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Bewertung

Was ist hier los?

2,3
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei 4Com GmbH & Co. KG in Hannover gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Hier gar nichts zu schreiben finde ich tatsächlich etwas Gedankenlos. Es wird einem teure und hochwertige Hardware geboten, Home Office zumindest für 3 Tage die Woche, kurzfristige Urlaubsmöglichkeiten und ausreichende Weiterbildungsmöglichkeiten.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Tja.. das oft auftretende Denunziantentum statt vernünftige Fehlerkultur, übermäßige Auslastung, Ellenbogen-Mentalität, anfällige Infrastruktur, Augen und Ohren vor Problemen verschließen, selbst gemachten Fachleutemangel durch initial zu geringe Löhne und fehlende Benefits und abschließend das Verraten der eigens festgelegten Werte.

Verbesserungsvorschläge

Bitte, bitte, liebe VIER, macht die Augen auf! Nehmt die Kritik an und ändert etwas – die momentane Richtung führt nicht zum richtigen Ziel.

Fokussiert euch auf die Instandsetzung der veralteten und maroden Lösungen sowie auf die Ablösung von Altlasten in der Infrastruktur.

Und dann braucht es eine Kultur, in der man die Leistungsträger halten kann, anstatt sie links und rechts das Unternehmen verlassen zu sehen.

Dünnt die Führungspositionen aus, strafft das Portfolio und schafft Raum für Innovation im Bestand.

Arbeitsatmosphäre

Die hier oftmals genannte Kündigungswelle hat natürlich ihr Übriges getan. Das heißt aber nicht, dass, wenn man sich die Fluktuation in den letzten Jahren anschaut, es nun irgendwie schlimmer wäre. Eigentlich werden nur die unzufriedenen Stimmen lauter. Man beginnt damit, die letzten treuen Mitarbeiter zu verärgern, und das macht sich in einer drückenden, fortschrittsbremsenden Stimmung bemerkbar. Stress ist für viele an der Tagesordnung, da man nahezu in Aufgaben ertrinkt. Dennoch ist es schön, an den anderen Bewertungen zu sehen, dass es wohl Mitarbeiter gibt, die jene Arbeitslast nicht teilen.

Image

Gemessen an den anderen Bewertungen und den eigenen Erfahrungen scheint es Leute zu geben, die die Probleme sehen, ansprechen und es mit Änderungen probieren – und jene, die entweder die Augen davor verschließen oder noch nicht lange genug dabei sind, um einen guten Rundumblick zu haben.

Work-Life-Balance

Schlichtweg unmöglich. Die schiere Menge an Themen und deren gewollte Dringlichkeit machen Überstunden aus persönlicher Sicht fast zum Standard, um diese fristgerecht lösen zu können.

Allerdings – und das möchte ich hier lobend erwähnen – gibt es oft eine schnelle Lösung, wenn persönliche Themen anliegen. Auch das Genehmigen und Beantragen von Urlaub klappt oft noch sehr kurzfristig, mit sehr viel Glück oder einem kurzen Gespräch am selben Tag.

Karriere/Weiterbildung

Selbst ist der Mann, die Frau und Diverse. Denn wenn du nicht hinterher bist, wird das keiner für dich übernehmen.

Lobend ist aber auch hier zu erwähnen, dass ich persönlich noch nie erlebt habe, dass eine Weiterbildungsanfrage abgelehnt wurde. Diese Eigenverantwortung ist aber nun mal nicht jedermanns Sache.

Kollegenzusammenhalt

Da gibt es teamintern wirklich nichts zu meckern. Die abteilungsübergreifenden Reibereien sind alles andere als normal. Mitunter wird es persönlich und ausfallend, und obwohl diese Dinge oft öffentlich in einem Teams-Kanal passieren, hält sich die Führung hier mit ihren Kommentaren oder einem Eingreifen zurück. Scheinbar ist die Ellenbogen-Mentalität gewünscht.

Fehlerkultur ist hier quasi nicht vorhanden – manche suchen leider immer noch lieber einen Schuldigen, nicht etwa weil das ausdrücklich gewünscht wäre, sondern um den Druck von den eigenen Schultern zu nehmen. Dennoch wird auch das von der Führung einfach geduldet.

Vorgesetztenverhalten

Steckt bei vielen im Namen „vorgesetzt“ – mitunter wirkt es, als würden sie nicht nach Können oder Know-how ausgewählt, sondern danach, wie gut sie der Geschäftsführung nach der Nase tanzen können. Alles, was man sonst wissen muss, steht hier zwischen den Zeilen.

Die Überstunden und die Reibereien zwischen den Abteilungen kommen ja nicht aus dem Nichts.

Arbeitsbedingungen

Abgesehen von moderner Hardware und einer noch bestehenden freien Betriebssystemwahl gibt es hier eigentlich wenig Positives. Ja, es gibt Homeoffice – auch nicht wenig –, aber die Geschäftsführung hat ihre Abneigung dagegen schon oft kundgetan. Es bleibt also fraglich, wie lange das noch so frei bleibt.

Kommunikation

Es wird sich bei jeder Möglichkeit mit Transparenz gebrüstet. Das kann man nur so verstehen: Wenn es brenzlich wird oder dringend Antworten benötigt werden, macht sich die Führungsriege unsichtbar. Ansonsten fehlt es überall an der nötigen Transparenz. Die so gepriesenen Townhalls gleichen eher einer maßlosen Selbstbeweihräucherung.

Gehalt/Benefits

Sehr stark von Verhandlungsgeschick und der Stellung zur Führung abhängig – und fast gar nicht von den eigenen Leistungen. Man kann alle seine Jahresziele erreichen und noch viel darüber hinaus, dennoch bleibt die erhoffte Belohnung dafür leider oft aus.

Die Schere zwischen Neueinstellungen und Alteingesessenen ist mitunter unverhältnismäßig groß, da die alten Gehälter oft nicht an das neue Branchenniveau angepasst werden.

Interessante Aufgaben

Es gibt eine hausinterne Container-Plattform sowie KI-Lösungen, die durchaus innovativ und vielversprechend sind. Doch leider bleibt kaum Zeit, diese Technologien wirklich auszubauen und ihr volles Potenzial zu nutzen. Das liegt vor allem an der darunterliegenden Infrastruktur, die in einem maroden Zustand ist und in puncto Leistung stark hinterherhinkt. Statt Innovationen voranzutreiben, müssen sich viele damit herumschlagen, grundlegende Systemprobleme zu beheben, was die Entwicklung neuer Ansätze und Fortschritte stark ausbremst.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.