Gut als Einstieg ins Projektmanagement, nichts um langfristig zu wachsen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Interessante und vielfältige Projekte, zumindest in der Vergangenheit. Homeoffice.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Vorgesetztenverhalten, die interne Kommunikation, die Arbeitgeberattraktivität für die Mitarbeitenden. Die krassen Einsparmaßnahmen, die jegliche Mitarbeitendenbindung zunichte machen.
Verbesserungsvorschläge
Stark an Kommunikation und Vorgesetztenverhalten arbeiten. Beides verdirbt die Freude an der Arbeit.
Arbeitsatmosphäre
In den Kundenprojekten habe ich mit super professionellen, freundlichen und kompetenten Menschen gearbeitet. univativ-intern empfinde ich die Atmosphäre angespannt. Die Prozesse sind an vielen Stellen umständlich, in Mailanfragen benötigt es teilweise 4 "Vermittler", weil der Dienstweg von den Projektmitarbeitenden zu den internen, zentralen Stellen wie HR und Payroll eingehalten werden soll, statt den direkten Weg von Projektmitarbeitenden zu HR/Payroll mit der Führungskraft in cc zu gehen. Kritik sowie Nachfragen werden als störend empfunden, besonders von Personen, die viel zu tun haben. Wäre einfach lösbar, indem direkte, transparente Kommunikationswege genutzt werden.
Image
Meine Kunden waren bisher zufrieden. So schlecht wie es intern läuft, ist es nach außen nicht sichtbar.
Work-Life-Balance
Durch Homeoffice passt die Arbeit gut in den Alltag. Je nach Kunde und Projekt können aber Einsätze zwischen 1 und 5 Tagen je Woche möglich sein. Überstunden fallen gelegentlich an, können aber abgefeiert oder ausbezahlt werden.
Karriere/Weiterbildung
Karriere ist möglich, wenn die Rollen dafür frei werden, aber nur begrenzt in dem Rahmen, wie die Projekte anspruchsvoll sind.
Weiterbildung wird nur in finanziell starken Zeiten gewährt. Es gibt zwar eine Online-Academy mit Schulungen zu verschiedenen Themen, aber die Kurse dürfen aktuell nicht während der Arbeitszeit gemacht werden, weil die Projektlage angespannt ist.
Kollegenzusammenhalt
Mit den Kunden und unter den Projektmitarbeitenden gut bis sehr gut. Nach intern zur zentralen Ansprechperson bzw. den Zentralfunktionen gibt es keine Basis.
Vorgesetztenverhalten
Manche Vorgesetzte sind den Projektmitarbeitenden sehr zugewandt, hören zu und nehmen deren Anliegen ernst. Andere fühlen sich nur in ihrem Arbeitsfluss unterbrochen, haben keine Zeit für (Teams-)Telefonate oder Termine außer der Reihe. Manche lassen sich von den Mitarbeitenden auf der Nase herumtanzen, anstatt eine Richtung vorzugeben und echte Führung zu leben. Andere sind so unorganisiert, dass sie Aufgaben verteilen, die sie 5 Tage später widerrufen, wenn die Aufgabe zu 50 % erledigt ist und Unterstützung vom Kunden angefragt wurde.
Akquise neuer Projekte und Kunden läuft schleppend, u.a. weil zu spät intensiv gesucht wurde, um ein Projektloch abzufangen.
Arbeitsbedingungen
Gut dank Homeoffice. Hier ist jede frei in der Gestaltung des eigenen Arbeitsplatzes. Bildschirm, externe Tastatur und Maus und werden bei Bedarf zusätzlich zu Laptop und Smartphone gestellt. 30 Tage Urlaub, aber der 24. und 31.12. sind jeweils ganze Urlaubstage. Urlaub kann normalerweise flexibel geplant werden, sofern beim Kunden kein Hochphase im Projekt ist.
Kommunikation
Siehe Arbeitsatmosphäre. Prozesse sind unnötig aufgebläht, weil Projektmitarbeitende ihre Ansprechperson haben, die ihrerseits die Anliegen der Mitarbeitenden nach innen zu HR, Payroll etc. tragen soll. Die Zentralstellen lassen sich nur per Mail erreichen und reagieren nicht auf Anfragen für kurze (Teams-)Telefonate, verweisen teilweise auf die Ansprechperson zurück.
Austauschformate sind seit einem 3/4 Jahr abgeschafft. Das aufgelebte Format hat 1x stattgefunden. Der nächste Termin wurde ersatzlos abgesagt weil die Zeit, die die Projektmitarbeitenden in diesem internen Format verbringen, nicht an den Kunden verrechnet werden könne und das in der aktuellen, angespannten wirtschaftlichen Lage nicht leistbar wäre für 5 Mitarbeitende.
Das neue Arbeitszeiterfassungstool wurde 1 Tag vor dem Weihnachtsurlaub eingeführt, d.h. es gab eine Mail mit einer Anleitung, wie man sich im neuen Tool registriert und dass das alles noch vor dem Jahresende passieren MUSS. Benutzername waren veraltete Mailadressen. IT macht sich über die Kritik der Kurzfristigkeit lustig, sie wollten das Thema vor Januar "von der Backe haben".
Gehalt/Benefits
Es gibt 12 Monatsgehälter, mittlerweile 30 Tage Urlaub (aber nur für diejenigen, die danach fragen), immerhin Homeoffice und das war es auch schon. Gehalt ist ok für die Aufgabe und Verantwortung. Allerdings wurde die Absprache nicht eingehalten, dass das Gehalt nochmals angehoben wird, wenn 6 Monate in der neuen Rolle vergangen sind und die Anforderungen erfüllt wurden. So gab es seit anderthalb Jahren keine Anpassung mehr. Davor gab es jährlich mindestens einen Inflationsausgleich.
Interessante Aufgaben
Durch wechselnde Projekte viele Einblicke in verschiedenste Fach- und Geschäftsbereiche. Manche davon allerdings nicht so anspruchsvoll, wie der Consultant arbeiten könnte. Kommt immer darauf an, welche Projekte sich ergeben.