Tolles Team, aber auch Luft nach oben
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nette Leute, gute Aufgaben, kompetente Führungskräfte
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Wenig Spielraum beim Gehalt nach Einstieg, Design Offices, Reisekostenrichtlinie aus dem letzten Jahrhundert, hoher Admin-Aufwand (Finance-Prozesse v.a.)
Verbesserungsvorschläge
Reisekostenrichtlinie realitätsnäher und Design Offices ergonomischer gestalten, wenn man möchte, dass mehr gereist und Zeit im Büro verbracht wird.
Arbeitsatmosphäre
Grundsätzlich bin ich für den Moment abgesehen vom Thema Reisen & Gehaltsentwicklungsmöglichkeiten zufrieden, dazu trägt vor allem ein gutes Kundenprojekt und ein tolles direktes Team bei.
Image
Die meisten Kunden sind zufrieden und oft langjährig dabei, die Markenbekanntheit könnte stärker sein.
Work-Life-Balance
Beratung eben… manche kommen mit ihren 40h gut hin, manche arbeiten dauerhaft deutlich mehr. Hängt auch viel davon ab, wie schnell man die nächste Promotion will. Flexible Arbeitszeiten (Vertrauensarbeitszeit und Outcome-Orientierung) sind aber sehr hilfreich darin, das Leben mit der Arbeit in Einklang zu bringen.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt klare Entwicklungspfade und transparente Anforderungen für den nächsten Schritt, Zahlen sind in diesen Zeiten natürlich am wichtigsten. Sie zu erreichen ist manchmal - gerade im Sales und auf den unteren Levels - auch Glück. Grundsätzlich wird aber selbst in diesen Zeiten befördert und Gehälter angepasst, was nicht selbstverständlich ist - sofern die Leistung stimmt.
Weiterbildungen gibt es viele, v.a. Agile Zertifikate, Projektmanagement und andere Methoden-Standards. Sonst auch diverse Soft-Skills-Trainings. Individualisierte Weiterbildungen sind eher selten und hängen vermutlich vom Verhandlungsgeschick ab.
Gehalt/Benefits
Einstiegsgehälter auf den unteren Leveln sind gut, ab Manager sind die großen Beratungen besser aufgestellt. Große Sprünge gibt es nicht mehr, wer zum Einstieg nicht gut verhandelt hat, hat Pech gehabt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Unter 4h Reisezeit ist der Zug zu nutzen, ansonsten kann man fliegen. Nachdem Reisezeit nicht vergütet wird, ist das Flugzeug natürlich mega attraktiv, da man kürzer unterwegs und oft pünktlicher ist. Wenn man hier wirklich CO2-freundlich wirtschaften möchte, sollte man die Leute irgendwie dafür incentivieren, den Zug zu nehmen, derzeit muss man schon sehr idealistisch sein, um seinen Feierabend in der DB zu verbringen statt halb so lang am Flughafen.
Kollegenzusammenhalt
Mein direktes Team ist mega, jeder inkl. Partner passt aufeinander auf. In der Zusammenarbeit mit Menschen aus anderen Teams ist es mal ellbogiger, mal entspannter. Insgesamt cool.
Umgang mit älteren Kollegen
Gibt außerhalb der Partner-Riege nicht so viele über 50, ich habe aber das Gefühl, es wird mit denen, die es gibt, korrekt umgegangen.
Vorgesetztenverhalten
Lead & Partner sind aufrichtig und immer korrekt.
Arbeitsbedingungen
Design Offices außerhalb der Standorte verdienen den Namen Büro nicht, das ist Arbeiten am Küchentisch. Man wünscht sich mehr Präsenz im Office, aber spart hier. Die Reiserichtlinie sollte auch mal an die Inflation angepasst werden, man möchte, dass Menschen viel beim Kunden sind, aber deckelt bei 130€/Nacht all inklusive, was in Großstädten und zu Messezeiten nicht machbar ist - die Stammkette Motel One, auf die verwiesen wird, sprengt die 130€ selbst regelmäßig. Nicht alle Projektmanager geben eigenmächtig mehr frei, wenn es irgendwie noch günstiger geht, selbst wenn viel gereist werden muss. 4 Tage/Woche im Ibis-Budget oder in Hotel Garnis, die zuletzt 1995 renoviert wurden, machen nicht wirklich Spaß. 160€/Nacht wäre schon mal ein Anfang auf Projekten, die viel Präsenz erfordern und würden die Motivation zu reisen steigern, andere Beratungen schaffen das ja auch. Außerdem darf man Reisen nicht mehr privat verlängern, z.B. mit Verwandtenbesuch übers Wochenende kombinieren, selbst wenn der Preis für die Rückreise mit dem Zug am Sonntag gleich teuer oder günstiger wäre. Auch da frage ich mich, warum das bei anderen geht…
Kommunikation
Im direkten Team gut und auf Augenhöhe, C-Level-Kommunikation manchmal undurchsichtig. Das fehlt oft das Warum und die Hintergründe hinter Entscheidungen.
Gleichberechtigung
Ich habe keine Diskriminierung erfahren als Frau. Top-Management ist aber sehr männlich.
Interessante Aufgaben
Kommt aufs Projekt drauf an. Sonst ist AI wie überall gerade das hot topic, hilft, wenn man Lust drauf hat.

