Viel Leistung, wenig Kommunikation
Verbesserungsvorschläge
Mehr Verbindlichkeit in Prozessen und Entscheidungen. Klare Prioritäten und weniger kurzfristige Richtungswechsel würden den Arbeitsalltag deutlich verbessern.
Außerdem wäre es wichtig, Informationen zentraler und nachvollziehbarer bereitzustellen, um Doppelarbeit und Unsicherheiten zu reduzieren.
Wer gut mit Unsicherheit umgehen kann, findet sich bei ucm zurecht. Für viele andere wird es auf Dauer schwierig, da Orientierung und Stabilität kaum vom System vorgegeben werden.
Arbeitsatmosphäre
Der Arbeitsalltag ist stark von Tempo und kurzfristigen Änderungen geprägt. Viele Themen entstehen ad hoc und müssen direkt gelöst werden, wodurch sich Prioritäten häufig verschieben. Man arbeitet dadurch im Reaktionsmodus.
Das kann punktuell motivierend sein, führt aber insgesamt zu wenig Stabilität. Es gibt kaum Phasen, in denen Aufgaben strukturiert abgeschlossen oder sauber nachbereitet werden. Vieles bleibt im „Weiterlaufen“ und nicht im „Fertigwerden“.
Image
Das Unternehmen tritt nach außen modern und strukturiert auf. Kunden nehmen ucm als innovativ und taktgebend wahr.
Intern, insbesondere von den Studenten im Einsatz, wird der fehlende Support sowie Fehler in der Payroll kritisiert. Die hohe Arbeitsbelastung sowie die Managementkommunikation sind hier bei Kununu oftmals Thema.
Work-Life-Balance
Die Arbeitsbelastung ist hoch und wenig planbar. Anforderungen entstehen oft kurzfristig und wirken sich direkt auf den Tages- oder Wochenablauf aus.
Eine klare Auslastungssteuerung ist nicht erkennbar. Die Organisation wirkt dauerhaft an ihrer Kapazitätsgrenze. In diesem Jahr haben bereits mehrere Kollegen, ohne Anschlussbeschäftigung, das Unternehmen aus eigenem Wunsch verlassen und sich zunächst bewusst eine Pause genommen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umwelt-/Sozialbewusstsein ist bei ucm immer der Rendite/Effizienz unterstellt.
Karriere/Weiterbildung
Eine strukturierte Förderung oder klare Entwicklungspfade sind nicht erkennbar. Die letzten Führungspositionen wurden extern besetzt, wodurch interne Entwicklungsmöglichkeiten begrenzt wirken.
Kollegenzusammenhalt
Im direkten Miteinander funktioniert die Zusammenarbeit gut. Kollegen unterstützen sich und helfen kurzfristig aus.
Gleichzeitig entsteht der Eindruck, dass dieser Zusammenhalt häufig notwendig ist, um strukturelle Schwächen auszugleichen. Viel Verantwortung liegt im Team oft bei einzelnen Personen – wenn sie ausfallen, entstehen schnell spürbare Lücken im Ablauf.
Umgang mit älteren Kollegen
Ein typischer Mitarbeiter ist Anfang 30 und gerade in der Familiengründung. Ältere Kollegen gibt es kaum. Anforderungen wie explizit geforderte KI-Kompetenzen in Stellenausschreibungen könnten für bestimmte Altersgruppen eine zusätzliche Hürde darstellen.
Vorgesetztenverhalten
Führung wirkt häufig unklar und wenig verlässlich. Erwartungen sind nicht konsistent und ändern sich teilweise kurzfristig. Dadurch entsteht der Eindruck, dass Entscheidungen situativ getroffen und später wieder relativiert werden.
Für Mitarbeitende ist schwer erkennbar, woran Leistung tatsächlich gemessen wird und welche Prioritäten langfristig gelten.
Arbeitsanweisungen der Führungskräfte kommen nicht selten nach Feierabend. Wichtige Themen werden spätabends umgesetzt, obwohl sie eigentlich mehrere Kontroll- oder Abstimmungsschleifen benötigen würden. In der Folge kam es wiederholt zu vermeidbaren, gravierenden Fehlern.
Kommunikation
Kommunikation erfolgt überwiegend situativ. Es gibt selten einen klaren, einheitlichen Stand, auf den sich alle beziehen können. Informationen kommen aus unterschiedlichen Quellen und müssen eigenständig zusammengeführt werden.
Dadurch entsteht zusätzlicher Aufwand, um überhaupt arbeitsfähig zu sein. Absprachen sind nicht immer eindeutig dokumentiert und entscheidende Meetings finden teilweise ohne die tatsächlichen Entscheidungsträger statt, was dazu führt, dass Themen mehrfach diskutiert oder unterschiedlich entschieden werden.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung ist marktüblich, steht jedoch nicht immer im Verhältnis zur Arbeitsbelastung. Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten, während Minusstunden ausgeglichen oder nachgearbeitet werden müssen.
Es gibt einzelne Benefits wie ein Jobticket oder eine Urban-Sports-Mitgliedschaft. Zusätzlich wird mehrmals pro Woche Frühstück bereitgestellt.
Gleichberechtigung
Das Team besteht aus vielen Nationalitäten. Auf Führungsebene ist die Verteilung jedoch nicht ausgewogen – aktuell ist nur eine der Top-Führungspositionen weiblich besetzt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind praxisnah und abwechslungsreich. Man übernimmt schnell Verantwortung und bekommt Einblicke in verschiedene Bereiche.
Gleichzeitig fehlt oft die Möglichkeit, Themen nachhaltig zu entwickeln. Neue Aufgaben kommen hinzu, bevor etablierte Strukturen entstanden sind, wodurch sich Probleme wiederholen.