Testosterongeschwängerter Arbeitsalltag in einem systemrelevanten Berufsfeld
Gut am Arbeitgeber finde ich
Das zur Verfügung gestellte Arbeitsmaterial bzw. die Arbeitskleidung zur Gänze.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Unfähigkeit, das Engagement ihres höchsten Gutes im Unternehmen zu erkennen, zu fördern und entsprechend einzubringen.
Verbesserungsvorschläge
Sich maximal auf das eigene Terrain konzentrieren und den Mitarbeitern in der zweiten Reihe in Ruhe und professionell ihren Job machen lassen.
Arbeitsatmosphäre
In Ruhephasen distanziert und zweckmäßig, im Tagesgeschäft dagegen Hand in Hand, lösungsorientiert und im Team.
Image
Dass die Züge regelmäßig fahren, ist nicht dem Image geschuldet.
Work-Life-Balance
Es handelt sich um ein Eisenbahnverkehrsunternehmen, welches sehr viel Wert darauf legt, dass die Work-Life Balance im Zuge der Personalplanung vom Mitarbeiter nicht beansprucht oder erwähnt wird.
Karriere/Weiterbildung
Karriere wird mutmaßlich nach persönlicher Befindlichkeit entschieden und gefördert. Bei internen Ausschreibungen kursierte dahingehend der Begriff "Augenwischerei". So etwas hört man als Arbeitgeber nicht gern.
Gehalt/Benefits
Branchenüblich nach Tarifverträgen durch GdL oder EVG. Abrechnungen stets einwandfrei, was auch nicht immer branchenüblich ist und hier für das Unternehmen spricht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nicht unmittelbar wahrnehmbar und unübersichtlich. Der Strom kommt von woanders und den Unrat entsorgt eine andere Firma.
Kollegenzusammenhalt
Augenscheinlich gut. Jeder muss mit dem Hintern an die Wand kommen. Dies spiegelt sich in der Arbeitsatmosphäre wider, in der sich jeder von dem anderen chronisch beobachtet fühlt. Dies kann sich ggf. als gerechtfertigt erweisen, aber auch zu neuen Freundschaften oder Kontakten führen.
Umgang mit älteren Kollegen
Sie machen das Gleiche, wie die Jüngeren und geben ihre Erfahrung umfangreich bzw. auch sehr gern an sie weiter.
Vorgesetztenverhalten
Man ist gewissermaßen "unter sich" und findet sich absolut spitze. Vereinzelte Vorgesetzte erwecken den Eindruck, als würden sie pausenlos an einer Daseinsberechtigung arbeiten und ihre Funktion/Aufgabe nicht wirklich kennen. Das sorgt für Unwohlsein bei vielen Mitarbeitern, die mit konkreten Tageszielen und klar strukturierten Aufgaben konfrontiert sind.
Arbeitsbedingungen
Das Unternehmen konterkariert und offenbart sich seinem Erscheinungsbild selbst: Die Büro-, Konferenz- und Schulungsräume sind feudaler und besser ausgestattet, als die Ruhe- und Pausenräume für sein höchstes Gut, dem Fahrpersonal. Schade.
Kommunikation
Sie ist branchenüblich aufgesetzt und auf das Nötigste/Beste beschränkt.
Gleichberechtigung
Keine Beanstandungen. Multikulti vom Feinsten, was Spaß macht.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind wiederkehrend und spannend bzw. stets mit unerwarteter Action und tollen Spezialeffekten garniert, die auf Zack halten.