junges internationales Unternehmen, auf dem Weg nach ganz oben?
Gut am Arbeitgeber finde ich
- das junge und dynamische Team
- der offene Umgang miteinander über alle Schichten hinweg
- das internationale (englischsprachige) Umfeld
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- dass das Selbstbild zu weit von der Wirklichkeit entfernt liegt
- dass (Management)-Entscheidungen zu ungeplant und reaktiv wirken
- dass man aus Fehlern nicht zu lernen scheint
- dass es zu wenig Konsequenzen gibt
Verbesserungsvorschläge
- mehr Trainings / Schulungen / Fortbildungen
- Besseres (Erfahreneres) Führungspersonal in den mittleren Schichten
- etwas mehr "Volksnähe" und bessere Kommunikation von ganz oben
- unternehmt etwas mehr um gutes Personal zu halten
Arbeitsatmosphäre
Durch den o. g. Druck ist zwar ein gewisser Unmut entstanden, aber man hat trotzdem Spaß bei der Arbeit.
Image
Die tyntec sieht sich deutlich mächtiger und innovativer als sie tatsächlich ist. Das Unternehmen hat sich Ziele wie "Product Leadership" und "Inovation & Evolution" auf die Fahne geschrieben, sind aber von jedem dieser Ziele weit entfernt. Man redet viel drüber, für tatsächliche Aktionen fehlen aber Ressourcen und Dringlichkeit.
Die anfänglicher Euphorie die durch das Stecken dieser hohen Ziele ausgelöst wurde, wich über die Jahre einen gewissen Spott.
Work-Life-Balance
Die work-Life balance halte ich für hervorragend. Egal ob ein Tag HomeOffice, flexible Arbeitszeiten oder kurzfristig eine Woche Urlaub... es gab noch nie Schwierigkeiten.
Die Arbeitszeit wird nicht elektronisch erfasst, basiert auf Vertrauen.
Karriere/Weiterbildung
Dieses Thema wurde leider zu stark vernachlässigt. Weder wurden Führungsqualitäten bei den vielen internen Aufsteigern ausgebildet, noch Weiterbildungen für die technischen Abteilungen angeboten.
Das Defizit wurde mittlerweile erkannte; bleibt abzuwarten wie sich das entwickelt.
Kollegenzusammenhalt
die tyntecwelt teilt sich in zwei große Bereiche auf. Die Technik in Dortmund und die ganze Businesswelt in München. Auch wenn tyntec mit Standortübergreifenden Veranstaltungen viel für den Zusammenhalt tut, sprechen Biz und Tech unterschiedliche Sprachen. Dies und nicht zuletzt die große Entfernung der beiden Standorte behindern einen vernünftigen Zusammenhalt.
Der Zusammenhalt an den jeweiligen Standorten ist aber bemerkenswert hoch. Das zeigt sich an diversen gemeinsamen Unternehmungen wie Kneipentouren, sportlichen Abendaktivitäten oder auch einfach nur dem Stück Kuchen zum Geburtstag.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt nur 2, glaube ich. Aber bis auf die Witze über das Alter haben sie nichts zu befürchten.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten auf der menschlichen Ebene ist durch alle Schichten hervorragend. Leider reicht es in einem Unternehmen dieser Größe nicht mehr aus ein "gute Kumpel" zu sein. Es bedarf aber etwas Führungsfähigkeiten die durch die vielen internen Besetzungen mit "Männern der ersten Stunde" leider nicht immer gegeben sind. Etwas mehr Schulung und Weiterbildung könnte hier schon weiterhelfen, oder aber man denkt in Zukunft auch mal über die Besetzung von Führungspositionen durch erfahrene Externe nach.
Arbeitsbedingungen
Jeder hat einen Stuhl, einen Tisch und einen Rollcontainer. Die Computer sind funktional und erfüllen ihren Zweck. Es gibt also nichts zu bemängeln, aber eben auch nichts hervorzuheben.
Einzig die Raumsituation wäre (negativ) erwähnenswert. Das Gebäude ist alt, es zieht und man hat ein vielen (vorwiegend Meetingräumen) kein Tageslicht. Die Büroräume können schonmal recht warm werden.
Kommunikation
Es gibt ein wöchentliches AllHandsMeetings wo alle wichtigsten Dinge angesprochen werden.
Generell hat man aber das Gefühl, das Informationen vom Management nur sehr vereinzelt und leider auch sehr ungeplant, fast shon adhoc in die "unteren Schichten" gelangt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist tendenziell unter dem Durchschnitt. Dafür erhält man aber ein modernes Mobiltelefon mit erlaubter privater Nutzung, eine vernünftige Altersvorsorge und diverse kleinerer Leistungen wie Abonnements von Fachzeitschriften und sog. BeerBashes um etwas Zeit mit den Kollegen zu verbringen. Kaffee und Getränke sind ebenfalls immer kostenlos vorhanden.
Gleichberechtigung
Es gibt zwar nicht viele Frauen im technical HeadQuarter Dortmund aber die stehen den männlichen Kollegen in nichts nach.
Interessante Aufgaben
Durch das starke Wachstum und der Neuorientierung mit unterschiedlichen Produkten am Markt ist leider der Alltagsdruck bzw. der operative Aufwand sehr gestiegen. Egal in welchem Team, zur Zeit arbeitet man leider nur noch wie ein Zahnrad in einem Getriebe.
Zeit sich interessanten Aufgaben oder neuen Techniken zuzuwenden bleibt leider keine.