Gut am Arbeitgeber finde ich
* Eine spannende und abwechslungsreiche Veranstaltungsbranche mit unterschiedlichen Veranstaltungsbereichen
* Regelmäßige Unternehmensveranstaltungen zur Information über aktuelle Themen
* Klimatisierte Büroräume
* Die Möglichkeit, gelegentlich Freikarten für Veranstaltungen zu erhalten
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die mangelnde Struktur und Betreuung in der Ausbildung, fehlende Wertschätzung und Transparenz bei beruflichen Perspektiven sowie begrenzte Übernahmechancen. Hinzu kommen teilweise problematische Arbeitsbedingungen und ein Umgang miteinander, der je nach Abteilung stark variiert.
Verbesserungsvorschläge
Ein strukturiertes Ausbildungskonzept mit verbindlichen Abläufen, regelmäßigen Gesprächen und einer verlässlichen Planung der Abteilungswechsel wäre dringend notwendig. Die Ausbildungspläne sollten für alle Auszubildenden gleichermaßen gelten, damit die Verteilung der Abteilungen fair bleibt.
Darüber hinaus braucht es feste Ansprechpartner in den Fachbereichen, die sich aktiv um die fachliche Entwicklung kümmern und regelmäßig Feedback geben. Auch der Austausch zwischen den verschiedenen Ausbildungsjahrgängen sollte wieder stärker gefördert werden. Hier hat sich das Miteinander in der Vergangenheit deutlich besser entwickelt, während aktuell zu wenig unternommen wird, um den Zusammenhalt zu stärken.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre hängt stark von der jeweiligen Abteilung und den Menschen ab. Mit einem guten Team kann die Zusammenarbeit sehr angenehm sein. In anderen Bereichen gibt es hingegen spürbares Verbesserungspotenzial. Insgesamt gibt es sowohl positive als auch kritische Seiten.
Karrierechancen
Die Übernahmechancen entsprechen nicht den Erwartungen, die man an einen großen Ausbildungsbetrieb stellen würde. Trotz hoher Arbeitsbelastung und zahlreicher Überstunden bei den Festangestellten wird teilweise kein zusätzlicher Personalbedarf gesehen.
Dadurch verlassen gute und engagierte Auszubildende das Unternehmen, obwohl sie bereits eingearbeitet sind und wertvolle Erfahrungen gesammelt haben. Ein Ausbildungsbetrieb sollte das Ziel verfolgen, qualifizierten Nachwuchs langfristig zu halten, statt ihn aufgrund fehlender Perspektiven zu verlieren.
Arbeitszeiten
Die Gleitzeit und flexiblen Arbeitszeiten ermöglichen grundsätzlich eine gute Gestaltung des Arbeitsalltags. In arbeitsintensiven Phasen steigen die Überstunden jedoch teilweise massiv an. Gleichzeitig ist der Abbau dieser Stunden aufgrund der angespannten Personalsituation in manchen Abteilungen kaum möglich.
Besonders widersprüchlich ist es, wenn von der Personalabteilung zum Überstundenabbau aufgefordert wird, ohne die personellen Voraussetzungen dafür zu schaffen. Abgesehen davon bieten die Arbeitszeitmodelle viel Flexibilität, und mit einem guten Team lassen sich Lösungen finden.
Ausbildungsvergütung
Solide und faire Ausbildungsvergütung nach TVöD. Natürlich geht immer noch etwas mehr.
Die Ausbilder
Die Kombination aus Ausbildungsleitung, Personalleitung und juristischer Tätigkeit scheint in der Praxis zulasten der eigentlichen Ausbildungsbetreuung zu gehen. Die Unterstützung und Förderung der Auszubildenden kommt dabei zu kurz.
Regelmäßige Jour-fixe-Termine fallen häufig aus, wodurch ein kontinuierlicher Austausch und die gezielte Bearbeitung von Problemen kaum stattfinden. Auch bei Abschlussprüfung, Verabschiedung und beruflicher Zukunft fehlt es teilweise an Unterstützung und Wertschätzung.
Zudem hängt die Qualität der Ausbildung stark von der jeweiligen Abteilung ab. Während sich einige Mitarbeitende engagiert um Auszubildende kümmern, fehlt es andernorts an geeigneter Betreuung. Feste Ansprechpartner und ein durchdachtes Ausbildungskonzept wären dringend notwendig.
Spaßfaktor
In der richtigen Abteilung und mit den passenden Kolleginnen und Kollegen kann der Spaßfaktor sehr hoch sein. Die Veranstaltungsbranche ist abwechslungsreich und bietet viele spannende Einblicke. Besonders bei Veranstaltungen und im Team macht die Arbeit Freude. Natürlich gibt es auch stressige Phasen und weniger schöne Momente. Im regulären Arbeitsalltag hängt der Spaß allerdings stark vom Team und der jeweiligen Abteilung ab.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben unterscheiden sich stark je nach Abteilung. Teilweise wird vergessen, dass man sich noch in der Ausbildung befindet und nicht selten bereits Aufgaben einer festangestellten Person übernimmt. In anderen Bereichen ist man eher „Mädchen für alles“ und erledigt Tätigkeiten, die andere nicht übernehmen möchten. Unterstützung ist selbstverständlich, sollte aber nicht zulasten des eigentlichen Ausbildungszwecks gehen.
Positiv sind die Abteilungen, die Verantwortung übertragen, eigene Projekte ermöglichen und durch regelmäßiges Feedback zur fachlichen Entwicklung beitragen. Hier besteht insgesamt noch deutliches Verbesserungspotenzial.
Variation
Die Vor- und Nachbereitung von Messen, Veranstaltungen und Projekten folgt häufig ähnlichen Abläufen. Je nach Größe und Art der Veranstaltung variieren die Anforderungen jedoch. Besonders spannend ist die Vielfalt der Veranstaltungsbereiche und Zielgruppen, auf die man sich immer wieder neu einstellen muss.
Respekt
Der Status als Auszubildende sollte weder die Wertschätzung der eigenen Arbeit noch den respektvollen Umgang miteinander beeinflussen. Leider entsteht durch ausgeprägten Flurfunk schnell ein negatives Bild von Personen, teilweise auf Grundlage privater Gespräche.
Auch die Kommunikation rund um Abschluss, Übernahme und berufliche Perspektiven ist verbesserungswürdig. Wenn eine Übernahme zunächst in Aussicht gestellt wird, sollte eine spätere Absage transparent und persönlich kommuniziert werden. Stattdessen fehlte es teilweise an klaren Gesprächen und Wertschätzung für die Eigeninitiative bei der Jobsuche. Dass zum Ausbildungsabschluss selbst von höheren Positionen eine persönliche Gratulation ausbleibt, hinterlässt ebenfalls einen enttäuschenden Eindruck.