Nur etwas für abgestumpfte Leute, die gerne nach "Schema F" arbeiten.
Gut am Arbeitgeber finde ich
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Schlecht am Arbeitgeber finde ich
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Verbesserungsvorschläge
Zwischen meinen geschriebenen Zeilen stehen massenhaft Vorschläge zur Verbessrung. Wer nicht Willens ist sich damit auseinander zu setzen, hat es nicht anders verdient.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war über die Jahre meiner Zugehörigkeit schwankend. Und dazu durchgängig unter dem Mittelfeld schwankend. Die über die Jahre wechselnden Führungspositionen (obgleich Geschäftsführung, Objektleitung, Sachgebietsleitung) wurden meiner Meinung nach nie mit Qualitätspersonal bekleidet. Menschen mit zu viel Ego und Kritikunfähigkeit und zu wenig Loyalität gegenüber ihren Mitarbeitern - oder zumindest jenen, die ihnen nicht der Nase nach geredet und mit Spitzhut herumgelaufen sind. Am Ende warst du eine Nummer. Du solltest funktionieren. Wie war egal.
Image
Das Image der UMGf ist für Außenstehende super! "Oh, Sie arbeiten in der Uni? Großartig!" Dass es sich aber um ein Tochterunternehmen handelt, welches nicht unbedingt was mit der Uni selbst direkt was zu tun hat (im Angestelltenverhältnis), das sehen oder verstehen die Wenigsten. Die Uni war in frühreren Jahren und Zeiten ein echter "Feld in der Brandung" in Göttingen bzw vielleicht auch Niedersachsen. Aber die Zeiten haben sich geändert. Nicht nur die UMGf, sondern auch die Uni an sich ist kein toller Arbeitgeber mehr, wie es mal früher war. Privatisierung sei Dank?!
Work-Life-Balance
Work-Life-Balance ist tatsächlich eine Ansichtssache. Man schiebt 12-Stunden Schichten in der Sicherheitsbranche in der UMGf. Superlange Arbeitstage, aber auch daran kann man sich gewöhnen. So tat ich. Und ich habe bei 180 Stunden im Monat 15 Dienste machen müssen und hatte demnach 15 Tage im Monat frei. Schlecht war das nicht, keine Frage. Aber die Tage an denen du arbeiten musstest war nicht viel mit Freizeit.
Karriere/Weiterbildung
Viel erreichen kannst du nicht. Du kannst Schichtleiter werden, Tastaturpirat spielen und den Bürostuhl 12 Stunden bekleiden oder Fachkraft für Schutz und Sicherheit werden. Oder so. Dich selbst weiterbilden. Das wars. Als Schichtleiter bekommst du auch mehr Cash, das ist bekannt. Aber deine dir angeeignete Position als Fachkraft bekommst du NICHT entlohnt. Du kannst du gerne weiterbilden, aber erwarte nicht, dass du dadurch mehr Geld am Ende auf dem Konto hast.
Kollegenzusammenhalt
Kollgenzusammenhalt war schwankend. Es kam darauf an WER mit in der Schicht war. Nichts gegen die Menschen, die dort eingestellt worden sind, aber gefühlt gab es selten "Bewerbungsgespräche" sondern pure Einstellungsgespräche mit der durchaus vorstellbaren ersten Frage "wann können Sie anfangen?!". Weil das ausgesuchte Personal eben jenen Eindruck machte. Quereinsteiger aus allen Bereichen, (Langzeit-)Arbeitslose und Leute, die schlicht abgestürzt, gescheitert oder durch jedes Raster gefallen sind. Aber es gab auch Mitarbeiter die hat man geschätzt, weil sie nicht stumpfsinng, oberflächlich und nichtdenkend waren. Aber eben diese waren leider zu selten.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen wurden gleich behandelt. Bzw nicht anders, als Frauen, jüngere oder sonstige. Es ging nie darum, WAS oder WER du bist. Sondern WIE du bist. Generell. Und zu einzelnen Personen.
Vorgesetztenverhalten
Am Vorgesetztenverhalten kann ich nicht ein einziges gutes Haar lassen. Der kritischste Punkt in der ganzen Bewertung. Gleichberechtigung, Rücksichtnahme, Respekt. Alles Fehlanzeige. Und wehe, du drehst den Spieß um! Dann wird es sogar noch ekelhafter. Zuteilung unliebsamer Arbeiten, Gängelung, Benachteiligung. Und bist du zu unbequem und steckst den Finger in die Wunde wirst du gnadenlos gecancelt. Es hat sich über meine Betriebszugehörigkeit hinweg gezeigt, dass man als Spitzhutträger ein durchaus gutes Leben da führen konnte. Problematisch ist es nur, wenn dir Spitzhüte aber nicht stehen...
Arbeitsbedingungen
Arbeitsbedingungen sind durchwachsen. Arbeitsmittel (zB Smartphohnes mit Displayschaden und scharfen Kanten) musste über Monate defektweitergenutzt werden, es wurde kein Ersatz besorgt. Die Fahrzeuge sind auch nur der nötigsten Wartung unterzogen worden und waren "die Schlurren jedermanns". Das Objekt an sich ist ein baufälliges Gebäude mit schöneren und weniger schönen Seiten.
Kommunikation
Zu Beginn meiner Beschäftigung vor Jahren dort wurden öfter Mitarbeiterversammlungen und Besprechungen für ALLE Kollegen anberaumt. So zumindest unter der früheren, ersten Geschäftsführung. Davon war zum Ende nicht mehr viel zu spüren. Die einzige Kommunikation die man bekam war aber durchgängig Kritik, sobald man von der Norm abwich, anfing zu denken oder gar versuchte Gleichberechtigung geltend zu machen. Dann auch nicht fragend oder klärend. Sondern vorwurfsvoll und mit dem Unterton sich den bisher geltenden Gegebenheiten wieder anzupassen.
Gehalt/Benefits
Für einen solch sensiblen Job ist die Bezahlung eine Frechheit. Die Sicherheitsbranche ist blöd gesagt die privatisierte Polizei. Und dementsprechend hast du auch mit Klientel zu tun, was den Job gefährlich werden lässt. Weder wird das gewertschätzt noch entlohnt. Unabhängig davon, dass solche Situationen zum Glück selten waren oder glimpflich verlaufen sind, so besteht doch ein erhöhtes Risiko für Gefahren. Und in diesem Zusammenhang sind die Zahlungen (vor allem Zuschläge für Sonn- und Feiertage) eine Frechheit!
Gleichberechtigung
Nächster, katastrophaler Punkt. Passend und ziemlich gleichgesetzt mit dem Vorgesetztenverhalten. Nun: Gleichberechtigung kann man hier auf verschiedene Teilbereiche gliedern. Frauen werden in dem Berufszweig gleich behandelt. Sie bekommen den gleichen Tariflohn und solange sie nicht zur Vertternwirtschaft der nächsthöheren Postionen angehörten, haben sie auch keine sonstigen Bevorteilungen genossen. Wie man aber schon rauslesen kann, ist Gleichberechtigung nicht ein geschlechtliches Ding, sondern ein persönliches. Manche waren Gleicher als Gleich. Hast du dich mit den Vorgesetzten besser verstanden, hast du auch mal "mehr" bekommen. Mehr (Wochenend-)Dienste. Sinnvoller gestaltete Dienstpläne ohne Stückelungen. Bei Fehlleistungen wurdest du nicht gleich gekündigt oder versetzt, sondern es wurde sich für dich eingesetzt, mit dir gesprochen statt dich noch zusätzlich auf den Pott zu setzen.
Interessante Aufgaben
Einer der besten Punkte. Die Arbeit in der Sicherheit in der UMGf ist so dermaßen abwechslungsreich. Und selbst die gleichen Tätigkeiten sind jedes mal anders, weil du meistens mit Menschen zu tun hast und die Rahmenbedingungen für deine Tätigkeit fließend sind und sich ändern. Zudem gibt es einfach eine Vielzahl an Aufgaben und Möglichkeiten. Langweile ist nichet die Norm. Zumindest, wenn man "mit Köpfchen" und nicht stumpfsinnig sein Soll abarbeitet, sondern wachsam unterwegs ist.