Motivation trifft auf Mauern
Gut am Arbeitgeber finde ich
Es ist positiv, dass es eine Einrichtung für diese Zielgruppe gibt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Einflussnahmen durch persönliche Beziehungen, begrenzte Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung (Mitarbeitende wirken eher wie Schachfiguren auf dem Brett), geringe Wertschätzung gegenüber langjährigen Mitarbeitenden und solchen, die Veränderungen anstoßen möchten, die Nutzung von Tadel als Führungsinstrument, fehlende Augenhöhe in Gesprächen, ungenutzte Potenziale in der Betreuung, eine abgeschottete Arbeitsweise sowie eine eher autoritäre Unternehmenskultur.
Verbesserungsvorschläge
Es besteht der Wunsch nach einer authentischeren, respektvolleren und menschlicheren Haltung gegenüber den Mitarbeitenden sowie nach einem fairen Umgang mit ihnen.
Arbeitsatmosphäre
Die Zusammenarbeit unter den Kolleginnen und Kollegen verlief sehr gut, soweit dies von den Vorgesetzten (Geschäftsführung und Abteilungstherapeuten) ermöglicht wurde.
Kommunikation
Informationen wurden im Team häufig nicht oder nur verzögert weitergegeben, während sie vorrangig den Vorgesetzten und einem ausgewählten Personenkreis vorbehalten waren. Die gezielte Steuerung von Informationen wurde als Führungsinstrument eingesetzt. Für Mitarbeitende, die Transparenz schätzten oder einforderten, stellte dies eine besondere Herausforderung dar. Ein transparenter Informationsfluss ist ein wesentlicher Bestandteil moderner Führung, insbesondere in der Suchtkrankenhilfe, wo kontinuierliche Information grundlegend für die Arbeit ist.
Work-Life-Balance
Belastungen im Arbeitsumfeld, insbesondere im Verhältnis zu Vorgesetzten und ihrem engeren Umfeld, können die persönliche Work-Life-Balance beeinträchtigen, wenn sie über den Arbeitstag hinauswirken.
Vorgesetztenverhalten
Moderne Führung war in diesem Umfeld kaum erkennbar. Der Führungsstil wirkte pädagogisch geprägt, Mitarbeitende wurden teilweise eher wie Schüler behandelt. Es wurde mit Lob und Kritik gearbeitet, deren Einsatz nicht immer nachvollziehbar war. Dies führte zu Unruhe im Team. Es entstand ein Klima, in dem angepasstes Verhalten gegenüber den Vorgesetzten gefördert wurde. Das erschwerte es, fachliche oder organisatorische Weiterentwicklungen aus dem Team heraus anzustoßen. Es entstand der Eindruck, dass dieses Vorgehen bewusst so gestaltet war.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit mit den Klienten ist sinnstiftend, abwechslungsreich, spannend und zugleich herausfordernd.
Umgang mit älteren Kollegen
Häufig entstand der Eindruck, dass mit zunehmender Betriebszugehörigkeit die Wertschätzung abnahm. Die Anerkennung der Kenntnisse und Erfahrungen älterer Mitarbeiter schien im Verlauf der Zeit zurückzugehen.
Arbeitsbedingungen
Es besteht ein Tarifvertrag, Überstunden werden ausgeglichen, und ein Wochenenddienst pro Monat ist vorgesehen. Die Eingruppierung ist jedoch unterschiedlich zu bewerten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Der Verein lebt unter einer Glasglocke, weshalb die Auswirkungen auf das Umfeld und die Gesellschaft kaum Beachtung finden.
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungen sollten sich stärker am fachlichen Kontext orientieren. Manche Mitarbeitende erhalten gute Weiterbildungen, andere nicht. Darauf hat man als Mitarbeiter keinen Einfluss.