Behäbiger Großkonzern verliert wohl seine Daseinsberechtigung
Arbeitsatmosphäre
Der Druck durch die anstehenden Einsparmaßnahmen ist aktuell immens.
Parallel werden strukturell viele Änderungen, die auch den direkten Arbeitsalltag betreffen, versucht umzusetzen. Diese sind nicht aufeinander abgestimmt, und man hat dadurch Schwierigkeiten, seinen eigentlichen Job abzubilden.
Image
In manchen Bereichen sicherlich gut, aber die Außenwirkung ist traurig. Auf den Social-Media-Kanälen ist der Hund begraben, gefühlt arbeiten in der Abteilung, die dafür zuständig ist, nur Boomer. Da ist deutlich mehr zu holen.
Work-Life-Balance
Kommt immer auf die genaue Stelle und die Vorgesetzten an. Vor allem im außertariflichen Bereich wird deutliche Mehrarbeit erwartet.
Karriere/Weiterbildung
Man wird mit Pflichtschulungen erschlagen, aber sinnvolle Weiterentwicklungen werden dem Produktionsdruck untergeordnet.
Gehalt/Benefits
Entwicklung von Gehältern auf Basis der Performance wird nicht einheitlich oder anhand neutraler Kriterien betrachtet, sondern ist eine Bauchentscheidung der Vorgesetzten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Firma versucht vieles, ist aber an manchen Stellen durch die Kosten gebunden (oft sind Wegwerf-Lösungen massiv günstiger).
Kollegenzusammenhalt
Ist prinzipiell gut, wobei das durch intransparente bzw. unfaire Bevorzugung (Beförderungen, Gehaltsanpassungen) zunichte gemacht wird.
Umgang mit älteren Kollegen
Habe ich nichts zu beanstanden, zumindest in meinem Bereich werden dahingehend alle gleich behandelt.
Vorgesetztenverhalten
Viele Vorgesetzte sind Eigengewächse der Firma, und das merkt man auch.
Hier werden sehr selten Personen eingesetzt, die auch Führungskompetenz besitzen, sondern Titel. Man kriegt das Gefühl, dass ein richtiger HR-Prozess (Management von Talenten) dafür nicht gewollt ist.
Arbeitsbedingungen
Wenn in Sanierungs- bzw. Neubauten keine Klimatisierung in die Büros eingebaut werden, ist das in der heutigen Zeit bitter.
Kommunikation
Für ein Unternehmen in dieser Größe ein Desaster.
Informationen sind generell nur sehr schwer - wenn überhaupt - zugänglich, und dann auch sehr nebulös. Das interne Mitarbeiterportal kommt gefühlt aus dem letzten Jahrtausend, und die Beschaffung jeglicher Information basiert letztendlich auf Kontakten, die man sich aufbauen muss.
Gleichberechtigung
Auf dem Papier ja. In der Realität nein.
Durch den sehr starken Betriebsrat werden alle gleichbehandelt, was vor allem bei Low-Performern dazu führt, dass diese belohnt werden.
Interessante Aufgaben
Definitiv abwechslungsreich und fordernd, aber auch mit notwendiger Unterstützung.

