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Bewertung

Kein guter Arbeitgeber!

2,4
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Raiffeisenbank eG Bad Bramstedt - Henstedt-Ulzburg gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

- beim Goldkauf fällt die 4 % Provision vom Gesamtbetrag weg für Mitarbeiter (natürlich kann sich aber jeder das Gold beim gleichen Goldlieferanten ohne diese 4 % kaufen)

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

- eindeutige Schwäche sind die Vorstände insbesondere der Marktvorstand
(schlechte Führung von ganz oben ist das Problem)
- jeder hat Angst die Wahrheit zu sagen über Ziele, Zielmessung, Tantiemezahlungen, Wertschätzung usw., da man mit Problemen für seine Karriere rechnen muss
- "Gutsherrenart" der Vorstände
- Geld wird verpulvert für Unternehmensberatungen ohne Nutzen für die Bank
- Kundenrechte auf ehrliche gute Beratung werden gern für mehr Vertriebserfolg vernachlässigt (von Seiten der Führung) -> ehrliche Berater haben es schwer
- Tantiemevergabe (alle Mitarbeiter sollten am Erfolg der Bank teilhaben und eine Grundtantieme erhalten und dazu kommt dann ein individueller Teil)
- Zielvergabe -> interne Abteilungen / Mitarbeiter erhalten keine Ziele und werden nach willkürlicher Einschätzung des Vorgesetzten mit Tantieme versehen oder meistens nicht (es erhalten immer die Gleichen etwas bzw. halt nicht) = keine Motivation
- es fehlt grundsätzlich das Vertrauen zu den Mitarbeitern
- Arbeitszeiterfassung gibt es nur für einen Teil der Belegschaft
- Dinge werden hinter deim Rücken des Mitarbeiters besprochen
- Ehrlichkeit zu den eigenen Kunden: z.B. beim Goldkauf

Verbesserungsvorschläge

- mehr Einbindung der Mitarbeiter bei der Zielplanung
- Abkopplung der Zielplanung von den Verbundpartnern -> eigene Planung (die Verbundpartner sind Dienstleister für die Geno-Banken und nicht umgekehrt!)
- Klare und gerechtere Regelungen bei der Zielmessung
- Kulturwandel: Die Marktfolge / die interen Abteilungen arbeiten für den Vertrieb / Markt und nicht umgekehrt!
- dem Vorstand gehört die Bank nicht und schon gar nicht die Mitarbeiter (-> ablegen der "Gutsherrenart")
- konstruktive Diskussionen und Engagement der Mitarbeiter zulassen - ohne Folgen für die Personen bei Benennung von Missständen
- Ausgaben für z.B. Unternehmensberatungen vorher mit Mitarbeitern besprechen (vllt. Betriebsrat) - ggf. mit Veto-Recht

Arbeitsatmosphäre

Unsicherheit, Angst, schlechte Organisation (z.B. Personaleinsatz, undurchsichtige Zielplanung), keine Wertschätzung für sein Engagement und viele kleine und große falsche Entscheidungen in der Führungsetage,
zwischen gutem oder schlechten Berater wird nur anhand der Verkaufsergebnisse unterschieden

Image

In der (Geno-)Bankenbranche absolut schlecht. Viele sind zu anderen (Geno-)Banken in der Region gewechselt. Neue Mitarbeiter findet die Bank nur sehr schleppend.

Work-Life-Balance

30 Tage Urlaub nach Geno-Tarif, Sabbatical gibt es nicht, ansonsten gibt es auch nix

Karriere/Weiterbildung

Gibt es nicht. Man kann Glück haben, dass irgendwer gekündigt hat und die Stelle neu besetzt werden muss. Und schon ist man Berater ohne Beraterpass 2 oder 3. Mit schriftlicher Verpflichtung bei der Bank zu bleiben darf man dann auch BP 2 machen. Aber bevor man den überhaupt abschließt, hat man natürlich trotzdem die vollen Ziele zu erfüllen. Ob man darf/kann oder nicht. Ansonsten finden nur Weiterbildungen in Form von In-House-Schulungen durch Verbundpartner statt, die die Kosten auch übernehmen. Da viele junge Berater nach Erwerb der Beraterpässe gekündigt haben, achtet man nun darauf nicht zuviel Geld in die Weiterbildung zu stecken - nur das Nötigste gem. gesetzl. Vorgaben.
Ach und kündigt man bevor die Befristung der Verpflichtung abgelaufen ist, besteht die Bank auf Zahlung der Kosten für den Beraterpass. Herrlich - die Bank möchte das der Mitarbeiter als Berater arbeitet und muss dementsprechend die Voraussetzungen schaffen, das der Mitarbeiter den Job machen kann. Einge haben sich nach Kündigung gegen die Zahlung mit der Hilfe eines Anwalts gewehrt und musste natürlich nicht zahlen.

Gehalt/Benefits

Tarifgehalt (oft in falscher Einstufung); viele neue, junge Servicekräfte werden mit TG 2 oder 3 eingestellt; Gehaltserhöhungen sind nur in sehr sehr seltenen Fällen möglich;
besondere Sozialleistungen gibt es nicht

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nicht wirklich. Eher kein Thema.

Kollegenzusammenhalt

Ist gut. Liegt aber auch tendenziell daran, dass alle zusammen in der Raiba BB/HU-Hölle stecken - und das schweisst zusammen. Aber natürlich gibt es auch Kollegen, denen man auf keinen Fall vertrauen sollte.

Umgang mit älteren Kollegen

Unterschiedlich. Alles wird an unrealistischen Zielzahlen festgemacht. Kommt neue Technik, Krankheit und immer höher werdene Ziele dazu, gibt es auch für die älteren Kollegen Feuer.
Es gab also auch schon Versetzungen und Auseinandersetzungen. Das gilt aber für alle Altersgruppen.

Vorgesetztenverhalten

Die Vorgesetzten (mittlere Führungsebene) haben re­si­g­nie­rt und habe eher auch Zukunftsangst. Es wird das weitergegeben was der Vorstand will - ohne Realitätssinn. In Gesprächen / Teammeetings mit den Vorgesetzen wird dann auch oft ganz klar, das sie selbst nicht an eine Zielerreichung glauben (schon nicht bei der Zielvergabe). Die Entscheidungsgewalt liegt rein beim Vorstand.
Aber es gab auch Lügen z.B. im Bewerbungsgespräch und das Weglassen von Info´s (z.B. arbeiten in einer 1-Mann-Filiale oder Kundenzuordnung, die dann nie erfolgte).

Arbeitsbedingungen

Insbesondere veraltete, abgenutzte Möbel (insbesondere in den Filialen), Technik gibts nur die, die gebraucht wird. Mehr auch nicht.

Kommunikation

Es wird viel geredet und spekuliert. Viele Sitzung und Workshops mit heißer Luft.

Gleichberechtigung

Hier ist mir nix negatives bekannt. Außer natürlich, wenn der Vorstand einen Mitarbeiter (egal ob Mann oder Frau) nicht mag (z.B. weil der Mitarbeiter öffentlich wirkliche Missstände angesprochen hat -> ja das reicht hier schon) kriegt er das zu spüren.

Interessante Aufgaben

Der Job mit Menschen/Kunden macht Spaß - ansonsten ergreift ja hoffentlich niemand diese Arbeit. Aber es wird immer vermittelt: Du machst zu wenig! Und das "zu wenig" bezieht sich nur auf den Verkauf von Provisionsprodukten (Fonds, Zertis oder Versicherungen und Bausparverträgen). Was man sonst noch so alles macht an z.B. Sachbearbeitung spielt keine Rolle. Da man sich auch auf das Controlling nicht verlassen kann, macht man das für sich gleich mit. Auch Marketingmaßnahmen bzw. Ideen stammen eher aus dem Vertrieb - man fragt sich häufiger was die internen Abteilungen eigentlich so machen.

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Arbeitgeber-Kommentar

Sehr geehrte/-r ehemalige/-r Kollege/-in,

offensichtlich haben Sie die Raiffeisenbank sehr unzufrieden verlassen.

Ihre Wahrnehmung unseres Unternehmens teilen wir in keinster Weise und bekommen diese zum Glück auch nicht von unserer Belegschaft widergespiegelt.

Beschwerden oder Missstände können unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jederzeit beim Betriebsrat einbringen, damit gemeinsam Lösungen gefunden werden. Mit Problemen dieser Art musste sich der Betriebsrat in der Vergangenheit allerdings nicht auseinandersetzen.

Wir wünschen Ihnen für die Zukunft alles Gute.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.