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Wallpen 
GmbH
Bewertung

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Spannendes Produkt, gute Kollegen – aber Kommunikation bleibt zu oft Einbahnstraße

2,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Administration / Verwaltung bei Wallpen GmbH in Wissen gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Produkt ist spannend und ungewöhnlich.

Die internationale Ausrichtung bietet fachlich interessante Aufgaben und viel Abwechslung.

Besonders positiv habe ich viele Kolleginnen und Kollegen erlebt. Der Zusammenhalt, Humor und persönliche Austausch im Team waren für mich ein wesentlicher Pluspunkt.

Auch die Möglichkeit, schnell Verantwortung für internationale Themen zu übernehmen, kann für die richtige Person sehr attraktiv sein.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Mein zentraler Kritikpunkt ist eine stark top-down geprägte Führungskultur mit aus meiner Sicht relativ geringer echter Partizipation.

Mitarbeiter sollen eigenständig denken und Verantwortung übernehmen, gleichzeitig können abweichende Einschätzungen schnell als Problem wahrgenommen werden.

Besonders schwierig empfand ich die unterschiedlichen Maßstäbe bei der Bewertung von Verhalten. Kleinere Situationen auf Mitarbeiterebene können stark aufgeladen und als Beleg für grundsätzliche Eigenschaften interpretiert werden. Bei Kritik an der Führung hatte ich dagegen teilweise den Eindruck, dass vergleichbare Selbstreflexion weniger selbstverständlich ist.

Dadurch kann eine Situation entstehen, in der Mitarbeiter zunehmend versuchen herauszufinden, welche Meinung oder welches Verhalten gerade erwartet wird, statt offen ihre fachliche Einschätzung einzubringen. Für ein Unternehmen, das auf internationale Märkte, Innovation und eigenständige Mitarbeiter angewiesen ist, halte ich das langfristig für problematisch.

Verbesserungsvorschläge

Mehr echte Beteiligung von Mitarbeitern an fachlichen Entscheidungen – insbesondere dort, wo sie über direkten Kundenkontakt oder spezifisches Fachwissen verfügen.

Kritische Rückfragen und abweichende Einschätzungen sollten stärker als Ressource und weniger als mangelnde Loyalität oder kulturelles Problem verstanden werden.

Erwartungen an Mitarbeiter sollten frühzeitig und konkret kommuniziert werden, anstatt kleinere Alltagssituationen im Nachhinein mit weitreichender Bedeutung aufzuladen.

An Führungskräfte und Mitarbeiter sollten vergleichbare Maßstäbe hinsichtlich Kommunikation, Selbstreflexion und professionellem Verhalten angelegt werden.

Außerdem würde aus meiner Sicht eine klarere Trennung zwischen fachlicher Leistung, persönlicher Sympathie und „Cultural Fit“ helfen. Wenn Leistung kritisiert wird, sollte möglichst konkret benannt werden, welche vereinbarten Ziele oder Erwartungen nicht erfüllt wurden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre habe ich als sehr wechselhaft erlebt. Im Kollegenkreis war sie häufig angenehm, humorvoll und unterstützend. Gleichzeitig entstand für mich durch kurzfristige Entscheidungen, personelle Veränderungen und teilweise schwer vorhersehbare Erwartungen eine gewisse Unsicherheit.

Besonders belastend fand ich weniger einzelne Aufgaben als die Frage, nach welchen Maßstäben Verhalten eigentlich bewertet wird. Teilweise hatte ich den Eindruck, dass vergleichsweise kleine Alltagssituationen nachträglich eine sehr große Bedeutung bekommen und als Ausdruck von Haltung, Teamfähigkeit oder kultureller Passung interpretiert werden können.

Image

wallPen verfügt über ein interessantes Produkt und tritt international als technologisch ambitioniertes Unternehmen auf.

Aus meiner Sicht besteht allerdings eine gewisse Diskrepanz zwischen diesem professionellen Außenbild und einigen internen Strukturen. Gerade bei zunehmender Internationalisierung wäre eine stärkere Professionalisierung von Führung, Verantwortlichkeiten und Entscheidungsprozessen aus meiner Sicht wichtig.

Work-Life-Balance

Die internationale Ausrichtung kann Reisen, kurzfristige Abstimmungen und eine gewisse Flexibilität erforderlich machen. Das gehört für mich grundsätzlich zu einer internationalen Vertriebsposition und war nicht mein Hauptkritikpunkt.

Belastender empfand ich die teilweise schwer vorhersehbare interne Situation und die damit verbundene mentale Unsicherheit. Wenn Prioritäten, Zuständigkeiten oder Erwartungen häufig wechseln, entsteht zusätzlicher Stress, der mit der eigentlichen Arbeitsmenge nicht unbedingt etwas zu tun hat.

Karriere/Weiterbildung

Durch die breite Aufgabenstellung kann man sehr schnell sehr viel lernen, insbesondere über internationalen Vertrieb, Partnerstrukturen und unterschiedliche Märkte.

Eine systematisch aufgebaute Personalentwicklung oder klare längerfristige Karrierepfade habe ich persönlich dagegen nicht deutlich wahrgenommen.

Vieles hängt aus meiner Sicht davon ab, welche Verantwortung man sich selbst erschließt und wie gut dies mit den Vorstellungen der Geschäftsführung zusammenpasst.

Gehalt/Benefits

Die Vergütung meiner Position empfand ich grundsätzlich als marktgerecht.

Mein wesentlicher Kritikpunkt liegt nicht bei der Bezahlung, sondern bei Führung, Rollenverständnis und Unternehmenskultur.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Dazu habe ich während meiner Zeit im Unternehmen keinen ausreichend umfassenden Einblick gewonnen, um eine fundierte Bewertung abzugeben

Kollegenzusammenhalt

Für mich eine der klaren Stärken des Unternehmens.

Ich habe viele Kolleginnen und Kollegen als hilfsbereit, angenehm und humorvoll erlebt. Gerade in einer teilweise angespannten Situation war der gegenseitige Austausch für mich sehr positiv.

Die Zusammenarbeit mit den Kollegen gehört für mich eindeutig zu den Dingen, die ich bei wallPen positiv in Erinnerung behalten werde.

Vorgesetztenverhalten

Hier liegt für mich der größte Kritikpunkt.

Ich habe die Führung als stark inhabergeprägt und top-down orientiert erlebt. Von Mitarbeitern wird Eigenständigkeit, Initiative und Verantwortungsübernahme erwartet. Gleichzeitig hatte ich häufig den Eindruck, dass Eigenständigkeit vor allem dann willkommen ist, wenn sie sich innerhalb der Vorstellungen der Geschäftsführung bewegt.

Abweichende fachliche Einschätzungen oder kritische Rückfragen können dadurch aus meiner Sicht schnell als grundsätzliche Haltung oder mangelnde kulturelle Passung interpretiert werden.

Besonders schwierig empfand ich eine gewisse Asymmetrie der Maßstäbe: Vergleichsweise kleine Verhaltensweisen von Mitarbeitern können sehr weitreichend interpretiert werden. Umgekehrt hatte ich nicht immer den Eindruck, dass wiederkehrende Kritik am Führungsverhalten mit derselben Intensität reflektiert wird.

Für mich fiel dabei auf, dass einzelne Themen, die ich selbst wahrgenommen habe, teilweise auch in Gesprächen mit Kollegen oder in öffentlich zugänglichen Arbeitgeberbewertungen in ähnlicher Form auftauchen. Solche Wahrnehmungen sind natürlich immer subjektiv. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass wiederkehrende Kritik

Arbeitsbedingungen

Die grundlegenden Arbeitsbedingungen empfand ich als in Ordnung.

Verbesserungspotenzial sehe ich eher in der organisatorischen Arbeitsumgebung als in der physischen Ausstattung: klarere Zuständigkeiten, stabilere Prioritäten und nachvollziehbarere Entscheidungswege würden aus meiner Sicht wesentlich mehr zur Arbeitsqualität beitragen.

Kommunikation

Die Kommunikation innerhalb des Teams habe ich teilweise als offen und unkompliziert erlebt. Bei der Kommunikation zwischen Geschäftsführung und Mitarbeitenden sehe ich dagegen deutliches Verbesserungspotenzial.

Aus meiner persönlichen Erfahrung werden Erwartungen nicht immer so konkret formuliert, dass Mitarbeiter zuverlässig wissen können, woran sie gemessen werden. Gleichzeitig können im Nachhinein Dinge als selbstverständlich vorausgesetzt werden, deren Bedeutung vorher für mich nicht erkennbar war.

Schwierig fand ich außerdem, dass Kritik und abweichende Einschätzungen aus meiner Sicht nicht immer als zusätzliche Informationsquelle verstanden werden. Man kann durchaus seine Meinung äußern – ich hatte jedoch nicht immer den Eindruck, dass diese auch tatsächlichen Einfluss auf Entscheidungen hat.

Gleichberechtigung

Hier sehe ich einen deutlichen Widerspruch zwischen Anspruch und gelebter Praxis.

Eigenständigkeit wird grundsätzlich erwartet. Gleichzeitig ist nicht immer klar, wo genau der eigene Entscheidungsspielraum endet. Dadurch kann die Situation entstehen, dass einerseits mehr Eigeninitiative erwartet wird, andererseits Entscheidungen oder Einschätzungen relativ schnell korrigiert werden, wenn sie nicht mit den Vorstellungen der Führung übereinstimmen.

Für Mitarbeiter wäre aus meiner Sicht eine deutlichere Definition hilfreich:

Welche Entscheidungen sollen tatsächlich eigenständig getroffen werden? Wann wird vorherige Abstimmung erwartet? Und anhand welcher Kriterien wird Initiative bewertet?

Ich habe persönlich keine systematische Benachteiligung aufgrund des Geschlechts erlebt.

Mein Kritikpunkt betrifft weniger klassische Gleichberechtigung als vielmehr die Verteilung von Einfluss innerhalb der Hierarchie. Die tatsächliche Möglichkeit, Entscheidungen mitzugestalten, hängt aus meiner Wahrnehmung sehr stark von Position und Nähe zur Geschäftsführung

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben können ausgesprochen interessant sein.

Das Produkt ist ungewöhnlich, international erklärungsbedürftig und eröffnet sehr unterschiedliche Märkte. Gerade im internationalen Vertrieb gibt es viele Möglichkeiten, sich mit neuen Ländern, Partnern, Geschäftsmodellen und Kunden auseinanderzusetzen.

Ich konnte innerhalb kurzer Zeit mit sehr unterschiedlichen internationalen Märkten und Partnerstrukturen arbeiten. Fachlich war das für mich definitiv einer der attraktivsten Aspekte der Position.


Umgang mit älteren Kollegen

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Arbeitgeber-Kommentar

Stefanie SchmidtPersonal

Vielen Dank für Ihre ausführliche Rückmeldung. Wir freuen uns, dass Sie den Zusammenhalt im Team, die fachliche Vielfalt unserer internationalen Ausrichtung und die Möglichkeit, schnell Verantwortung zu übernehmen, positiv erlebt haben.

Wir möchten an dieser Stelle einordnen, dass Ihre Zusammenarbeit mit uns nur wenige Wochen während der Probezeit umfasste. Eine so kurze Zeitspanne lässt aus unserer Sicht nur begrenzt belastbare Rückschlüsse auf grundsätzliche Muster in Führung und Kommunikation zu – zumal sich Strukturen und Zusammenarbeit gerade in der Anfangszeit für neue Kolleginnen und Kollegen häufig erst noch einspielen.

Ergänzend möchten wir betonen, dass uns Vielfalt in unserem Team wichtig ist. Wir verstehen Zusammenarbeit nicht als Anpassung an ein starres Meinungsbild, sondern als Zusammenspiel unterschiedlicher Persönlichkeiten, Erfahrungen und fachlicher Perspektiven. Bewertungen von Leistung und Verhalten sollen sich an nachvollziehbaren, fachlichen Kriterien orientieren – nicht an der Frage, ob jemand 'ins Bild passt'.

Zum Thema Entscheidungsfindung: Fachlich begründete, abweichende Einschätzungen sind bei uns ausdrücklich willkommen und Teil unserer Diskussionskultur. Gleichzeitig liegt die letzte unternehmerische Entscheidung – wie in den meisten Unternehmen – bei der Geschäftsleitung. Für das Vertreten einer abweichenden fachlichen Meinung sind und waren bei uns zu keinem Zeitpunkt Konsequenzen für Mitarbeitende zu befürchten.

Für das positive Feedback zu Kollegenzusammenhalt und den fachlichen Aufgaben bedanken wir uns ausdrücklich – das ist eine schöne Bestätigung für unser Team.

Wir wünschen Ihnen für Ihren weiteren Werdegang alles Gute.

Stefanie Schmidt, HR

Dieser Kommentar bezieht sich auf eine frühere Version der Bewertung.
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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.