Guter Zusammenhalt im Team, deutliche Schwächen bei Führung und Fairness
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der zuständige Personaler ist überaus freundlich, zuvorkommend und immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Mitarbeiter*innen. Er ist bei allen Kolleg*innen sehr beliebt, über ihn hat man wirklich nie ein schlechtes Wort gehört. Gerade im Vergleich zum sonstigen Umgangston im Unternehmen ist das eine echte positive Ausnahme und zeigt, dass es auch anders geht.
Arbeitsatmosphäre
Unter den Kolleg*innen selbst herrschte meistens eine gute Stimmung. Auch einige Patient*innen wachsen einem ans Herz, gerade das macht den Arbeitsalltag erträglicher. Sogar Patient*innen selbst bemerken, wie angespannt die Situation ist, und sprechen das an, wenn gerade keine Führungskraft in der Nähe ist. Das zeigt, wie offensichtlich die Probleme mittlerweile sind.
Kommunikation
Die Kommunikation lässt in weiten Teilen zu wünschen übrig. Wichtige Informationen kommen oft nur unzuverlässig oder verspätet an, während Gerüchte und Halbwahrheiten sich dafür umso schneller verbreiten. Statt offen und transparent mit Problemen umzugehen, wird häufig eher auf informellem Weg “getuschelt” statt klar kommuniziert. Auf direkt angesprochene Anliegen folgten meist keine nachvollziehbaren Antworten oder Konsequenzen.
Kollegenzusammenhalt
Sehr zwiegespalten: Manche Kolleg*innen, die sich im Umgang danebenbenehmen, werden geschützt statt zur Verantwortung gezogen. Andere, die tatsächlich die Praxen am Laufen halten, bekommen dafür nur Ärger. Das sorgt für viel Unmut und auch für Gerüchte, warum bestimmte Personen offenbar bevorzugt behandelt werden. Entsprechend hoch ist die Fluktuation, auch sehr fähige und erfahrene Mitarbeiter*innen verlassen das Unternehmen.
Vorgesetztenverhalten
Der für die Praxen zuständige Kollege sorgt für ein Klima aus ständigem Druck und einem sehr unangenehmen Umgangston. Mehrere Mitarbeiter*innen wurden und werden von ihm schlecht behandelt, während andere klar bevorzugt werden, ein System aus “Lieblingen” und dem Rest. Auch Patient*innen mögen den Umgang mit ihm nicht und beschweren sich immer wieder darüber. Eigene Fehler werden nicht eingeräumt, stattdessen bekommen die Mitarbeiter*innen den Ärger von der Geschäftsleitung ab. Sprach man Probleme offen an, wurden diese nicht ernst genommen, sondern eher als persönliches Problem der jeweiligen Person abgetan. Versprechungen, dass sich etwas ändert, gab es viele, umgesetzt wurde davon so gut wie nichts. Auch falsche Gerüchte werden verbreitet, teils sogar von leitenden Personen. Sobald dieser Kollege in den Praxen war, verbreiten sich danach zuverlässig die neuesten, meist wenig zutreffenden Geschichten. Wer mit diesem Kollegen zu tun hat, sollte auf Dauerstress und ein flaues Gefühl im Magen vorbereitet sein.
Gleichberechtigung
Hier lief einiges schief. Eine noch relativ neue Kollegin durfte bleiben, obwohl sie eine andere Kollegin wiederholt schlecht behandelt hat, am Ende musste ausgerechnet die Person gehen, die deutlich länger im Unternehmen war. Das sagt viel über die tatsächlichen Prioritäten aus.
Gehalt/Benefits
Bonuszahlungen wirken eher wie ein schlechter Witz. Sobald zum Beispiel eine leitende Person mit vor Ort ist, wird spürbar weniger gearbeitet, am Monatsende schlägt sich das direkt negativ im Bonus nieder. Wer sich reinhängt, wird also am Ende teilweise sogar dafür bestraft, dass andere es nicht tun.
Karriere/Weiterbildung
Es werden überwiegend Quereinsteiger*innen eingestellt. Das bedeutet in der Praxis, dass alle anderen Mitarbeiter*innen ständig neue Kolleg*innen einarbeiten müssen, auch wenn diese fachfremd sind und keinerlei einschlägige Erfahrung mitbringen. Das bindet enorm viel Zeit und Kraft, die eigentlich für die eigentliche Arbeit fehlt.