Außen hui, innen…
Gut am Arbeitgeber finde ich
Für mich persönlich überwogen die negativen Erfahrungen deutlich. Positiv fand ich grundsätzlich die technischen Produkte und einzelne Kollegen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wie oben geschildert
Kommunikation
Die Kommunikation mit meinem damaligen Vorgesetzten war für mich sehr enttäuschend. Kritisches Feedback wurde mir gegenüber häufig nicht direkt angesprochen. Gleichzeitig habe ich mehrfach erlebt, dass Fehler oder Verhaltensweisen von Mitarbeitenden im Gespräch mit anderen Kollegen thematisiert und teilweise belächelt wurden. Das empfand ich als unprofessionell und respektlos. Wer Kritik hat, sollte sie der betroffenen Person direkt sagen und nicht über Dritte austragen. Genau diese offene und faire Kommunikation hat mir dort deutlich gefehlt.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den bereits länger beschäftigten Kollegen war aus meiner Sicht gut. Neue Mitarbeiter hatten es dagegen deutlich schwerer, wirklich in die Gruppe aufgenommen zu werden. Besonders unangenehm fand ich den sozialen Druck rund um gemeinsame Treffen nach Feierabend in der Betriebsküche. Wer dort keinen Alkohol trinken wollte oder sich nicht beteiligte, hatte aus meiner Wahrnehmung schnell das Gefühl, eher außen vor zu stehen. Das empfand ich als unnötig ausgrenzend. Ein guter Kollegenzusammenhalt sollte nicht davon abhängen, ob jemand nach Feierabend Alkohol trinken möchte.
Work-Life-Balance
War in Ordnung
Vorgesetztenverhalten
Wie bereits erwähnt, habe ich das Vorgesetztenverhalten als sehr enttäuschend erlebt. Kritik wurde aus meiner Sicht häufig nicht direkt mit der betroffenen Person besprochen. Gleichzeitig habe ich mehrfach erlebt, dass über Fehler oder Verhaltensweisen von Mitarbeitenden im Gespräch mit anderen Kollegen gesprochen und teilweise gelacht wurde. Das empfand ich als unprofessionell und respektlos. Von einer Führungskraft hätte ich deutlich mehr direkte, faire und konstruktive Kommunikation erwartet.
Interessante Aufgaben
Ich hatte während meiner Einarbeitung nicht den Eindruck, dass großes Interesse daran bestand, mich strukturiert in meinen eigentlichen Arbeitsbereich und meine vorgesehenen Aufgaben einzuarbeiten. Stattdessen wurde ich aus meiner Sicht gerade am Anfang häufig mit einfachen Tätigkeiten wie Putzen, Müllentsorgung oder anderen Hilfsarbeiten beschäftigt. Das empfand ich als demotivierend, weil ich dadurch nur schwer die Möglichkeit bekam, meine eigentlichen Aufgaben kennenzulernen und mich fachlich einzuarbeiten.
Umgang mit älteren Kollegen
Verbesserungsvorschläge und Kritik von erfahrenen bzw. älteren Kollegen wurden aus meiner Wahrnehmung häufig kaum berücksichtigt. Bei Meinungsverschiedenheiten hatte ich mehrfach den Eindruck, dass sachliche Kritik eher persönlich genommen wurde, anstatt sich inhaltlich damit auseinanderzusetzen. Besonders enttäuschend fand ich Aussagen sinngemäß in Richtung: Wenn es einem nicht passe, könne man ja gehen. Das vermittelt aus meiner Sicht wenig Wertschätzung gegenüber langjährigen Mitarbeitern und deren Erfahrung.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsplätze waren grundsätzlich sauber und ordentlich. Kritischer empfand ich jedoch einzelne Arbeitsbereiche, in denen mit unterschiedlichen Versuchsmedien gearbeitet beziehungsweise Dosierpumpen anschließend gereinigt wurden. Aus meiner Sicht hätte ich mir dort klarere und dauerhaft verfügbare Schutzmaßnahmen am jeweiligen Arbeitsplatz gewünscht.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung empfand ich im Verhältnis zu meinen Aufgaben, der Verantwortung und meiner Erfahrung als eher niedrig. Aus meiner Sicht bestand hier deutliches Verbesserungspotenzial.
Image
Das öffentliche Image passt für mich nur bedingt zu meiner eigenen Erfahrung. Kritische Bewertungen scheinen es hier nicht leicht zu haben: Zwei von mir zuvor abgegebene Bewertungen waren später nicht mehr sichtbar. Unabhängig davon war meine persönliche Erfahrung im Unternehmen deutlich negativer, als es die Außendarstellung vermuten lässt.
Karriere/Weiterbildung
Im Bereich Weiterbildung wurde aus meiner Sicht einiges angekündigt bzw. in Aussicht gestellt. Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen wurden mehrfach angesprochen, letztlich aber nicht umgesetzt. Stattdessen wurde ich wiederholt auf einen späteren Zeitpunkt vertröstet. Das war für mich besonders enttäuschend, weil dadurch der Eindruck entstand, dass Entwicklungsmöglichkeiten zwar versprochen, aber nicht konsequent verfolgt werden.

