Vom Wunsch-Arbeitgeber zur großen Enttäuschung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Der Volkswohl Bund verfügt über viele engagierte, hilfsbereite und fachlich starke Mitarbeitende. Außerdem bietet das Unternehmen sichere Arbeitsplätze, gute Sozialleistungen und moderne Arbeitsbedingungen. Genau deshalb wünsche ich mir, dass diese Stärken künftig wieder stärker durch die gelebte Unternehmenskultur ergänzt werden.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Am meisten enttäuscht hat mich, dass Anspruch und Wirklichkeit für mich immer weiter auseinandergegangen sind. Ich habe mich bewusst für den Volkswohl Bund entschieden, weil ich an die Werte geglaubt habe, für die das Unternehmen steht. Umso schwerer war es für mich zu erleben, dass ich diese Werte im Arbeitsalltag immer seltener wiedergefunden habe.
Verbesserungsvorschläge
Ich wünsche mir, dass der Volkswohl Bund wieder stärker zu den Werten zurückfindet, für die das Unternehmen viele Jahre bekannt war. Vertrauen lässt sich nicht durch Kontrolle ersetzen und Wertschätzung zeigt sich nicht in Leitbildern oder Broschüren, sondern im täglichen Umgang miteinander. Wer Mitarbeitende ernst nimmt, ihnen zuhört und Kritik als Chance versteht, gewinnt am Ende mehr als durch jede noch so gut formulierte Arbeitgeberkampagne.
Arbeitsatmosphäre
Als ich beim Volkswohl Bund angefangen habe, hatte ich das Gefühl, in einem Unternehmen angekommen zu sein, in dem Zusammenhalt und ein respektvoller Umgang tatsächlich gelebt werden. Genau deshalb fällt es mir heute schwer, diese Bewertung zu schreiben. In den letzten anderthalb Jahren habe ich erlebt, wie sich das Miteinander aus meiner Sicht immer mehr verändert hat. Offenheit wich Vorsicht, Vertrauen wurde seltener und viele Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen drehten sich irgendwann nicht mehr um die Arbeit, sondern darum, wie belastend die Situation geworden ist. Das hat mich persönlich sehr enttäuscht.
Image
Ich habe mich damals ganz bewusst für den Volkswohl Bund entschieden, weil das Unternehmen für Werte wie Vertrauen, Zusammenhalt und einen respektvollen Umgang stand. Genau dieses Bild hatte ich auch im Arbeitsalltag. Umso schwerer fällt es mir heute zu sagen, dass ich das Unternehmen zuletzt kaum wiedererkannt habe. Für mich hat sich die Unternehmenskultur in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Der Weggang des langjährigen Vorstandssprechers steht für mich dabei sinnbildlich für einen Wandel, den ich seitdem im Unternehmen wahrgenommen habe. Ob das tatsächlich miteinander zusammenhängt, kann ich nicht beurteilen. Tatsache ist aber, dass mir viele Kolleginnen und Kollegen unabhängig voneinander ähnliche Eindrücke geschildert haben. Deshalb wünsche ich mir, dass der Volkswohl Bund wieder stärker zu den Werten zurückfindet, für die er aus meiner Sicht viele Jahre gestanden hat.
Karriere/Weiterbildung
Möglichkeiten zur Weiterbildung sind grundsätzlich vorhanden. Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass Entwicklung stärker gefördert und nachvollziehbarer begleitet wird. Gute Mitarbeitende sollten das Gefühl haben, dass Leistung, Engagement und Potenzial im Mittelpunkt stehen.
Vorgesetztenverhalten
Für mich ist eine gute Führungskraft jemand, der zuhört, Orientierung gibt und auch in schwierigen Situationen hinter seinen Mitarbeitenden steht. Leider habe ich das in meinem direkten Arbeitsumfeld immer seltener erlebt. Statt Unterstützung hatte ich häufig den Eindruck, dass Kontrolle wichtiger war als Vertrauen. Das hat bei mir dazu geführt, dass ich mich irgendwann nicht mehr als Teil eines Teams gefühlt habe, sondern ständig das Gefühl hatte, aufpassen zu müssen, keinen Fehler zu machen.
Arbeitsbedingungen
An den Rahmenbedingungen gibt es wenig auszusetzen. Moderne Technik, gute Sozialleistungen und sichere Arbeitsplätze sind ohne Frage Stärken des Volkswohl Bundes. Schade fand ich jedoch, dass gute Voraussetzungen allein nicht ausreichen, wenn das tägliche Miteinander immer schwieriger wird. Für mich ist ein respektvoller Umgang wichtiger als jede technische Ausstattung.
Kommunikation
Ich hatte oft das Gefühl, dass Entscheidungen zwar getroffen, aber nicht wirklich erklärt wurden. Gerade wenn es schwierig wurde, hätte ich mir Ehrlichkeit und Transparenz gewünscht. Statt Klarheit blieben bei mir häufig offene Fragen zurück. Eine gute Kommunikation schafft Vertrauen. Genau dieses Vertrauen ist bei mir im Laufe der Zeit verloren gegangen.
Gleichberechtigung
Respekt sollte selbstverständlich sein – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Ich selbst habe Situationen erlebt und von betroffenen Kolleginnen und Kollegen aus erster Hand Dinge erfahren, die mich nachdenklich gemacht haben. Gerade deshalb wünsche ich mir, dass dieses Thema künftig einen deutlich höheren Stellenwert bekommt. Vielfalt sollte nicht nur Teil einer Außendarstellung sein, sondern im Alltag für jeden spürbar sein.


