Fiebertraum..
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die hohe Fluktuation wurde aus meiner Sicht nicht ausreichend intern reflektiert oder aufgearbeitet. Kritische Rückmeldungen wurden häufig relativiert statt konstruktiv genutzt. Zudem entstand bei mir der Eindruck, dass mit öffentlichem Feedback und Bewertungen nicht immer offen und transparent umgegangen wurde, was die Glaubwürdigkeit der Außendarstellung für mich eingeschränkt hat.
Arbeitsatmosphäre
Das Arbeitsklima war stark von Druck, emotionalen Ausbrüchen und einem wenig wertschätzenden Umgang geprägt. Öffentliche Kritik und unangemessene Kommentare belasteten die Zusammenarbeit. Der Kollegenzusammenhalt war grundsätzlich vorhanden, zeigte sich in schwierigen Situationen jedoch nur eingeschränkt.
Kommunikation
Die Kommunikation war von einer hohen Unsicherheit geprägt. In Meetings fiel es vielen schwer, Ideen oder kritische Themen offen anzusprechen, da bei abweichenden Meinungen oder unerwünschten Vorschlägen häufig mit unangemessener Kritik reagiert wurde. Der Umgangston führte teilweise zu öffentlichen Bloßstellungen und einer emotional belastenden Arbeitsatmosphäre, die bei Mitarbeitenden wiederholt zu erheblichem Stress führte.
Kollegenzusammenhalt
Viele Kollegen waren fachlich und menschlich sehr angenehm, dennoch litt der Zusammenhalt unter den Rahmenbedingungen. In Konflikt- oder Stresssituationen handelte oft jeder für sich, was insbesondere bei langjährigen Mitarbeitern auffiel. Die hohe Mitarbeiterfluktuation erschwerte zusätzlich den Aufbau eines stabilen Teams und einer nachhaltigen Unternehmenskultur.
Work-Life-Balance
Überstunden waren regelmäßig Teil des Arbeitsalltags, was in der Branche zwar nicht unüblich ist, jedoch zusätzlich durch die hohe Projektdichte verstärkt wurde. Der Ausgleich von Mehrarbeit war dadurch nur eingeschränkt möglich. Zudem entstand durch verschiedene Kontrollmechanismen der Eindruck eines geringen Vertrauens seitens der Führungsebene, was die wahrgenommene Flexibilität und Eigenverantwortung weiter einschränkte.
Vorgesetztenverhalten
Mein direkter Vorgesetzter forderte mich während eines Auslandseinsatzes zu einer Handlung auf, die ich als rechtlich bzw. ethisch fragwürdig empfand. Dabei wurde mir signalisiert, dass sich dies positiv auf meine zukünftigen Vertragsverhandlungen auswirken würde. Kurz darauf wurde mein Vertrag jedoch nicht verlängert, obwohl die Entscheidung nach meinem Kenntnisstand bereits zuvor getroffen worden war. Dies hat mein Vertrauen in die Führung und die Transparenz von Entscheidungen nachhaltig beeinträchtigt.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit war fachlich sehr interessant und abwechslungsreich. Wer Engagement zeigte, bekam die Chance, an spannenden Projekten mitzuwirken und sich weiterzuentwickeln. Allerdings wurden die Leistungen häufig an sehr hohen Maßstäben gemessen, sodass selbst erfolgreiche Projekte oft mit Kritik oder dem Gefühl verbunden waren, den Erwartungen nicht vollständig gerecht zu werden.
Gleichberechtigung
Es entstand der Eindruck, dass einzelne langjährige Mitarbeitende bevorzugt behandelt wurden. Für einen Großteil der Belegschaft galten hingegen andere Rahmenbedingungen und Erwartungen, was die Wahrnehmung von Fairness und Chancengleichheit beeinträchtigte.
Umgang mit älteren Kollegen
Nur junge Kollegen da.
Arbeitsbedingungen
Solide, aber nicht außergewöhnliche Arbeitsbedingungen. Die technische Ausstattung war zweckmäßig und funktional, die Bürostruktur bestand hauptsächlich aus einem Großraumbüro mit einigen separaten Büroräumen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nein.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt lag aus meiner Sicht im unteren bis mittleren Bereich. Besonders kritisch empfand ich, dass eine zuvor mündlich vereinbarte Gehaltserhöhung nach der Probezeit nicht umgesetzt wurde und die entsprechende Absprache später nicht anerkannt wurde. Dadurch litt das Vertrauen in die Verlässlichkeit von Zusagen seitens des Arbeitgebers.
Image
Innerhalb des Teams wird neuen Mitarbeitenden meist geholfen, sich zurechtzufinden und auf die Arbeitsrealität vorzubereiten. Unter externen bzw. freien Teams ist das Unternehmen in Teilen bereits für seine Arbeitsbedingungen und Abläufe bekannt, was zu einem eher geteilten Ruf führt
Karriere/Weiterbildung
Weiterbildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten waren praktisch nicht vorhanden.