3 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
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3 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,9 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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Enttäuschender Bewerbungsprozess: Gesprochen wurde über Maschinenführer, im Vertrag stand Produktionsmitarbeiter
Meine Erfahrung bezieht sich ausdrücklich auf den Bewerbungsprozess und die Kommunikation mit der Personalabteilung.
Nach dem Vorstellungsgespräch habe ich der Firma per E-Mail mitgeteilt, dass ich bereit wäre, die Stelle anzunehmen, unter den besprochenen Bedingungen: unbefristeter Vertrag, Position als Maschinenführer, Arbeitsbeschreibung als Maschinenführer und das besprochene Gehalt von XAYY €.
Kurz darauf wurde mir jedoch geschrieben, dass über dieses Gehalt angeblich nie gesprochen worden sei. Das hat mich sehr gewundert, da während des Rundgangs sogar sinngemäß erwähnt wurde, dass man nicht mehr als meine genannte XAYY-Summe zahlen könne. Wenn mir später unterstellt wird, ich hätte das falsch verstanden, dann muss ich dazu sagen: Auch eine weitere Person in höherer Position hat diesen Punkt während des Rundgangs genauso verstanden. Es lag also nicht einfach nur an meiner angeblich falschen Auffassung. Später hieß es dann plötzlich, darüber sei zu keinem Zeitpunkt gesprochen worden. Für mich war das nicht nachvollziehbar.
Ich dachte mir zuerst: Gut, wegen 100 € mache ich kein großes Thema daraus. Dann wurde noch irgendein 3-%-Zuschlag bzw. eine Zulage dazugerechnet, damit das Angebot auf dem Papier besser aussieht.
Einige Zeit später bekam ich einen Anruf mit der Frage, ob ich eine Kündigungsfrist hätte. Auch das fand ich merkwürdig, da im Gespräch mehrere Personen anwesend waren, sehr viel auf meinem Lebenslauf notiert wurde und solche Punkte eigentlich im Bewerbungsprozess bereits klar sein sollten. Soweit ich mich erinnere, waren Gehalt und Kündigungsfrist auch schon bei der Bewerbung über das Portal angegeben.
Der entscheidende Punkt kam aber kurz vor der Vertragsunterzeichnung: Im Vertrag stand plötzlich nicht mehr Maschinenführer, sondern Produktionsmitarbeiter. Dabei ging es in der Bewerbung und in der Stellenbeschreibung um eine Tätigkeit als Maschinenführer. In der Beschreibung im Vertrag wirkte es dann eher so, als solle man den Maschinenführer nur unterstützen.
Als ich darauf hingewiesen und sogar die E-Mail beigefügt habe, in der die ursprünglichen Punkte schwarz auf weiß standen, wurde trotzdem so getan, als wäre das alles bereits so besprochen worden. Für mich wirkte das nach dem Motto: erst schön darstellen, dann im Vertrag anders formulieren, und am Ende heißt es „friss oder stirb“.
Während des Gesprächs wurde allgemein sehr positiv und freundlich gesprochen. Ich habe selbst nach Weiterbildungsmöglichkeiten gefragt, zum Beispiel in Richtung Industriemeister oder einer ähnlichen Qualifikation. Es wurde dann sinngemäß vermittelt, dass es grundsätzlich Möglichkeiten zur Weiterentwicklung geben könne. Im Gespräch klingt so etwas natürlich gut. Nach den späteren Widersprüchen beim Gehalt, bei der Position und bei der Vertragsformulierung hatte ich aber eher den Eindruck, dass vieles schön dargestellt wurde, ohne dass man sich später wirklich daran festhalten lassen wollte. Vertrauen entsteht für mich nicht durch freundliche Worte, sondern dadurch, dass die besprochenen Punkte später auch im Vertrag korrekt wiederzufinden sind.
Natürlich kann man im Nachhinein immer sagen, ich hätte etwas falsch verstanden, weil Deutsch nicht meine Muttersprache ist. Aber wenn mehrere wichtige Punkte plötzlich anders dargestellt werden als im Gespräch und in der vorherigen Kommunikation, dann hinterlässt das keinen seriösen Eindruck.
Am Anfang habe ich noch versucht, die Situation für mich irgendwie zu erklären und die Personalabteilung innerlich zu rechtfertigen. Vielleicht war es ein Missverständnis, vielleicht war jemand überfordert, vielleicht wurde etwas intern nicht richtig weitergegeben. Aber irgendwann waren es einfach zu viele Punkte: erst das Gehalt, dann die Kündigungsfrist, dann die andere Positionsbezeichnung im Vertrag und am Ende der Umgang mit meinen schriftlichen Hinweisen. Irgendwann kann man so etwas nicht mehr nur mit einem Missverständnis erklären.
Am Ende haben mir die Unklarheiten und Widersprüche aus der Personalabteilung gereicht, um dort nicht anzufangen. Für mich waren die negativen Bewertungen über das Unternehmen danach deutlich besser nachvollziehbar.
Normale seriöse Firmen gehen mit neuen Mitarbeitern offen und fair um. Natürlich trägt jedes Unternehmen ein gewisses Risiko, wenn es jemanden einstellt. Aber hier hatte ich eher den Eindruck, dass Dinge zuerst attraktiv dargestellt und später so gedreht werden, wie es für die Firma am bequemsten ist.
Für mich persönlich war das keine vertrauenswürdige Grundlage für einen Arbeitsbeginn.
Das Unternehmen könnte die Reisekosten der Bewerber übernehmen, die zum persönlichen Vorstellungsgespräch erscheinen.
Wertschätzung gegenüber Bewerbern und professionellere Vorgehensweise.
Einführung vom Qualitätmanagementsystem im Bereich der Rekrutierung.