Rückblickend froh, nicht mehr Teil des Unternehmens zu sein :)
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die grundsätzliche Freundlichkeit unter den Kolleg:innen und die solide Work-Life-Balance sind positiv hervorzuheben.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das niedrige Gehaltsniveau, die fehlende Vielfalt und Entwicklungsmöglichkeiten sowie das unprofessionelle Vorgesetztenverhalten wirken stark demotivierend. Auch die Kombination aus langwierigen Prozessen, plötzlich unrealistischen Deadlines und der Erwartung, dass man den Vorgesetzten immer zustimmen muss, macht den Arbeitsalltag unnötig anstrengend.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Professionalität in der Planung und Kommunikation würde die Arbeit deutlich erleichtern. Eine objektive Feedback-Kultur, transparente Entscheidungen und mehr Offenheit für Vielfalt und neue Arbeitsweisen könnten das Unternehmen spürbar voranbringen. Auch Investitionen in moderne Tools sowie echte Weiterbildungsmöglichkeiten wären sinnvoll, um Mitarbeitende langfristig zu motivieren.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre schwankte für mich zwischen Langeweile und Stress. Prozesse, die theoretisch in einer Woche erledigt sein könnten, ziehen sich oft über einen ganzen Monat. Gleichzeitig kommt es vor, dass Projekte so schlecht geplant sind, dass die Deadlines plötzlich extrem eng werden. Diese Mischung sorgt für ein unausgeglichenes Arbeitsklima.
Image
Nach außen versucht das Unternehmen ein positives Bild abzugeben, intern deckt sich dieses Image jedoch nicht mit der Realität. Für mich passten Anspruch und Wirklichkeit nicht zusammen.
Work-Life-Balance
In Bezug auf die Work-Life-Balance kann ich nichts Negatives berichten. Arbeitszeiten und private Zeit ließen sich in der Regel gut vereinbaren.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen oder Weiterbildungsmöglichkeiten gab es praktisch nicht. Persönliche Entwicklung spielte keine Rolle, Aufstiegsmöglichkeiten waren kaum vorhanden.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt lag deutlich unter dem Marktdurchschnitt. Sozialleistungen waren eher minimal und kein besonderer Anreiz, langfristig im Unternehmen zu bleiben.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umwelt- und Sozialbewusstsein war durchschnittlich ausgeprägt. Es gab keine besonderen Initiativen in diese Richtung, aber auch keine negativen Auffälligkeiten. Insgesamt eher unauffällig.
Kollegenzusammenhalt
Im Team war der Umgang grundsätzlich freundlich, allerdings fehlte es deutlich an Vielfalt. Es gab kaum internationale Perspektiven oder kulturelle Offenheit. Das Umfeld wirkte eher engstirnig und wenig weltoffen.
Umgang mit älteren Kollegen
Einen nennenswerten Umgang mit älteren Kollegen gab es nicht, da die meisten Beschäftigten in einem ähnlichen Alterssegment lagen.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Vorgesetzten empfand ich als wenig professionell. Objektives Feedback gab es kaum, man war entweder „gut“ oder „schlecht“. Zudem kam es immer wieder vor, dass Mitarbeitende ohne nachvollziehbare Gründe kündigten oder gekündigt wurden. Das schafft Unsicherheit.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsumgebung war funktional, aber ohne besondere Highlights. Arbeitsbedingungen entsprachen dem Nötigsten, allerdings fehlte es an moderner Ausstattung oder Strukturen, die effizientes Arbeiten fördern.
Kommunikation
Kommunikation war aus meiner Sicht nicht professionell genug. Es gab viel Flurfunk und unnötige Gerüchte. Persönliche Beziehungen zwischen einzelnen Mitarbeitenden hatten teilweise Einfluss auf den Arbeitsalltag, etwas, das in einem professionellen Umfeld nichts zu suchen hat.
Gleichberechtigung
Vielfalt und Gleichberechtigung waren aus meiner Sicht kaum vorhanden. Das Unternehmen wirkte kulturell sehr homogen, unterschiedliche Perspektiven oder ein „multikulturelles“ Umfeld fehlten. Dadurch entstand oft ein recht einseitiges Arbeitsklima.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben selbst waren größtenteils eintönig. Viele Kolleginnen und Kollegen arbeiten dort seit Jahrzehnten und halten weiterhin an Vorgehensweisen fest, die schon vor 20 Jahren üblich waren. Innovation oder Weiterentwicklung habe ich kaum erlebt.