Immer mehr Wasserkopf
Gut am Arbeitgeber finde ich
Wenn man weiß wie, kann man eigenverantwortlich, relativ in Ruhe arbeiten und entsprechend vorankommen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Der Wasserkopf wird größer und größer und lähmt eine produktive Arbeitsweise immer weiter.
Verbesserungsvorschläge
Wieder wird umgeplant, wieder werden Sachen wie Entwicklungsvereinbarungen mit noch mehr Wasserkopf belegt und wieder zeigt sich: Es gibt zu viele Partner, Principals und Manager. Diese müssen sich bespaßen und mit immer neuen Ideen ihre Daseinsberechtigung aufs Neue unter Beweis stellen. Würden diese internen Planungs-, Kontroll- und Diskussionsorgien durch wertschöpfende Arbeit ersetzt, käme die Firma weiter.
So wird an immer neuen internen Prozessen gebaut, die die produktive Arbeit noch weiter zurückdrängen. Derweil werden neue Kollegen gerne mal im Projekt verheizt, hat der Verantwortliche Manager gerade doch viel mehr damit zu tun, sich neue Titel, Pfade oder Karrieremodelle in internen, sich selbsterhaltenden Diskussionsrunden auszutüfteln.
Arbeitsatmosphäre
Hängt vom Projekt und den Kreisen ab, in denen man sich bewegt. Man kann es sich aber einrichten.
Image
Wer gut performed, wird vom Kunden geschätzt. Die Firma Ventum ist beim Kunden aber auch nur eine Nummer, den Mehrwert schafft der einzelne Berater, der dann auch wieder eingekauft wird. Ventum als Firma ist ein Nobody.
Work-Life-Balance
Durchaus vorhanden, sobald man aber weiterkommen will zählt vor allem die "Extrameile" in Form von Überstunden, nicht so sehr die Qualität der Arbeit. Das Thema "Vertrauensarbeitszeit" ist so oder so eine Lachplatte.
Karriere/Weiterbildung
Kennt man die Richtigen, ist es okay.
Gehalt/Sozialleistungen
Hängt stark davon ab, wo man unterwegs ist. Kennt man die Richtigen, kommt man mit einem guten Gehalt davon, kennt man sie nicht, ist man für Münchener Verältnisse unterbezahlt und kommt nicht voran.
Der neueste Vorstoß bzgl. Gewinnbeteiligung zeigt mal wieder, dass viele gut bezahlte Manager und andere höhrere Pöstchen versuchen, ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Viele Feigenblätter. Inwiefern man die jährliche Firmenskitour noch braucht, wenn man sonst so sehr wert auf CO2-Neutralität legt, ich weiß es nicht.
Kollegenzusammenhalt
Teilweise da, teilweise aber auch sehr viel Politik und Ränkespiele.
Umgang mit älteren Kollegen
Gibt nur wenige, daher neutral
Vorgesetztenverhalten
Stark abhängig von den Personen, definitiv aber zu viele, die vom stark strapazierten Thema Leadership und Adult-To-Adult keine Ahnung haben
Arbeitsbedingungen
Beim Kunden oft prekär, das Ventum-eigene Office ist okay.
Kommunikation
Unterirdisch. Was in den Führungskreisen ausgekocht wird, landet im Rahmen von zwei, drei großen Terminen im Jahr a la "Vogel friss oder stirb" in den "niederen" Rängen, die sich zu arrangieren haben.
Gleichberechtigung
Wie in vielen Beratungen dann doch stark durch den Typus "Alter, weißer Mann" geprägt.
Interessante Aufgaben
Kann man sich beschaffen, wenn man weiß wie.