Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH (VGF) Logo

Verkehrsgesellschaft 
Frankfurt 
am 
Main 
mbH 
(VGF)
Bewertung

3/5: Gut, aber in Teilen mangelhaft.

3,7
Empfohlen
Ex-Auszubildende:rHat 2024 eine Ausbildung zum/zur gewerblich-technisch im Bereich Produktion bei VGF - Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main in Frankfurt am Main abgeschlossen.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- Informative Betriebsversammlungen.
- Dass es keinen Gender-gap gibt.
- Die theoretische Möglichkeit der Nutzung eines privaten elektronischen Gerätes (z.B. Mikrowelle) nach erfolgreicher Prüfung.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Dass an einigen alten Strukturen gerne festgehalten wird. Nicht unbedingt weil das "schon immer so" gemacht wurde, sondern teilweise auch weil Zuständigkeiten nicht bekannt oder klar definiert sind und der persönliche Aufwand eines neuen abteilungsübergreifenden Projektes als zu hoch eingeschätzt wird.

Darf ich das Angebot in manchen Kantinen kritisieren sich auch wenn dieses nur indirekt mit der Arbeitgeberin in Zusammenhang steht?

Verbesserungsvorschläge

Einige Punkte sind bereits oben genannt.

[**]
Manche Abteilungen könnten -nein, sollten unbedingt- ihre Azubis stärker in "das Tagesgeschäft" mit einbeziehen.
Dazu würde die Reduzierung von "typischen Azubi-Aufgaben"* und so etwas wie ein zugewiesener Kollege innerhalb der Abteilung (nicht Führungskraft) oder ein Lernplan bei wiederkehrenden Aufgaben helfen.

*damit ist nicht Kehren oder Kaffee kochen gemeint.

Ebenso würden Scheine (Kran, Schweißung, Gabelstapler – je nach Ziel-Abteilung) das Arbeiten direkt nach der Ausbildung enorm erleichtern.
Wenn die Sicherstellung solcher rechtlich nötiger Bescheinigungen nicht während der Ausbildung möglich ist, kann vielleicht ein Kurs spätestens dann geplant -und der Termin auch frühzeitig MITGETEILT- werden, wenn der Arbeitsvertrag unterschrieben wurde?

Kommunikation an sich ist auch ein Thema mit Verbesserungspotential, was kurzfristig entstehende Dinge angeht.

Arbeitsatmosphäre

Azubis aus unterschiedlichen Berufsgruppen haben außerhalb von Sommerfesten kaum Kontakt zueinander, was ich schade finde.

Respekt und Wertschätzung sind Werte, die alle Kollegen mit denen ich zu tun hatte, gelebt haben – TOP.
Es gibt Führungskräfte, die darauf achten, Azubis zu Kollegen zu schicken, die sich gerne der Aufgabe annehmen, diesen viel beizubringen - auch das ist sehr gut.

[**]

Ob ich mich dem jeweiligen Team zugehörig fühlte, war abteilungsabhängig.
Aus sinngemäßen "mir ist egal was du machst solange du sinnvoll beschäftigt bist" sollten "schau mal, wie ich das hier mache und probiere es beim nächsten Teil selbst" werden...

Karrierechancen

Es gibt Möglichkeiten der Unterstützung bei Weiterbildungsangeboten, wenn der Vorgesetzte überzeugt ist/wird.
Es kann es schwierig sein so etwas wahrzunehmen, wenn man sich zu einem anden Fachbereich entwickeln möchte.

[Hier könnte ich versuchen anonym zu schildern was ich konkret erfahren habe, doch ohne Details ist dies schwierig darzustellen und Kununu bittet darum, mit persönlichen Informationen zu sparen.]
Leider ein Punkt, der mich (mit weiteren Gründen) dazu bewogen hat, das Unternehmen zu verlassen.
Vielleicht ja nicht für immer

Arbeitszeiten

Unterschiedliche Zeitmodelle im Fahrdienst, Gleitzeit in Büro und Werkstatt sowie feste Schichten.
Schichtarbeiter haben ihren Arbeitsplan am Anfang des Jahres bis zum Jahresende, was eine sehr gute Planung privater Termine ermöglicht.
Gleitzeit in der Werkstatt bedeutet meistens vor 7 Uhr da sein. Wegen Sicherheit am Arbeitsplatz und gemeinsam ausgeführten Tätigkeiten nachvollziehbar, doch unschön, wenn man morgens/vormittags nicht bei solchen Tätigkeiten gebraucht wird und abends gerne *direkt nach Feierabend* Termine (z.B. Training im Sportverein) wahrnehmen möchte, die örtlich näher am Arbeitsplatz als dem Wohnort liegen → hier liegt Verbesserungspotential.
Im Büro wird erwartet von 9 bis 12 Uhr anwesend zu sein.

Ausbildungsvergütung

Mittelmäßig gut. Kleine Betriebe zahlen ihren Azubis oft weniger, noch größere Unternehmen häufig mehr. Es gibt Weihnachtsgeld.

"Pünktliches Gehalt" sehe ich nicht als benefit, ist aber auch gegeben. Da jedoch immer noch damit geworben wird: hier der Hinweis, dass die Generationen Z und Alpha dies vielleicht eher als selbstverständlich wahrnehmen als ältere Personen.
Für einen persönlich ist es jedenfalls nicht verkehrt sich manchmal ins Gedächtnis zu rufen, dass man sich darüber glücklich schätzen sollte.

Die Vergütung nach der Ausbildung würde ich nicht als sehr gut bezeichnen, aber sie ist okay.
Daraus, dass in diesem Tarifvertrag für vergleichbare Arbeit weniger verdient wird als in der freien Wirtschaft, wird auch intern kein Geheimnis draus gemacht.

Ich hörte von Fällen (-Achtung, Gerücht-), bei denen Personen direkt nach der Ausbildung das Unternehmen wechselten, nach einem Jahr wieder zur VGF zurückkehrten und dann mehr verdienten als Personen, die das nicht taten.
Sollte dies so gewesen sein, hoffe und glaube ich, dass sich das -auch durch die zumindest teilweise Anerkennung der Ausbildungszeit auf die Dauer der Unternehmenszugehörigkeit- verbessert hat.

Die Ausbilder

Machen ihren Job echt gut und gerne.
Bei Problemen werden Lösungen gefunden.

Es sollten zeitliche Regelungen in Bezug auf Ausbildungsbotschafter-Tätigkeiten (an Schulen, nicht bei Messen) konkretisiert werden, wenn dies nicht in den letzten beiden Jahren geschah.

Respekt

Ist gegeben ✅

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Arbeitgeber-Kommentar

Verkehrsgesellschaft Frankfurt
Verkehrsgesellschaft Frankfurt

Liebe:r ehemalige:r Auszubildende:r,

vielen Dank für Ihre ausführliche und reflektierte Bewertung.

Ihre Hinweise zur stärkeren Einbindung von Auszubildenden in den Arbeitsalltag sowie zu zusätzlichen Qualifizierungen nehmen wir gerne auf. Tatsächlich können Azubis in der Übernahmeabteilung bereits heute an Qualifizierungen wie beispielsweise dem Gabelstaplerschein teilnehmen, sofern dies für den Einsatzbereich sinnvoll und terminlich möglich ist.

Auch Ihr Hinweis zu den Ausbildungsbotschafter:innen ist interessant. Bereits heute können sich Auszubildende freiwillig melden, um nach entsprechender Schulung unser Unternehmen bei Schul- und Messebesuchen zu repräsentieren.

Schade finden wir, dass Ihre Entwicklungsperspektiven ein Grund für Ihren Weggang waren. Da Sie andeuten, dass dahinter konkrete Erfahrungen stehen, freuen wir uns über einen vertraulichen Austausch unter ausbildung@vgf-ffm.de.

Wir bedanken uns für die Zeit, die Sie bei der VGF verbracht haben, und wünschen Ihnen für Ihren weiteren beruflichen und persönlichen Weg alles Gute. Und wer weiß: Vielleicht ja tatsächlich nicht für immer. 😊

Viele Grüße
Ihre VGF

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