Leider im Abwärtstrend
Gut am Arbeitgeber finde ich
- Pünktlicher Gehaltseingang
- Schönes Büro
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Wenig Vertrauen in die Angestellten
- Viele Try-Hards, die unter allen Bedingungen versuchen sich nach oben zu boxen
- Themen wie psychologische Sicherheit, Wertschätzung und Offenheit gegenüber dem Mitarbeiter sind nichtpräsent
Verbesserungsvorschläge
Die Umstrukturierung hin zu "Yet another consulting company" wird schiefgehen bzw. viele derer, die den "Ventum-Spirit" ausgemacht haben sind schon weg oder sind innerlich schon weg und ziehen sich dementsprechend zurück.
Vergleicht die Feiern, Teamevents und auch einfach nur die Atmosphäre heute mit der von vor drei, vier Jahren. Es ist ein Trauerspiel. Es gab schon immer Bereiche, in denen Menschlichkeit und Miteinander nicht so groß geschrieben wurden, aber diese sind in den letzten anderthalb Jahren dominant geworden. Der Mitarbeiter ist zu einer Zahl geworden, es geht nur darum möglichst viel rauszuholen.
Das fast schon manische Versuchen irgendwie sich neu auszurichten und neu zu erfinden ist Ausdruck der Planlosigkeit.
Arbeitsatmosphäre
Meinem Eindruck nach kommt es hier enorm auf den Bereich / Kunden an, in dem man eingesetzt ist. Seit der Restrukturierung in sog. Areas werden die angenehmen Bereiche aber immer weniger.
Image
In ein paar Kontexten wird man geschätzt, aber am Ende ist man eine der verlängerten Werkbänke. Und wenn die Hauptkunden husten, kriegt die Firma eine Lungenembolie.
Work-Life-Balance
Machbar, wenn man ein dickes Fell hat. Und das braucht man, sonst ist man schnell bei unbezahlten Überstunden, ständiger erreichbarbarkeit und völliger Selbstaufgabe.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Aus meiner SIcht versucht man hier seit Jahren Feigenblätter zu finden. Faktisch ist man hier aber bestenfalls genauso gut oder schlecht wie andere auch. Gemeinsames Skifahren lässt grüßen. Den sensiblen, bedrohten Naturraum der Alpen leidet.
Karriere/Weiterbildung
Wenn man sich anpasst, in kleinem Rahmen möglich. Wer Buzzwords, schicke Folien und Selbstdarstellung kann ist klar im Vorteil.
Das Weiterbildungsbudget ist gut, es ist aber ein Drang dahin zu spüren, dass nur noch Unternehmensdienliche Fortbildungen gemacht werden.
Kollegenzusammenhalt
Gibt es, wenn man die richtigen kennt. Gleichzeitig kann man aus meiner Sicht auch genug Kollegen identifizieren, die sich durch Denunziation und Ausbooten Vorteile erhoffen.
Vorgesetztenverhalten
Aus meiner Erfahrung heraus eine Farce. In letzter Zeit treten auch die, die wirklich als Führungskraft geeignet waren immer mehr zurück und machen den Weg frei für Seelenverkäufer. Generell deutet das sich Zurückziehen der fähigen Führungskräfte stark darauf hin, dass es im Unternehmen ganz grundlegend nicht mehr funktioniert.
Arbeitsbedingungen
Schönes Büro, Laptop und Smartphone tun ihren Dienst. Meist bekommt man eh Geräte vom Kunden.
Das Büro ist meist leer, das liegt nur bedingt daran, dass Corona das Thema Home Office gepusht hat oder dass alle beim Kunden vor Ort sind. Das leere Büro ist Spiegelbild für die Schieflage in der man ist.
Kommunikation
Man kommuniziert viel, so richtig sagen tut man aber nichts. Es werden große Prozesse und Maßnahmen vorgestellt, am Ende bleibt es aber die gleiche Suppe, in der man schon immer schwimmt. Zudem ist der Eindruck, dass gerne kommuniziert wird, es geht aber nicht um Austausch und Dialog, sondern um Vorgaben und Statements.
Gehalt/Sozialleistungen
Ok. In München macht man keine riesen Sprünge, aber es reicht aus.
Gleichberechtigung
Es wird wenig dafür getan aus meiner Sicht.
Interessante Aufgaben
Gibt es, wenn man sich entsprechende Projekte ergattern kann.