Ein Unternehmen mit viel Potenzial, aber mit zu wenig Innovation, um dieses auszuschöpfen. Respekt und Struktur fehlt.
Gut am Arbeitgeber finde ich
faire Vergütung
Gleichberechtigung
Kollegenzusammenhalt
Sonderzahlungen
Vielfalt der Produkte
abwechslungsreiche Aufgaben
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Dass man Angst haben muss, etwas zu sagen und eine Plattform wie Kununu nutzen muss, um Verbesserungen anzusprechen.
- Keine Kommunikation, außer es ist ein Fehler passiert und man sucht einen Schuldigen den man anschreien kann. (Viele Beispiele)
- Dass viel Potenzial im Unternehmen verloren geht, aufgrund von Rückständen oder schlechter Planung in der Fertigung, die zu Kundenunzufriedenheit führen und dadurch den Druck weiter erhöhen. Anstatt Prozesse oder Fehler mit ausreichend Zeit im Detail zu analysieren und nachhaltige, zufriedenstellende Lösungen zu entwickeln.
Verbesserungsvorschläge
- Auch wenn es aktuell schwierig erscheint, auf Langfristigkeit setzen und das Unternehmen mit mehr „Manpower“ voranbringen, auch wenn es Zeit kostet.
- Den technischen Leiter massiv entlasten. (Er ist TL und muss gleichzeitig Qualitätsleiter, Dispoleiter, Projektmanagementleiter, Logistikleiter, Fertigungsleiter und Montageleiter sein). Es geht Potenzial verloren, weil er sich um unnötiges Tagesgeschäft kümmern muss, anstatt das Unternehmen technisch voranzubringen.
- Einen fairen und respektvollen Umgangston auf Augenhöhe mit den Mitarbeitern einführen. Kein Mensch hat es verdient angeschrien zu werden. Respekt gilt auch wenn Fehler entstehen.
- Motivation statt Druck fördern.
- Vereinbarungen und Termine einhalten. (Vorbildfunktion)
- Entscheidungen nicht aus Emotionen heraus treffen.
- Fehlentscheidungen im Management eingestehen und aktiv an Verbesserungen arbeiten.
- Fehlende Abteilungsleiter einstellen, um die Arbeit auf mehrere Schultern zu verteilen und für Entlastung zu sorgen, anstelle mit dem schon überlasteten bestehenden Personal auszukommen.
- Mitarbeiter durch Motivation und Anreize aus der Schockstarre holen, anstatt mit Abmahnungen oder Kündigungen zu drohen.
- Einen Kurswechsel im Umgang mit Führungskräften einleiten: Einschüchterung führt nur zu Ja-Sagern, nicht zu eigenständigen und verantwortungsbewussten Führungspersönlichkeiten.
- Wenn man hohe Ansprüche an nicht ausgebildete Führungskräfte stellt, dann müssen diese aber auch durch Schulungen und Weiterentwicklung unterstützt werden. Sie wurden ja schließlich von der Leitung auf dieser Position eingesetzt.
- Alle Mitarbeiter müssen die aktuell schwierige wirtschaftliche Situation erkennen und verstehen, dass wiederkehrende Fehler, insbesondere solche, die durch fehlende Dokumentation oder Unkonzentriertheit entstehen, behoben und dauerhaft abgestellt werden müssen. Jeder sollte selbst stärker auf Qualität achten, sich mehr im Unternehmen einbringen und Teil der Veränderung werden, um gemeinsam den Karren wieder aus der Krise zu ziehen - das sollte jedoch auch vom GF und TL vorgelebt werden.
- Lieber GF, bitte nehmen Sie diese versuchte konstruktive Bewertung als Anlass, die besorgten oder verbitterten Mitarbeiter zu motivieren und GEMEINSAM an Lösungen zu arbeiten, die das Unternehmen wieder auf Kurs bringen.
Arbeitsatmosphäre
Es wird kaum bis gar nicht gelobt, stattdessen herrscht eine hohe Erwartungshaltung. Der starke Druck auf Qualität und Produktivität überlagert das Vertrauen in die Mitarbeiter. Meinungen werden wenig akzeptiert und Vorschläge klein gehalten. Das Betriebsklima ist von Angst, Druck und ständigem Aufholen von Rückständen geprägt, wodurch Entwicklung und Vertrauen kaum möglich sind.
Kommunikation
Im morgendlichen Meeting werden die Abteilungsleiter regelmäßig vom TL und GF zurechtgewiesen, ihre Mitarbeiter stärker unter Kontrolle zu halten. Wutausbrüche mit Geschrei und respektlosen Anschuldigungen sind dabei von Seiten des GF und des TL keine Seltenheit. Diese Stimmung sollen die Abteilungsleiter anschließend an ihre Mitarbeiter weitergeben.
Auf der Weihnachtsfeier wird der „harte Ton“ dann in lockerer Atmosphäre mit Gelächter relativiert und auf die "gute" Zusammenarbeit angestoßen. Der allgemeine Informationsfluss läuft meist über den Flurfunk, da sich GF und TL selten direkt an die Mitarbeiter wenden. Regelmäßige Meetings (LOP) werden häufig aus Zeitgründen verschoben oder der TL erscheint gar nicht, meist ohne Entschuldigung. Von einer geregelten, dauerhaften Kommunikation kann man leider nicht sprechen.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist leider das Einzige, worauf man sich verlassen kann. Darüber werden viele kleinere Probleme gelöst. Der Zusammenhalt wird täglich gestärkt, weil sich das teilweise absurde Verhalten der Leitung sonst kaum ertragen lässt. Die Abteilung QW fällt einem jedoch des Öfteren in den Rücken, etwa durch haltlose Anschuldigungen, um selbst besser dazustehen.
Work-Life-Balance
Urlaub kann jederzeit genommen werden. Die Arbeitszeiten sind durch ein Gleitzeitmodell, zumindest für die nicht direkt an der Produktion beteiligten Mitarbeiter, geregelt. Durch den hohen Druck nehmen jedoch viele Mitarbeiter die Arbeit gedanklich mit nach Hause und können nicht abschalten, aus Angst, etwas falsch zu machen oder etwas zu vergessen und den nächsten "Ärger" zu kassieren.
Vorgesetztenverhalten
In Konfliktfällen verhalten sich der GF und der TL oft aggressiv, teilweise wird auch geschrien und ein respektloser Umgangston ist häufig zu hören. Entscheidungen werden häufig aus der Not heraus getroffen, um den Kunden schnellstmöglich zufriedenzustellen, anstatt auf nachhaltige Lösungen zu setzen und sich dadurch weiterzuentwickeln. Die Mitarbeiter werden dabei unter hohem Druck eingebunden, wodurch durch die Nichterfüllung unrealistischer Ziele häufig neue Konflikte entstehen.
Interessante Aufgaben
Es gibt mehr Arbeit als Mitarbeiter und die Aufgaben sind nicht gerecht verteilt. Diejenigen, die etwas bewegen wollen, werden häufig mit zusätzlicher Arbeit überhäuft, während andere Aufgaben nicht übernehmen wollen oder sich nicht zuständig fühlen. Die meisten Aufgaben dürfen jedoch eigenständig erledigt werden.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wird gelebt. Frauen haben die gleichen Aufstiegschancen wie Männer und werden sehr geschätzt.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Mitarbeiter werden eingestellt und von ihrem Erfahrungsschatz wird stark profitiert. Durch ihre Erfahrung sind sie noch nicht vom schlechten Umgang im Unternehmen geprägt. Langdienende Mitarbeiter werden jedoch trotz ihrer langjährigen Zugehörigkeit leider nicht ausreichend geschätzt. Mitarbeiter kurz vor dem Ruhestand werden mit ihren Anliegen oft nicht ernst genommen und Gespräche werden immer wieder verschoben.
Arbeitsbedingungen
Es gibt sehr viele notwendige Verbesserungen und dringend zu tätigende Investitionen. Fairerweise muss man jedoch sagen, dass in letzter Zeit mehr investiert wird. Die Verwaltung erhält nach und nach neue Büroräume, die technische Ausstattung wie Computer bleibt jedoch größtenteils unverändert.
Belüftung (wenn vorhanden) und Beleuchtung weisen deutliche Mängel auf: Im Winter friert man, im Sommer ist es viel zu heiß. Der Lärmpegel entspricht Industriestandard, allerdings wird Gehörschutz kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Maschinenpark ist stark veraltet, auch wenn hier teilweise neue Investitionen erfolgen, oft jedoch viel zu spät. Viele Projekte werden lange geplant und verlaufen am Ende im Sand. Über Jahre wurde vieles kaputtgespart und dann nur dürftig repariert. Die Gebäude sind alt und bieten wenig Platz für Wachstum.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Von den Reinigungskräften wird man auf Mülltrennung hingewiesen und das Personalwesen informiert einen darüber bei der Einstellung. Darüber hinaus besteht jedoch wenig Interesse an Umweltfreundlichkeit, abgesehen zur Einhaltung der Vorgaben für das Zertifikat.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter sind überdurchschnittlich fair und entsprechen in den meisten Fällen der Verantwortung. Sozialleistungen werden angeboten und die Gehälter werden pünktlich gezahlt. Sonderzahlungen werden/ wurden auch ausgeschüttet. Leider keine Mitarbeiterbenefits.
Image
Die Mitarbeiter sprechen häufig sehr schlecht über das Unternehmen. Trotz teilweise, schwacher positiver Aspekte überwiegt der permanente Druck, wodurch viele Mitarbeiter zunehmend Motivation und Kraft verlieren. Dadurch wird das Image weiter geschwächt, zugleich bestätigt es jedoch auch die tatsächliche Situation. Viele langjährige Mitarbeiter berichten, dass Versäumnisse des TL aus den letzten Jahren nun ans Tageslicht kommen, diese zu massiven Fehlern führen und deshalb ein enormer Druck auf den Mitarbeitern lastet. Dadurch verschlechtert sich das Image des Unternehmens weiter. Aktuell ist leider keine Besserung in Sicht.
Karriere/Weiterbildung
Aufstiegsmöglichkeiten sind tendenziell vorhanden, wenn man sich engagiert. Allerdings kann man auch schnell zum Sündenbock werden, wenn ein Fehler passiert. Eine gezielte Personalentwicklung gibt es nicht. Weiterbildungen werden in der Regel nicht genehmigt, außer sie sind verpflichtend und selbst dann wird ihnen oft wenig Bedeutung beigemessen. Mitarbeiter sollen sich hauptsächlich um das Hier und Jetzt kümmern; eine weitergehende Entwicklung ist nicht erwünscht.