Klarer Bezug auf den Intensivbereich, da diese Erfahrungen sehr unterschiedlich sein können.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Auf Pflegedienstleitungsebene habe ich gute Eindrücke gesammelt, diese wirken nahbar und interessiert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mobbing wird toleriert. Die Vorgesetzten sind keine Stütze, da sie nicht auf der Station unterstützen, eher sitzen sie zu 3. im Büro. Überlastungssymptome wurden auch wegignoriert. Bei Konflikten wurde nicht geholfen.
Verbesserungsvorschläge
Neue Kollegen ernst nehmen und unterstützen, mobbende Mitarbeiter ermahnen oder zumindest das Gespräch mit ihnen suchen. Toxische Teamkulturen unterbinden. Bei eindeutigen Überlastungsanzeichen von Mitarbeitern, diese nicht einfach hinnehmen, sondern handeln, ins Gespräch gehen. Helfen eine Lösung zu finden.
Arbeitsatmosphäre
Kaum Lob erhalten, andererseits wurde so ziemlich täglich irgendetwas kritisiert oder hintenrum gelästert. Die Vorgesetzten hat das nicht interessiert.
Kommunikation
Einarbeitung war gut, allerdings waren den Vorgesetzten die regelmäßigen Gespräche scheinbar nicht wichtig.
Kollegenzusammenhalt
Leider habe ich überwiegend negative Erfahrungen durch die Kolleg*innen erfahren, es gab wenige ehrliche und direkte Mitarbeiter. Es wurden nur gewisse Mitarbeiter viel unterstützt, je nach Sympathie. Es wurde während meiner Anwesenheit über mich gelästert, während ich mich praktisch zweigeteilt habe um der Arbeit gerecht zu werden, anstatt einer neuen Mitarbeiterin zu helfen.
Work-Life-Balance
War überhaupt nicht mehr gegeben. Mein soziales Leben hat sehr stark gelitten, da ich vorwiegend Spät- und Nachtdienste bekommen habe. Es kam auch vor, dass ich einmal eine Ruhezeit von nur circa 8,5 Stunden hatte. Wurde billigend in Kauf genommen. Ruhezeiten von 9 Stunden kommen regelmäßig bei vielen Mitarbeitern vor, da die Dienstplanung es anders nicht hergegeben hatte.
Vorgesetztenverhalten
Habe leider nie Hilfe erfahren, trotz meiner Berichte über Mobbing, welches ich erfahren musste. Selbst bei dem Konflikt mit einem Oberarzt, der nebenbei als schwierig und jähzornig beschrieben wurde, erhielt ich keine Unterstützung. Die Vorgesetzten waren praktisch maximal physisch anwesend und haben den Mitarbeitern auch personelle Engpässe zum selbst klären überlassen.
Interessante Aufgaben
Gerecht aufgeteilt nein. Beziehungsweise, bei Sympathie erhielt man viel mehr Unterstützung. Außerdem wurde sehr viel Mikromanaging betrieben.
Gleichberechtigung
In dem Berufsbild der Pflege ist Gleichberechtigung von Grund auf mehr gegeben, auch bei diesem AG.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen werden vom Unternehmen eingestellt, langdienende Mitarbeiter werden auch gefördert.
Arbeitsbedingungen
Technik auf dem neusten Stand, je nach Bereich ist auch Klimatisiert. Geräuschpegel sehr unterschiedlich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mülltrennung ist verfügbar aber über die Mengen an Müll, die zusammenkommen, wird nicht gesprochen. Es soll sogar noch mehr auf Einmalprodukte umgestellt werden.
Gehalt/Benefits
Gehalt war gut und immer vor Monatsanfang auf dem Konto, oft am letzten oder vorletzten Tag.
Image
Viele Menschen wundern sich nicht, wenn ich ihnen von meiner Kündigung erzähle oder auf welcher Station/in welchem Bereich ich tätig war. Ist anscheinend allseits bekannt, dass es ein sehr toxisches Klima ist, was dann wieder den Ruf beeinflusst. Kollegen reden auch oft schlecht über den Arbeitgeber.
Karriere/Weiterbildung
Gute Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten.


