Exzellenz-Status nur auf dem Papier. Verwaltungswahnsinn und fehlende Führung!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Forschungsthemen an sich sind spannend und bieten theoretisch viel Potenzial. Der Austausch mit den direkten Kollegen (andere WiMis) ist oft solidarisch, da alle im selben Boot sitzen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Anspruch einer "Exzellenzuniversität" klafft weit mit der Realität des Arbeitsalltags auseinander. Die Strukturen sind extrem verkrustet. Prozesse, die in der freien Wirtschaft Tage dauern, ziehen sich hier über Wochen oder Monate. Man kämpft mehr mit der Bürokratie als dass man forscht. Besonders enttäuschend ist die Diskrepanz zwischen dem Außenimage und der internen Organisation.
Verbesserungsvorschläge
Führungskräfteschulungen für Professoren sind dringend notwendig, fachliche Exzellenz bedeutet nicht automatisch Führungskompetenz.
Digitalisierung und Beschleunigung der Verwaltungsprozesse (echte Workflows statt Papierkrieg).
Abbau des Hierarchiedenkens: Ein respektvoller Umgang sollte nicht vom Titel oder der Gehaltsgruppe abhängen.
Arbeitsatmosphäre
Geprägt von Frustration über die langsamen Mühlen der Verwaltung. Die Motivation leidet stark unter der Trägheit des Systems. Man hat das Gefühl, gegen Windmühlen zu kämpfen, um selbst kleinste Beschaffungen oder Anträge durchzubringen.
Vorgesetztenverhalten
Leider ist der zuständige Professor faktisch nicht erreichbar. Termine sind kaum zu bekommen, Feedbackschleifen dauern ewig oder finden gar nicht statt. Man wird mit seiner Forschung oft allein gelassen, während gleichzeitig Ergebnisse erwartet werden. Hier fehlt es massiv an Betreuung und modernem Leadership.
Kommunikation
Die Kommunikation ist extrem schwerfällig und intransparent. Informationen fließen, wenn überhaupt, nur sehr langsam und oft über den Flurfunk statt über offizielle Kanäle. Es gibt kaum strukturierte Meetings, in denen Probleme offen angesprochen werden können.