalb der sehr kurzfristigen und unrealistischen Abgabetermine zu erledigen, die zudem ohne klare Priorisierung festgelegt wurden. Zudem hatte ich oft das Gefühl, als Assistent ausgenutzt zu werden. Häufig mussten Unterlagen oder Daten bearbeitet werden, die dann kurzfristig wieder geändert oder durch andere Werte ersetzt wurden. Dadurch waren die erstellten Vorlagen oft nicht nutzbar, und es wurde erwartet, dass alles innerhalb sehr kurzer Fristen plausibel und vollständig abgegeben wird. Dies erschwerte eine strukturierte und qualitativ saubere Arbeitsweise erheblich.