Ich bereue meinen Weggang nicht
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das vielfältige Tätigkeitsfeld und das etwas (die anderen machen auch gute Arbeit) höhere, fachliche Niveau was belebt und anregt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Meine Meinung: Was soll ich noch dazu sagen? Hab mir viel Zeit für die Rezension gelassen und lange überlegt obs überhaupt eine braucht. Bin persönlich einfach nur erleichtert den Arbeitgeber gewechselt zu haben. Im Nachhinein finde ich die Uni groß und "kalt". Ich empfinde die Strukturen im Nachhinein als antiquiert und fühle mich so, als hätte ich in einem Betrieb der 50er Jahre gearbeitet. Ich würde jedem davon abraten dort zu arbeiten. Den Ruf interpretiere ich im Nachhinein eher als Nimbus. Bei manchen anderen Arbeitgebern gibt es, meiner Erfahrung nach, mehr Lohn, bessere inhaltliche, konzeptionelle und strukturelle Mitgestaltungsmöglichkeiten. Krankenhäuser sind oft ein hartes Arbeitsfeld. Man kann dieses Arbeitsfeld (auch Abseits von Lohn und Mitbestimmung) trotzdem so gestalten, das Mitarbeitende sich trotz widriger Arbeitsbedingungen wertgeschätzt fühlen
Verbesserungsvorschläge
Meine Meinung: Ändert euern Spirit ( Ich h das Gefühl das er früher mal besser war). Dringend : Verbesserung des Gesamtarbeitsklimas und des Miteinanders. Mehr echte Wertschätzung für die Angestellten (Für alle Professionen und Hierarchien) Das klingt alles nach hohlen Phrasen- das gibt es aber woanders und wird woanders von der Direktion erarbeitet und nicht von Angestellten, die kaum Befugnisse haben und deren Ergebnisse dann oft makulativ umgesetzt werden (-war zumindest manchmall mein Eindruck). Gebt euch eine echte innere Agenda. Des Weiteren seh ich aktuell wenig Chancen für Verbesserung. Das Problem ist , meiner Ansicht nach, strukturell. Es beginnt beim rechtlichen Status mit limitierter Entscheidungsautonomie fürs Unternehmen. Auch die fast vollumfängliche Leitung der Fachabteilungen, durch Professoren und leitende Oberärzte, fand ich persönlich oft altbacken und fragwürdig. So lange solch antiquiert wirkenden Strukturen herrschen möchte ich der Uni keine Emofehlungen geben
Arbeitsatmosphäre
Meiner Erfahrung/Empfindung nach: Ich fühlte mich, trotz guter persönlicher Performance, oft unter hohem Druck. Auch hatte ich das Gegühl, das im Laufe der Jahre der Fatalismus vieler Kolleginnen um mich herum zu nahm.
Image
Image ist fantastisch und stimmt meines Erachtens nach auch in vielen Bereichen
Work-Life-Balance
Meiner Erfahrung/Empfindung nach: nicht vorhanden. Kein geregelter Schichtdienst, Selten verlässlicher Wunschdienstplan. "Hick hack" um die Urlaubsplanung. Alles äußerst Schwierig für Alleinerziehende
Sabbatical braucht man aktuell nicht ansprechen. Häufige Dienstplanänderungen + häufiges Einspringen. Manchmal unabgesprochene Versetzungen, Schwierig nach der Elternzeit an den alten Arbeitsplatz zurückzukehren. Aushelfen in anderen Fachbereichen (zugegeben dies eher selten aber das gibt es) . Aushelfen in anderen Abteilungen -oft,
Karriere/Weiterbildung
Is meines Erachtens nach ok
Gehalt/Benefits
eine Meinung: andere (äquivalente Arbeitgeberangebote) zahlen besser oder zahlen Betriebsrenten gänzlich. Bei der Uniklinik muss man als Angestellter die Betriebsrente mitfinanzieren.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
In 20 Jahren habe ich nichts in diese Richtung mitbekommen. Selbst wenn es solche Programme gäbe.
Kollegenzusammenhalt
Meiner Erfahrung/Empfindung nach : in der eigenen Berufsgruppe meist ok.
Umgang mit älteren Kollegen
Kommt meines Erachtens auf die Abteilung und Berufsgruppe an. Von einem Konzept für diese hatte ich nie was gehört oder gelesen
Vorgesetztenverhalten
Meiner Erfahrung/Empfindung nach : TopDown. Ich wills mal so sagen: ich wurde in über 20 Jahren nie von einem Vorgesetzten gefragt wie es mir geht (das ist wirklich wahr). Ich brauch das auch nicht aber ich finde es bemerkenswert
Arbeitsbedingungen
Eigene Erfahrung: in meiner Einheit permanent Raummangel + "Arbeitsplatz -sharing. Chronischer Personalmangel. Keine Klimaanlage im Dachgeschoss. Chef + Sekretariat (Erdgeschoss) hat aber Klimaanlage.
Kommunikation
Meiner Erfahrung/Empfindung nach: oft Hierarchisch. Oft keine Kommuniktion., Schnell und ohne Partizipation.
Gleichberechtigung
Meinem Gefühl nach: mal so mal so. Wenn man Gleichberechtigung zwischen den Berufsgruppen einbezieht, wirds für die Uniklinik wieder "eng" . So bekommen "höhere Hierarchien" mit fußläufigen Wohnadressen in Erlangen, einen Parkplatz (welcher in den meisten Abteilungen immer für den Eigner freizuhalten ist) obschon Parkplatzmangel ein riesen Problem war.
Interessante Aufgaben
Top Aufgaben. Für viele (wird oft im Gespräch geäußert) ein letzter, großer Motivator