Leider sehr enttäuschende Erfahrung – besonders bei Ausbildung, Organisation und Führung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einige Kolleginnen und Kollegen waren wirklich nett und haben den Arbeitsalltag dadurch angenehmer gemacht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die aus meiner Sicht schlechte Organisation, die hohe Arbeitsbelastung, die häufigen Personalwechsel, die unklare Kommunikation und die teilweise fehlende Unterstützung. Besonders während meiner Ausbildung habe ich eine strukturierte Betreuung und feste Ansprechpartner vermisst. Auch die Dienstplanung und der Umgang mit angesprochenen Problemen waren für mich enttäuschend.
Verbesserungsvorschläge
Weniger Personalfluktuation und eine bessere Einarbeitung. Aus meiner Sicht braucht es klare Zuständigkeiten, verlässliche Kommunikation und eine faire Dienstplanung. Die Arbeitsbelastung am Empfang sollte realistisch auf das vorhandene Personal abgestimmt werden. Auszubildende sollten feste, qualifizierte Ansprechpartner haben und ausreichend Zeit bekommen, ihre Ausbildungsinhalte und Prüfungen vorzubereiten. Außerdem sollte Kritik von Mitarbeitern ernst genommen und gemeinsam nach Lösungen gesucht werden.
Arbeitsatmosphäre
Meine Erfahrung mit der Unternehmenskultur war überwiegend negativ. Am Empfang herrschte häufig hoher Arbeitsdruck, gleichzeitig gab es viel Personalwechsel. Die Kommunikation empfand ich oft als unklar und bei angesprochenen Problemen hatte ich teilweise das Gefühl, dass die Verantwortung eher beim Mitarbeiter gesucht wurde.
Auch bei Absprachen war ich enttäuscht: Nach meiner Ausbildung wurde mir zunächst mündlich eine Vollzeit- und unbefristete Stelle in Aussicht gestellt. Am nächsten Tag erhielt ich stattdessen einen Teilzeitvertrag mit Befristung. Kurz darauf wurde ich trotzdem gefragt, ob ich Vollzeit arbeiten könne.
Positiv waren einige nette Kollegen und viele freundliche Therapeuten. Meine Kritik richtet sich daher vor allem an Organisation, Führung und Kommunikation.
Gehalt/Benefits
Besonders enttäuschend war für mich die Ausbildung. Ich hatte über die gesamte Ausbildungszeit aus meiner Sicht keinen festen und verlässlichen Ausbilder. Die mir zugeordneten Ausbilder haben nach und nach das Unternehmen verlassen bzw. gekündigt. Danach wurde mir jeweils jemand anderes als zuständig genannt, zu dem ich teilweise kaum oder gar keinen Kontakt hatte. Am Ende wurde sogar die Geschäftsführung als Ausbilderin genannt, eine wirkliche Betreuung habe ich aber auch dort nicht erlebt.
Dadurch musste ich mir viele Ausbildungsinhalte selbst beibringen. Besonders bei der Prüfungsvorbereitung hatte ich Schwierigkeiten. Einen Vorbereitungskurs musste ich zu einem großen Teil selbst von meinem damaligen Ausbildungsgehalt bezahlen, und ausreichende Lernzeit wurde mir ebenfalls nicht zur Verfügung gestellt.
Positiv war für mich die Unterstützung im Personalbereich, die ich zumindest teilweise erhalten habe.
Auch nach der Ausbildung war ich enttäuscht: Mir wurde zunächst mündlich eine Vollzeit- und unbefristete Übernahme in Aussicht gestellt. Tatsächlich erhielt ich anschließend einen Teilzeitvertrag mit Befristung. Auch bei Gehalt und Benefits habe ich wenig Positives erlebt.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeit am Empfang war für mich sehr belastend. Neben Patienten und Telefonaten kamen viele weitere Aufgaben hinzu, unter anderem Doctolib, Termine, Rezepte, Rückrufe, Zuzahlungen und Wartelisten. Gerade bei wenig Personal war die Arbeitsmenge aus meiner Sicht kaum zu bewältigen.
Auch die Dienstplanung und die Kennzahlen empfand ich als zusätzlichen Druck. Ich bin teilweise bereits mit Bauchschmerzen zur Arbeit gegangen.
Während meiner Ausbildung verbrachte ich außerdem einen großen Teil meiner Zeit am Empfang, obwohl ich mir mehr Einblicke in die eigentlichen Ausbildungsinhalte gewünscht hätte.
Gleichberechtigung
Ich hatte teilweise den Eindruck, dass Mitarbeiter nicht immer gleich behandelt wurden. Besonders bei der Dienstplanung empfand ich die Verteilung der Arbeitszeiten als nicht fair.
Ich habe Verständnis für persönliche Einschränkungen bei Arbeitszeiten. Gleichzeitig sollten die dadurch entstehenden zusätzlichen Spät- oder Frühschichten aus meiner Sicht fair auf das Team verteilt werden. Ich hätte mir hier mehr Transparenz und eine gerechte Rotation gewünscht.
Generell hätte ich mir einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit allen Mitarbeitern gewünscht.