Nicht zu empfehlen. Wertschätzung fehlt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wertschätzung ist kaum vorhanden. Bei Problemen wird selten über fehlerhafte Prozesse gesprochen, sondern primär nach Verantwortlichen gesucht. Fehler werden lieber in Einzelgesprächen kritisiert als im Team gelöst. Eigenes Führungsverhalten wird nicht hinterfragt – stattdessen wird die Verantwortung oft subtil auf andere verschoben.
Verbesserungsvorschläge
Gute Leistungen sollten anerkannt werden und nicht als Anlass für 4-Augengespräche hinter geschlossener Tür dienen. Kritikgespräche sollten nicht dazu dienen, Unmut über einzelne Mitarbeitende zu äußern, sondern konstruktiv zur Verbesserung beitragen. Fehler passieren überall – entscheidend ist, ob man Ursachen analysiert oder Schuldige sucht. Reflexion beginnt bei der Führung: Auch Vorgesetzte machen Fehler – diese einzuräumen, statt sie zu rechtfertigen oder anderen zuzuschreiben, wäre ein wesentlicher Schritt zu einer besseren Unternehmenskultur.
Arbeitsatmosphäre
Motivation fällt schwer, wenn man spürt, dass selbst gute Ergebnisse nicht ausreichen, um Anerkennung zu erhalten. Die Stimmung schwankt zwischen Anspannung und Frust – echte Zufriedenheit auf Führungsebene ist selten.
Image
Das gute Image entsteht vor allem durch das Engagement der Mitarbeitenden. Intern spiegelte sich das nicht immer wider.
Work-Life-Balance
Die geringe Teamgröße führt dazu, dass Ausfallzeiten schnell zur Belastung für alle werden. Flexible Arbeitszeitmodelle gibt es nicht – Home-Office oder Gleitzeit sind schlicht nicht vorgesehen.
Karriere/Weiterbildung
Als kleines Unternehmen bietet es keine Entwicklungsmöglichkeiten. Eigenes Engagement wird nicht gefördert, wenn es nicht direkt dem Unternehmen zugutekommt.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war auf den ersten Blick okay, aber entspricht nicht dem Arbeits- und vor allem dem Verantwortungsumfang. Gespräche über Gehaltsanpassungen wurden mit sehr kreativen Argumentationen abgelehnt.
Zum Ende des Arbeitsverhältnisses kam es zu einem kurzen arbeitsrechtlichen Streit wegen ausstehendem Gehalt. Die Angelegenheit wurde durch einen Vergleich jedoch zügig beigelegt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Ein Umweltzertifikat wurde auf Kundenwunsch hin angestrebt. Eigene ökologische oder soziale Initiativen des Unternehmens waren nicht erkennbar.
Kollegenzusammenhalt
Die Zusammenarbeit mit dem Team war durchweg positiv. Kollegen begegnen sich mit Respekt, helfen sich gegenseitig und sorgen mit Humor für etwas Leichtigkeit im Arbeitsalltag.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Team bestand fast ausschließlich aus jüngeren Mitarbeitenden – daher keine fundierte Einschätzung möglich.
Vorgesetztenverhalten
Statt Aufgaben realistisch zu planen, wird mit engem Zeitrahmen nach unten delegiert. Kritik an Prozessen wird nicht angenommen, Verantwortung wird selten übernommen. Reflexion und Selbstkritik auf Führungsebene sind nicht erkennbar.
Arbeitsbedingungen
Die Räumlichkeiten sind in die Jahre gekommen. Teppichböden wirken unhygienisch und verbreiten teils unangenehme Gerüche. Für alle Mitarbeitenden steht nur eine einzige Toilette zur Verfügung – getrennte Sanitäreinrichtungen existieren nicht. Die Wände sind sehr dünn, was zu einer akustisch wenig angenehmen Gesamtsituation führt. Technisch arbeitet man mit überholten Programmen und ineffizienten Arbeitsmitteln, was zu unnötiger Mehrarbeit führt.
Kommunikation
Es wird viel kommuniziert – leider oft nicht lösungsorientiert. Wenn etwas nicht rund läuft, steht eher die Verantwortlichkeit im Fokus als die Fehlerquelle. Offene Gespräche sind möglich, führen aber selten zu nachhaltigen Verbesserungen.
Gleichberechtigung
Auffällige Ungleichbehandlung war nicht zu beobachten. Persönliche Wertschätzung war jedoch allgemein selten spürbar – unabhängig von Position oder Leistung.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren vielseitig, selten monoton, und boten inhaltlich Abwechslung. Es bestand Spielraum, sich seine Themen zu gestalten – vorausgesetzt, die Arbeit wird erledigt.