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Interessante Aufgaben & guter Kollegenzusammenhalt, aber wenig Rückhalt durch Führung & schwache Strukturen

2,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 für dieses Unternehmen in Saarbrücken gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben ist der meist gute Zusammenhalt unter den Kollegen – man konnte oft miteinander lachen und hat viele wertvolle Bekanntschaften gemacht. Die Arbeit selbst ist interessant, abwechslungsreich und spannend, jedoch auch sehr herausfordernd, weshalb eine hohe Stressresistenz in dieser Position von Vorteil ist.

Verbesserungsvorschläge

Die Geschäftsführung und Abteilungsleitung sollten mehr Achtsamkeit gegenüber ihren Mitarbeitenden zeigen. Auszubildende brauchen stärkere Unterstützung – sowohl bei den betrieblichen Aufgaben als auch in der Berufsschule – sowie ausreichend Zeit zur Vorbereitung auf Abschlussprüfungen, ohne unnötigen Stress oder Überforderung.

Arbeitsatmosphäre

Die Atmosphäre unter den Kolleginnen und Kollegen innerhalb der Tochtergesellschaft der Universität des Saarlandes ist sehr angenehm. Bei den – leider selten gewordenen – gemeinsamen Feiern kann man in lockerer Runde auch mal ein Bier trinken und offen über Probleme sprechen, ohne dass einem das negativ ausgelegt wird. In der Abteilung, in der ich tätig war, empfand ich das Verhältnis zur Geschäftsführung allerdings als eher distanziert, da man sich teilweise im Stich gelassen fühlte. Eher 2,5 Sterne

Image

Obwohl wir laut Aussage des Universitätspräsidenten das Aushängeschild der Universität für Gäste sein sollen, spürt man vonseiten der Universitätsleitung leider wenig Rückhalt – was umso erstaunlicher ist, wenn man diese Rolle tatsächlich ernst nehmen würde.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance war in dieser Abteilung durchgehend problematisch und hat sich über die Jahre nicht verbessert. Kurzfristige Änderungen in der Schichtplanung, ungeplante Überstunden – teils über das arbeitszeitrechtliche Maß hinaus – und hoher Stress gehörten zum Alltag. Zwar wurde offiziell betont, dass Überstunden vermieden werden sollten, in der Praxis wurden sie jedoch oft vorausgesetzt, um Projekte im Sinne des Kunden abzuschließen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umweltbewusstsein spielt in der Firma nur eine geringe Rolle. Nachhaltigkeitskonzepte für Mitarbeitende existieren nicht, und obwohl gelegentlich zur digitalen Arbeitsweise ermutigt wird, erfordern universitäre Abläufe oft weiterhin papierbasierte Formulare und Hauspost. Das Sozialbewusstsein ist grundsätzlich vorhanden, könnte aber deutlich aktiver gelebt und durch konkrete Maßnahmen gestützt werden.

Karriere/Weiterbildung

Weiterbildungsmöglichkeiten waren in meiner Zeit dort praktisch nicht vorhanden. Die einzige „Fortbildung“, die ich absolvierte, war der Erwerb der ehemals sogenannten roten Karte für den Gastronomiebereich, um im Bedarfsfall den Konvektomaten bedienen und Brötchen für Kunden und Gäste aufbacken zu dürfen.

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt war in meinen knapp vier Jahren sehr wechselhaft – phasenweise sehr gut, dann wieder deutlich schlechter. Einzelne Ausreißer und eine teils fehlende Unterstützung durch die Abteilungsleitung haben das Bild zusätzlich geprägt.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten – sowohl der Abteilungsleitung als auch der Geschäftsführung – empfand ich als wenig unterstützend. Bei Problemen, hoher Arbeitsbelastung oder vielen Überstunden fühlte man sich oft im Stich gelassen. Überstundenabbau war selten möglich, Auszahlungen nur einmalig und eingeschränkt, verbunden mit der Vorgabe, dies künftig zu vermeiden. Wer sich an die schriftlich festgehaltene Regel hielt, keine übermäßigen Überstunden zu leisten, musste sich dennoch Kritik an mangelnder Arbeitsstruktur anhören – obwohl klare Strukturen aus meiner Sicht von der Leitung der Abteilung, bzw. der Geschäftsführung vorgegeben werden sollten.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren teils schwierig. Die Ausstattung der Büroarbeitsplätze war uneinheitlich – von unterschiedlichen Monitoren und Eingabegeräten bis hin zu Rechnern mit variierender Hard- und Software. Als Tochtergesellschaft der Universität war man zudem auf das Hochschul-Informationszentrum angewiesen, was Beschaffungen und Aktualisierungen erschwerte. Viele Geräte, insbesondere Drucker, waren veraltet, und auch bei der internen Infrastruktur, etwa bei Transportmöglichkeiten, besteht deutlicher Verbesserungsbedarf.

Kommunikation

Die Kommunikation in meiner Abteilung war insgesamt positiv, jedoch fehlte ein einheitlicher Kommunikationskanal. Informationen liefen teils über Telefon, WhatsApp, Teams oder E-Mail, was leider oftmals für Unübersichtlichkeit sorgte.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt in meiner Abteilung war in Ordnung, aber ausbaufähig. Sozialleistungen gibt es praktisch keine. Als Mitarbeiter der Tochtergesellschaft der Universität des Saarlandes fühlt man sich oft wie ein Angestellter zweiter Klasse – weder in der Mensa noch beim Unisport oder in der Schwimmhalle erhält man Mitarbeiterrabatte, und selbst bei Parkplätzen in den beiden Parkhäusern gelten die regulären Gasttarife.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung wird in der Firma grundsätzlich gelebt. Auch wenn die Geschäftsführung rein männlich besetzt ist, gibt es in einzelnen Abteilungen weibliche Führungskräfte, und eine Benachteiligung konnte ich nicht feststellen. Wiedereinsteiger – ob nach Krankheit oder längerer Abwesenheit – haben es jedoch oft schwer, wieder Fuß zu fassen, da klare Strukturen und ein Onboarding-Prozess fehlen.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren durchweg abwechslungsreich und oft sehr spannend. Der Kontakt zu unterschiedlichsten Kunden, die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern und gelegentlich auch mit Behörden sorgten für stets neue, interessante und zugleich anspruchsvolle Herausforderungen.

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