2 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
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2 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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2 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,6 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ich habe mich über einen längeren Zeitraum insgesamt dreimal bei der Volksbank Gronau-Ahaus auf drei unterschiedliche Positionen beworben – zunächst im Bereich Vertrieb/Training, anschließend auf eine Sachbearbeiterposition und zuletzt auf die Position Auditorin Interne Revision. Diese Bewerbungen waren keineswegs beliebig, sondern ergaben sich jeweils als nachvollziehbare nächste berufliche Schritte.
Gerade deshalb möchte ich den Bewerbungsprozess kritisch, aber ausdrücklich aus meiner persönlichen Sicht bewerten.
Das Gespräch für die Position Auditorin Interne Revision fand per Teams statt und dauerte rund 70 Minuten. Teilnehmerinnen waren die zuständige Bereichsdirektorin und eine Mitarbeiterin aus der Personalabteilung.
Mein Eindruck war ausgesprochen positiv. Das Gespräch war offen, wertschätzend und fachlich interessant. Besonders die Fragen der Bereichsdirektorin empfand ich als individuell und auf die Person ausgerichtet. Es ging nicht nur um Fachkenntnisse, sondern darum, wie ich denke, arbeite, kommuniziere, Probleme angehe und in ein Team passen könnte.
Gerade für die Interne Revision halte ich das für entscheidend: Revision besteht nicht nur aus Analyse und Risikobewertung, sondern ebenso aus Kommunikation, Durchsetzungsfähigkeit und Teamfähigkeit. Interessant fand ich zudem, dass die Bereichsdirektorin seinerzeit selbst über einen Quereinstieg in die Volksbank gekommen ist. Deshalb hatte ich den Eindruck, dass auch mein eigener „Quereinstieg“ grundsätzlich als interessante Perspektive betrachtet werden könnte.
Demgegenüber empfand ich die Fragen aus dem Personalbereich teilweise als deutlich stärker standardisiert, beispielsweise: Welche Prozesse haben Sie konkret verbessert? Wie sind Sie vorgegangen? Was hat sich dadurch verändert und welches Ergebnis wurde erzielt?
Solche Fragen sind grundsätzlich sinnvoll. Aus meiner Sicht sollte jedoch berücksichtigt werden, wen man vor sich hat. Bei Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern können standardisierte Fragen wichtige Anhaltspunkte liefern. Bei Menschen mit jahrzehntelanger Berufserfahrung, unternehmerischer und Führungserfahrung sowie einem entsprechend umfangreichen beruflichen Hintergrund wären individuellere Fragen zielführender und nachvollziehbarer.
Gerade bei einem Quereinstieg wäre für mich interessant gewesen, stärker zu betrachten, welche vorhandenen Kompetenzen auf die Revision übertragbar sind und welchen konkreten Mehrwert diese Erfahrungen bieten können.
Grundsätzlich schätze ich es, dass HR mich vor der schriftlichen Standardabsage persönlich angerufen hat. Als Begründung wurde eine fachlich passendere Person mit kürzerer Einarbeitungszeit genannt. Der persönliche Anruf war für mich wertschätzend und keineswegs selbstverständlich.
Am Tag der Absage hatte ich ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich bereit gewesen wäre, mich bereits vor einem möglichen Einstieg gezielt weiterzuqualifizieren – gegebenenfalls sogar auf eigene Kosten. Auch einen späteren Einstieg hätte ich mir vorstellen können. Mir wurde jedoch mitgeteilt, dass die Stelle dann bereits besetzt sei und nur bestimmte Stellenkapazitäten zur Verfügung stünden.
Besonders relevant ist für mich das Muster über alle drei Bewerbungen:
Drei Bewerbungen – drei unterschiedliche Tätigkeitsfelder – drei persönliche Gespräche – kein einziger weiterer Auswahl- oder Finalschritt.
Die genannte Begründung nehme ich zur Kenntnis. Interessant wäre für mich darüber hinaus, wie sich die externen Neueinstellungen insgesamt hinsichtlich Alter und Geschlecht verteilen. Anonymisierte Kennzahlen könnten hier einen sachlichen Einblick in die tatsächliche Diversität des Unternehmens geben.
Bei einer früheren Bewerbung wurde mir angeboten, meine Bewerbungsdaten für spätere passende Vakanzen zu speichern. Dem hatte ich zugestimmt. Wenn Daten für zukünftige Vakanzen erfasst werden, stellt sich aus meiner Sicht die Frage, warum ein bereits bekanntes Bewerberprofil bei späteren passenden Ausschreibungen nicht erkennbar aktiv genutzt wird. Eine Datenbank ist dann besonders sinnvoll, wenn aus den erfassten Informationen auch tatsächlich Erkenntnisse und Handlungsmöglichkeiten entstehen.
Auch die Kommunikation des Auswahlprozesses könnte aus meiner Sicht klarer sein. Ich hatte den Eindruck, dass mehrere Auswahlstufen möglich sind.