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Bewertung

TopCompany2027

Ehemals ein Top-Arbeitgeber, heute naja

2,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Tyczka Energy in Geretsried gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Der Kollegenzusammenhalt war sehr gut. Auf Grund von Fluktuation wird der aber auch schlechter.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die Tyczka Energy GmbH ist die CashCow der Unternehmensgruppe. Flüssiggas ist allerdings nicht mehr sexy. Das spüren die Mitarbeitenden insofern, dass es mittlerweile insgesamt an Wertschätzung fehlt.

Arbeitsatmosphäre

Hätte ich nur die Zusammenarbeit mit den direkten Kollegen bewerten, wären es fünf Sterne. In den letzten Jahren haben Veränderungen im Management zu einer Veränderung der Unternehmenskultur geführt, die nicht jedem gefällt. Man hat das Gefühl, dass rein der äußere Schein (tolle Unternehmensfeiern, Firmenauftritt nach außen - ganz wichtig waren einmal eine neue Schrift und Shapes) zählen. Das wirkliche Miteinander zählt immer weniger. Fluktuation führt zu schlechter Besetzung und zu langen Einarbeitungsphasen, die von erfahrenen Kollegen aufgefangen werden müssen. Das wiederum führt zu Unruhe und Unzufriedenheit in den Teams. Ein Ausgleich findet nicht statt, denjenigen, die die Veränderung in der Personalstruktur auffangen wird keine besondere Wertschätzung entgegengebracht - weder finanziell noch emotional.
Früher nahm das unternehmen an Great Place to Work teil. Nachdem die Ergebnisse zu schlecht wurden, macht man das heute nicht mehr.
Manche Büros sind schön, der Vertrieb wurde in Hallen / Großraumbüros ausgelagert. Lärm und das Raumklima sind dort ein Problem. Die Halle, wird nun saniert. Für manche Abteilungen wird Geld ausgegeben, für manche nicht.

Work-Life-Balance

Sehr gut, wenn man nicht zu denjenigen gehört, die die Fluktuation ausgleichen. Es gibt eine 38,5 Stunden-Woche und Gleitzeit. Flex-Office ist an 40 % der monatlichen Arbeitszeit möglich.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach außen hin "Hui".

Kollegenzusammenhalt

In den Teams ja. Zwischen Innen- und Außendienst bilden sich gerne Fronten.

Vorgesetztenverhalten

Einerseits sehr gut. Manche Abteilungsleiter und Teamleiter sind sehr liebe Menschen. In den letzten Jahren ist es aber nicht mehr selbstverständlich, dass Zusagen eingehalten werden. Früher konnte man sich auf mündliche Vereinbarungen verlassen, heute würde ich mir alles schriftlich geben lassen.
Probleme können direkt angesprochen werden. Werden Probleme aufgezeigt, werden sie entweder klein geredet oder als ein persönliches Problem desjenigen dargestellt. Es stellt sich immer wieder die Frage, ob einige Führungskräfte es tatsächlich nicht mitbekommen, wie es in den Teams brodelt oder, ob sie sich absichtlich unwissend stellen, um den Reklamierenden zu manipulieren. Wenn die Probleme augenscheinlich zu groß werden, wird gerne eine Schulung veranstaltet, die alle einfangen soll.
Förderung findet nicht oder nur sehr, sehr selektiv statt.

Kommunikation

Außendienst und Führungskräfte tagen regelmäßig und oft. Die Informationen kommen oft nicht oder nur sehr verzögert dort an, wo sie umgesetzt werden müssen.
Je nachdem wie gut man vernetzt ist, erhält man Informationen über den Flurfunk. Fehlt die Vernetzung, kann es passieren, dass man von bestimmten Plänen überrumpelt wird.
Aktionen und Projekte werden oft halbherzig geplant, die Umsetzung liegt dann bei den einzelnen Teams, die sich die Informationen erst zusammensuchen müssen.
Im Unternehmen findet ein Transformationsprozess statt. Es ist unklar, ob diejenigen, die ihn leiten, wissen wohin es gehen soll. Auf Grund der vielen Anglizismen die verwendet werden, könnte man von einer Internationalisierung ausgehen. Andererseits fehlen die strategischen Schritte dazu. Für die Außendarstellung des Unternehmens wurde viel Geld ausgegeben. Als Mitarbeiter, der in die strategische Planung nicht mit einbezogen wird, frägt man sich allerdings, ob die Ausgaben wirklich gerechtfertigt sind.

Gehalt/Benefits

Tyczka ist dafür bekannt nicht besonders gut zu zahlen. Das Unternehmen hängt am Tarifvertrag des Groß- und Außenhandels. Tariferhöhungen werden auf das Tarifgehalt weitergegeben. Übertarifliche Zulagen werden nicht automatisch mit erhöht. Seit Anfang 2023 konnten die Tarifparteien keine Einigung erzielen. Auf Empfehlung des Arbeitgeberverbands wurden zum 01.09.2023 und zum 01.05.2024 freiwillige Erhöhungen weitergegeben. Die Inflationsausgleichsprämie wurde trotz sehr, sehr guter Unternehmensergebnisse nicht voll weitergegeben.
2024 wurden viele im Unternehmen tariflich neu eingruppiert. Die Erhöhung, die mit der neuen Eingruppierung einher ging, wurde auf die übertarifliche Zulage angerechnet. Man erhielt also keine Erhöhung.
Gehaltsverhandlungen mit der Führungskraft waren schon immer schwierig. Es wurde eine Verzögerungstaktik gefahren. Mittlerweile sind mit den Führungskräften keine Gehaltsverhandlungen mehr möglich. Es wird an die Personalabteilung verwiesen. Es wird sich auch gerne damit herausgeredet, dass das jeweilige Gehalt ohnehin höher als das der Kollegen wäre. Komisch ist, wenn vier Kollegen dieselbe Aussage erhalten.

Gleichberechtigung

Mütter werden (teilweise Mangels Alternative) auch als Teilzeitkräfte eingestellt. Mütter, die aus dem Mutterschutz zurückkehren, werden wieder eingegliedert.

Ob die Ethnie eine Rolle spielt, kann ich selbst nicht beurteilen.

Das Mann-Frau-Thema ist noch spürbar.
Hierzu gibt es eine lustige Anekdote. Auf einer Führungskräftetagung wurde ein Foto der Führungskräfte gemacht. Auf dem Bild sind eine weibliche Person und sonst nur viele weiße, teilweise nicht mehr ganz junge männliche Personen. Die Bildunterschrift lautete "Diversity". Ich meine, dass auch ein Banner oder ein Bild mit dem Schriftzug "Diversity" gehalten wird. Das Bild ist schon einige Jahre alt. An der Situation hat sich wenig geändert.

Interessante Aufgaben

Jaein. Teilweise ja, teilweise nein. Interessante Aufgaben gehen oft an dieselben Personen. Aufgrund vielfältiger Anfragen durch Kunden wird es nicht ganz langweilig.


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Arbeitgeber-Kommentar

Florian Berner, HR Manager Recruiting & Personalentwicklung
Florian BernerHR Manager Recruiting & Personalentwicklung

Liebe Kollegin, lieber Kollege,
vielen Dank für Ihre Bewertung und Ihre sehr ausführlichen Kommentare.

Es tut uns und mir sehr leid, dass wir Sie als Arbeitgeber aktuell nicht überzeugen konnten.
Da Ihre Rückmeldung deutlich im Widerspruch zu unseren Ansprüchen steht, wäre es umso wichtiger, dass wir die Themen aufnehmen und verändern können.

Ich möchte deshalb gerne noch genauer erfahren, welche Gründe zu Ihrer Unzufriedenheit geführt haben und laden Sie gerne ein, das Gespräch mit uns oder mir zu suchen.

Wir wünschen Ihnen auf Ihrem weiteren Lebensweg alles Gute und viel Erfolg für Ihre neuen Herausforderungen!

Herzliche Grüße

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.