Viel Lehrgeld, durchaus wertvolle Erfahrung, aber leider viel Verbesserungsbedarf
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Möglichkeit je nach Arbeitsfeld, Homeoffice machen zu können und dafür auch einen Laptop zur Verfügung gestellt zu bekommen. Endlich ein Sportbenefit (wellhub)
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich glaube, das ergibt sich aus den oben stehenden Punkten.
Verbesserungsvorschläge
Vermutlich müsste man hier grundlegend aufräumen, da die Strukturen und Karriereoptionen vor allem begünstigen, dass Personen in Führungspositionen landen, die menschlich eher fragwürdig sind.
Beim Thema Ernährung: Bewusstsein schaffen, dass dies ein wichtiges Thema ist. Berufsgruppen fördern, die in dem Bereich entweder eine staatlich anerkannte Ausbildung gemacht oder ein Studium absolviert haben, und nicht abwatschen, dass die Ernährungstherapie ja auch andere Leute machen können. Arbeitsplätze schaffen, bei der UKK einstellen und nicht bei der Tochterfirma Catering, fair bezahlen.
Generell die Arbeitsbedingungen nochmal überarbeiten, vor allem was die Ausstattung betrifft. Gerade präventiv kann man hier doch ganz viel tun, damit Mitarbeitende nicht erst Probleme am Bewegungsapparat oder an den Augen bekommen.
Arbeitsatmosphäre
Steht und fällt mit dem Team
Kommunikation
Teilweise sehr schlecht, auch innerhalb einer Abteilung oder eines Teams
Kollegenzusammenhalt
Steht und fällt mit dem Team
Work-Life-Balance
Permanenter Leistungsdruck, weil zu viel Arbeit auf zu wenige Mitarbeitende verteilt wird und das zieht sich chronisch durch
Vorgesetztenverhalten
Ganz übel: von Manipulation zu Bloßstellung vor den Kolleg*innen durch Anschreien/Beleidigen. Leider auch ohne Konsequenzen; es soll aber auch Nette geben (laut einer Kollegin, die gewechselt hat)
Interessante Aufgaben
Mein Aufgabenfeld ist spannend, das hat aber nicht per se etwas mit der UKK zu tun
Gleichberechtigung
Auch da habe ich gruselige Sachen gehört, von Fragen nach dem Kinderwunsch im Bewerbungsgespräch zu unangebrachten Kommentaren hintenrum ("am Liebsten wäre mir eine Mitarbeiterin über 40 und ohne Kinder"; Je nach Team aber wieder besser
Umgang mit älteren Kollegen
Könnte für meinen Geschmack manchmal respektvoller sein
Arbeitsbedingungen
Es kommt darauf an: Arbeitsausstattung ist schlecht, aber für den öffentlichen Dienst eventuell normal?! Man bekommt quasi das, was irgendwie da ist. Alte Monitore aus den End 2000ern/Anfang 2010ern (teils flackernd), keine höhenverstellbaren Schreibtische. Dafür muss man bereits ein attestiertes Rückenleiden haben. Manche Kolleg*innen haben nach Monaten keinen eigenen Arbeitsplatz, wenn man Glück hat bekommt man einen richtigen Schreibtischstuhl.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Da sehe ich zumindest keine Bemühungen
Gehalt/Benefits
Halt nach Tarifvertrag. Man muss aber trotzdem hinterher sein, dass man hier als externe Person, die erstmalig ans Uniklinikum kommt und bereits Berufserfahrung hat, angemessen eingestuft wird. Leider ist es auch eine Sache mit der Bezahlung, wenn man bestimmte Lehrgänge absolviert hat oder gar studiert hat. Je nach Fachrichtung ist der UKK das ziemlich egal oder es gibt monatelange Diskussionen mit der Personalabteilung. Rückhalt durch meine Vorgesetzte fehlte hier auch. Und da frage ich mich: Möchte die Uniklinik eigentlich qualifiziertes Personal haben? Denn irgendwie wird das leider nicht wirklich gewürdigt.
Achso ja, seit diesem Jahr bekommt man Zugang zur Plattform Wellhub und man hat durchaus Zugriff auf die Mitarbeitendenangebote. Das ist schon cool, wenn man es nutzt.
Image
Bestimmt sind manche Abteilung gut...aber ich wundere mich, genauso wie die anderen Kommentator*innen, warum die UKK so einen guten Ruf nach außen besitzt. Auch hier schließe ich mich meinen Vorredner*innen an: Wenn man einmal hinter die Kulisse blickt, bröckelt die Fassade gaaaaanz schnell. Stellenweise mir nicht begreiflich, warum es Maximalversorgung genannt wird. Wirkt leider an manchen Stellen eher so, als ob es vor allem um die finanzielle Optimierung geht.
Karriere/Weiterbildung
Tja, ich knüpfe hier nochmal an den Punkt Gehalt/Benefits an. Je nach Fachrichtung (bei mir z.B. auch Ernährung) erfährt dies keinerlei Würdigung. Das ist schade, da ich mir von einem guten Arbeitgeber wünschen würde, dass Engagement und der Wille, sich fortzubilden, gewertschätzt werden sollten. Es kommt jedem zugute. Den Patient*innen und dem Arbeitgeber.

