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U.I. 
Lapp 
GmbH
Bewertung

Ein träger Laden. Image wird poliert, aber innen ein Chaos mit alten Strukturen.

2,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich IT bei Lapp Service GmbH in Stuttgart gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Es wurde erkannt, dass die IT keine Kostenstelle ist - auch wenn 10 Jahre zu spät.
Soweit ich weiß, immer noch sehr familienfreundlich.
Die Klimaanlage im Büro und die preiswerte Kantine.
Das Volleyballtunier, der eigene Weihnachtsmarkt, ... das waren die Highlights.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Return-To-Office wird angestrebt.
Wachsende Distanz von der Führungsebene aus.
Inkonsitenze Vision: Es werden Technologie-Trends nachgesprungen, ohne die technologische Basis noch Know-How zu haben. Am Ende ist es immer noch die interne IT eines Kabelherstellers und ein Entwicklungshaus.
Gehalt ist unterdurchschnittlich für den Raum Stuttgart.
Das Büro ist in einem desolatem Zustand - trotz Renovierungsbemühungen.
Das Silo-Denken ist stark und der Widerstand zum Einreißen der Mauern ist noch stärker: "Es bleibt wie es ist. Ich mach das schon seit 20 Jahren so"-Motto

Verbesserungsvorschläge

Vieles habe ich schon ausformuliert.

Arbeitsatmosphäre

Sehr unterschiedlich. Jene mit denen ich zu tun hatte, erschafften eine gute Atmosphäre. Gutes Feedback und Vertrauen. Aber bei der Menge an wechselnden MA hatte ich auch schon Ellenbogenkultur und Sabotage erlebt. Von einzelnen, besonders bestimmten Langzeitmitarbeitern, spürt man eine ... gewisse Unfreundlichkeit.

Image

Es leidet. Intern ist das Image sowieso schon am brennen. Da hilft jede hippige Marketing-Kampagne mit inspirierenden Sprüchen oder einem schönem Gruppenfoto auf einer Messe nicht. Nichts an der IT ist global oder fortschrittlich - was ja so gerne gepredigt wird.

Vielleicht kennt man das Unternehmen wegen der Haltestelle oder dem Logistik-Lager in Ludwigsburg. Aber von jene, die mit Lapp schon arbeiten mussten, erzählen leider nichts gutes.

Das zeigt sich auch an den Bewerberzahlen und der Qualität der Bewerber. Stellen, besonders Nachwuchsstellen, bleiben lange ohne Bewerber/-innen.

Die Lapp IT verkörpert leider das deutsche Image von "5-10 Jahren hinter dem globalen Stand der Technik" zu sein und drückt damit dessen Potential nach unten.

Work-Life-Balance

Die Work-Life- Balance war super gewesen. Home-Office war geboten und je nach Abteilung anders geregelt. Manche 60% HO und manche 100%. Da der Laden erst ab 9 Uhr zum Laufen kommt, starteten viele auch um die Uhrzeit herum und konnten sich um Ihre Familie, Sport, etc. kümmern. Mit der organisatorischen Umstrukturierung und neuen Führungspersönlichkeiten ist leider eine Gebot von "oben" gekommen: Mehr Anwesenheit im Büro. Dies war bislang eines der besten Punkte gewesen, weshalb man bei der Lapp Service arbeiten sollte. Die Flexibilität und das Remote-Arbeiten. Leider wird einem allgemeinem Industrietrend nachgelaufen und sich Mitarbeiter vergräult indem man diese von jahrelangen Remote-Work wieder ins Office zwingt. Einen 100% HO-Vertrag gibt es, aber nur mit SEHR starken Argumenten zu erhalten. Es gibt Vertrauensarbeitszeit und diese wird auch ausgiebig verwendet - nämlich indem man den Mitarbeiter mit Aufgaben überflutet und für mehrere eine tägliche Arbeitszeit von einem Unternehmensberater entsteht. Eine traurige Entwicklung. Man präsentiert sich als moderne IT und versucht Fortschritt mit Rückschritt zu erreichen.

Karriere/Weiterbildung

Um das Budget von Weiterbildungen und Schulungen muss leider hart gekämpft werden. Man kann nur dafür beten, dass die direkte Führungskraft genügend Argumente dem IT-Chef bringt. Bestenfalls ist es mit irgendeinem Hype-Projekt verbunden ( KI ). Selbst dann, ist das Budget stark limitiert.
Karrierewege hatte ich bislang sehr organisch wahrgenommen. Kollegen konnten sich nach dem Bedarf und eigenen Interessen entwickeln und wurde auch häufig dabei gefördert.

Wie es jetzt aussieht mit den neuen Hierarchieebenen und der organisatorischen Umstrukturierungen, bleibt zu beobachten. Mittlerweile gibt es auch dedizierte Beförderungsprogramme - ob diese was taugen, bleibt auch zu beobachten. Ich kann nur von meinen persönlichen Erfahrungen sprechen.

Wichtig ist natürlich anzumerken, dass man mit den eigenen Entwicklungsmöglichkeiten stark von dem Fortschritt der Lapp IT eingeschränkt war.

Gehalt/Benefits

Leicht unter dem Durchschnitt. Für den gleichen Beruf wird man überall besser im Raum Stuttgart bezahlt. Führungskräfte und Azubis (Dualis, Auszubildende, ...) werden vergleichsweise gut bezahlt und erhalten gute Boni. Finde ich besonders gut bei den Azubis. Leider werden diese Boni nicht mehr bei einer Übernahme bezahlt. Sprich, kein Weihnachtsgeld mehr.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Typisches Corporate Greenwashing in Sachen Umwelt. Von sozialen Aspekten habe ich, mit Außnahme von Marketing-Maßnahmen, nichts mitbekommen.

Kollegenzusammenhalt

Soweit okay - im eigenem Team. Aber von Kollegen gibt es auch andere Wahrnehmungen. Aufgrund des häufigen Wechsels von Mitarbeitern und Vorgesetzten ist eine gewisse Zurückgezogenheit verbreitet. Öfters hatte ich das Gefühl, dass manche Ihr Revier "verteidigen" und Neue nur widerwillig, oder temporär betrachten.

Umgang mit älteren Kollegen

Kann ich schlecht beurteilen. Ältere Kollegen wurden eingebunden und auch mit jungen Teams verbunden.

Vorgesetztenverhalten

Es gibt mal diese und diese. Zum einem gibt es die träge Gestalten, die Ihr Tagesgeschäft wie vor 20 Jahren fortführen, als die IT noch eine handvoll Mitarbeiter hatte. Veränderungen wurden verschlafen und müssen jetzt "schnell" kommen. Sprich, Meetings über 2 Jahre verteilen und immer über den Fortschritt reden, statt diesen aktiv durchzusetzen. Auf der anderen Hand gibt es jene, die jedem Trend aufspringen und in einem Jahr Blockchain und nun KI reinpressen wollen. Egal was es kostet und mit fehlendem Wissen darüber was dass überhaupt ist. Das führt dann zu fragwürdigen Projektentscheidungen und letztenendlich zum Einpacken von "Müll" mit Geschenkpapier, um dies dem Vorstand schön präsentieren zu können. Es wird eine Feedbackkultur gepredigt, aber nur von einer handvoll wirklich gelebt. Entscheidungen? Diese werden für dich gefällt.

Arbeitsbedingungen

Das Büro ist ein ewig leidiges Thema. Ein bekanntes Problem.
Als IT wurde man natürlich in das alte Lapp-Gebäude gesteckt. Es liegen tote Insekten auf den Fensterbänken, der Teppichboden fusselt und ist voller Haare, die Toiletten gleichen einer Schultoilette, verpixelte Tapeten sollen eine Waldatmossphäre mit gebrochener Technik in Meetingräume liefern und die Arbeitsplätze sind ungleichmäßig ausgestattet.

Sicher habe ich viele weitere Beschwerden vergessen. Dennoch wurde sich mit einer Renovierung bemüht, Änderungen einzubringen.
Leider wurden aus einzelne Büros lautstarke Großraumbüros und auf dem engen Raum entstanden auch neue Meetingräume.

Der Laptop reicht für die Aufgaben vollkommen aus und es wird auch entsprechendes Equipment zum Arbeiten (Headset, Tastatur, ...) zur Verfügung gestellt.

Kommunikation

Informationen müssen zusammengekratzt werden. Und das auch mit Widerstand von Informationsträgern. Jeder kocht sein eigenes Süppchen und da hilft leider auch nicht die katastrophale orga. Umstrukutrierung, die mehr Intransparenz und Hierarchien aufgebaut haben. Mitarbeiter verschwinden, wie auch Vorgesetzte, ohne Ankündigung - nicht mal von HR o.ä. Die Information erhält man bestenfalls über eine E-Mail über neue Mitarbeiter.

Gleichberechtigung

Nichts auszusetzen! Ich konnte jetzt keine Benachteiligung feststellen können. Es gibt immer wieder welche die Verschieden sind und keiner hatte sich bislang von denen beschwert.

Interessante Aufgaben

Naja. Diese gibt es in der Theorie. Aber dafür braucht es ein starkes Fundament, welches nicht geboten ist. Trotzdem versucht man diese Aufgaben zu verfolgen, die Interessant auf dem Papier sind, aber durch das fehlende Fundament zu einer Meeting-Schlange, die sich über mehrere Monate/Jahre ausdehnt, wird. Wieder: Hypes werden verfolgt - ohne benötigte Infrastuktur, Wissen, etc. ..

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Arbeitgeber-Kommentar

Vielen Dank für Ihr Feedback. Ihre Rückmeldungen sind für uns sehr wertvoll, da sie positive Aspekte hervorheben und gleichzeitig auf wichtige Verbesserungsmöglichkeiten hinweisen. Wir schätzen Ihre Offenheit und nutzen Ihre Anmerkungen, um gezielt an Verbesserungen zu arbeiten.

Mit freundlichen Grüßen
Ihre LAPP-Personalabteilung

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.