Zu Beginn sehr vielversprechend und dann sehr viel Ernüchterung
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Kollegen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Vorgesetzten und die fehlende Kompetenz, die sich durch so viele Bereiche zieht.
Verbesserungsvorschläge
Es täte der Firma gut, sich professionelle und erfahrene Geschäftsführer*innen mit Plan und Strategie zu holen.
Arbeitsatmosphäre
Hier kommt es sehr auf den jeweiligen Kreis an. In unserem Kreis war bis zur 2. Kündigungswelle eine sehr gute Arbeitsatmosphäre, man hat sich gut verstanden und effizient zusammengearbeitet. Aus anderen Kreisen kamen hier aber ganz andere Stimmen und Geschichten.
Kommunikation
Nach außen hin wird viel Wert auf eine angeblich offene und ehrliche Kommunikation gelegt, im Innen sieht die Realität anders aus. Es wird regelmäßig nach Feedback gefragt, gibt man welches, wird es aber gezielt ignoriert.
Auch bekommt man, auch auf Nachfrage, keine ehrlichen Antworten, das enttäuscht mich bis Heute am meisten. 1to1s kann man sich zum Beispiel getrost sparen, gefühlt sind das nur Termine, die abgehakt aber nicht ernst genommen werden.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist vermutlich mit der stärkste Grund, warum die Leute bleiben. Die zwischenmenschliche Zusammenarbeit, zumindest mit den direkten Kollegen, ist einfach wunderbar. Darüber hinaus... naja.
Work-Life-Balance
Flexible Arbeitszeiten und Remote Work schaffen eine gute Vereinbarkeit von Privatleben und Arbeit.
Vorgesetztenverhalten
Keine Worte dafür, weder für die direkten Vorgesetzten (bei welchen man sich teilweise fragt, wie sie es überhaupt in eine Head of Position geschafft haben?) - ebenso die Geschäftsführung. Man merkt, dass wenig Leute betriebswirtschaftliche Erfahrung haben, insbesondere die CEOs. Es gibt keine strategische Planung, wenn was nicht in 5 Minuten funktioniert wird die Strategie wenn es sein muss auch alle 3 Monate über den Haufen geworden - und dann ist die Verwunderung groß, wenn etwas nicht funktioniert.
Es täte der Wikando / Fundraisingbox gut, einen erfahrenen Geschäftsführer bzw. eine erfahrene Geschäftsführerin einzustellen und in den oberen Positionen generell mal zu schauen, ob Stellen wirklich sinnvoll besetzt sind.
Interessante Aufgaben
Wenig Änderungen und Neuerungen, es kommt ziemlich schnell zum Alltagstrott.
Gleichberechtigung
Beförderungen gehen häufig an männliche Kollegen über deren Kompetenz man diskutieren darf.
Umgang mit älteren Kollegen
Wenige ältere Kollegen, deshalb hier keine wirkliche Einschätzung möglich.
Arbeitsbedingungen
Technik ist weitestgehend modern, um das drum herum muss man sich selbst kümmern, da die Firma komplett remote ist.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Wird sporadisch als relevantes Thema betrachtet und verschwindet dann wieder in der Versenkung. Freie Tage um zB bei NGOs mitzuarbeiten werden wehement abgelehnt. Generell gilt hier oft, mehr Schein als Sein.
Gehalt/Benefits
NGO Branche ja, hat geringe Gehälter, aber es gäbe genügend gute Benefits, die man anstelle dessen bringen könnte. Aber es wird um jeden Euro gerungen, egal wie lächerlich und schlecht die Argumentation ist.
Image
Es gibt viel Unzufriedenheit - und es wird auch wenig dafür getan, die Leute bei Laune zu halten und Wogen zu glätten. Viele halten den Mund, denn die Work-Life-Balance und Kollegen hält die meisten, auch wenn die anderen Bedingungen längst nicht mehr passen.
Karriere/Weiterbildung
Um Weiterbildung muss man sich selbst kümmern, aber nur, solange sie kostenlos ist. "Karriere" gibt es nur für ausgewählte Mitarbeiter, dann aber auch eher, damit der Lebenslauf auf LinkedIn regelmäßige Updates bekommst.