Zwischen guten Rahmenbedingungen und schwieriger Führung
Arbeitsatmosphäre
In meinem direkten Umfeld gibt es viele nette Kollegen und innerhalb des eigenen Bereiches funktioniert einiges gut. Gleichzeitig ist die Stimmung im Fachbereich aus meiner Sicht stark von der Führung auf GBL-Ebene geprägt. Die Art und Weise, wie dort teilweise geführt, kommuniziert und gearbeitet wird, ist für viele Mitarbeiter spürbar und zieht die Stimmung entsprechend nach unten. Gerade das teilweise sehr starke Mikromanagement, wechselnde Erwartungen und der Umgang in bestimmten Situationen sorgen für eine Atmosphäre, in der man sich teilweise lieber zweimal überlegt, wie man ein Thema anspricht.
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Intern wird aus meiner Erfahrung deutlich negativer über die VGF gesprochen, als es nach außen vermittelt wird
Work-Life-Balance
Überstunden halten sich grundsätzlich in Grenzen und es gibt viele Freiheiten. Teilzeit und auch andere Arbeitsmodelle sind möglich.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen gibt es grundsätzlich viele. Allerdings besteht ein großer Teil davon aus Selbststudium und Online-Schulungen, die man einfach absolvieren und abhaken soll. Teilweise hat man eher das Gefühl, mit Schulungen und neuen Verantwortlichkeiten überschüttet zu werden, anstatt gezielt gefördert und entwickelt zu werden.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt kommt zuverlässig . Jedoch steht die Vergütung aus meiner Sicht nicht bei allen Tätigkeiten im Verhältnis zur übernommenen Verantwortung. Auch die leistungsorientierte Bezahlung (LOB) die einmal jährlich stattfindet, empfinde ich eher als überschaubare Anerkennung.
Bei Stufenerhöhungen fehlt es teilweise an einer zeitnahen Bearbeitung. Selbst wenn entsprechende Anträge bereits durch die zuständigen Führungsebenen befürwortet wurden, können diese auf GBL-Ebene über Monate unbearbeitet bleiben. Das ist für mich nicht nachvollziehbar und passt aus meiner Sicht nicht zu dem Anspruch, der an die Mitarbeiter gestellt wird.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Grundsätzlich habe ich den Eindruck, dass das Thema bei der VGF ernst genommen wird und es entsprechende Bestrebungen gibt. Ganz widerspruchsfrei ist das Ganze aus meiner Sicht allerdings nicht immer.
Kollegenzusammenhalt
Im eigenen Bereich funktioniert der Zusammenhalt gut. Schwieriger wird es bei der Zusammenarbeit über Sachgebietsgrenzen hinweg. Gerade bei projektbezogenen Themen fehlt einem teilweise die Eigeninitiative. Manchmal muss man die Kollegen schon ein bisschen an die Hand nehmen und zum richtigen Ansprechpartner schicken, anstatt dass man sich intern einfach selbst kurz austauscht und das Thema klärt.
Vorgesetztenverhalten
Je höher die Führungsebene, desto schwieriger wird es. Ich erlebe auf GBL-Ebene unter anderem viel Mikromanagement. Teilweise werden Sachgebiets- und Fachbereichsleitungen umgangen und Themen direkt an Projektleiter herangetragen. Dazu kommen teilweise wechselnde Erwartungen und Entscheidungen, bei denen für mich nicht immer nachvollziehbar ist, warum sie so getroffen werden. Auch die Kommunikation in Besprechungen auf GBL-Ebene empfinde ich als schwierig und teilweise respektlos.
Bei wichtigen projektbezogenen Entscheidungen werden bereits erarbeitete und fachlich abgestimmte Lösungen durch den GBL wieder in Frage gestellt oder neue Untersuchungen eingefordert. Dadurch verzögern sich Projekte erheblich, obwohl auf den darunterliegenden Ebenen bereits eine tragfähige Lösung gefunden wurde. Am Ende werden die Verzögerungen teilweise trotzdem denjenigen zugerechnet, die für die Umsetzung verantwortlich sind, obwohl die Ursachen dafür an anderer Stelle liegen.
Kommunikation
Regelmäßige Meetings gibt es, trotzdem funktioniert die Kommunikation nicht immer gut. Gerade auf GBL-Ebene empfinde ich den Umgang teilweise als wenig wertschätzend und respektlos.


