Wenig Geld. Zu viel Druck..
Gut am Arbeitgeber finde ich
Kollegenzsammenhalt
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Extremer Druck, für sehr wenig Geld.
Ich bin als Quereinsteiger in die Position gestartet und mir wurde zu Beginn zugesichert, dass ich ausreichend Zeit zur Einarbeitung bekommen würde. In der Realität wurde ich jedoch sehr schnell ins kalte Wasser geworfen und es wurden von Anfang an Leistungen und Kenntnisse erwartet, die ich in dieser kurzen Zeit nicht erfüllen konnte.
Der Arbeitsalltag war geprägt von dauerhaft hohem Druck. Es gab ständig Anrufe, E-Mails und intensive Nachfragen zu Zahlen und Ergebnissen. Diese Art der Führung habe ich als extrem belastend empfunden. Unterstützung oder echtes Verständnis für neue Mitarbeiter war kaum vorhanden.
Besonders negativ ist mir der Umgangston aufgefallen. Aus meiner Sicht fehlt es den Vorgesetzten deutlich an Empathie und einem respektvollen Führungsstil. Mitarbeiter – sowohl im Innen- als auch im Außendienst – werden stark unter Druck gesetzt. Teilweise war es schwer mitanzusehen, wie mit Kollegen gesprochen wurde.
Zudem hatte ich den Eindruck einer klaren „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ innerhalb des Unternehmens. Insbesondere Mitarbeiter im Lager wurden aus meiner Sicht deutlich schlechter behandelt und weniger wertgeschätzt als andere Bereiche.
Auch die Rahmenbedingungen stimmen aus meiner Sicht nicht:
Die Bezahlung ist eher niedrig, Sozialleistungen sind kaum vorhanden und das Prämienmodell ist unattraktiv – insbesondere für den Innendienst. Nach meinem Kenntnisstand wurden dort über einen längeren Zeitraum hinweg keine Prämien ausgezahlt, trotz hoher Anforderungen.
Zusätzlich wurde eine interne Konkurrenzkultur gefördert, bei der jeder für sich kämpfen sollte, anstatt als Team zu arbeiten. Das hat das Arbeitsklima weiter verschlechtert.
Bestimmte Standorte bzw. Bereiche galten intern als wenig attraktiv, was sich auch in der Personalbesetzung widerspiegelte. Auch Arbeitszeiten und generelle Arbeitsbedingungen habe ich als sehr schwierig empfunden.
Besonders stressig und unangenehm waren Aktionszeiträume wie z. B. Black Friday oder saisonale Kampagnen, in denen der Druck nochmals deutlich erhöht wurde.
Positiv hervorheben möchte ich jedoch einige Kollegen im Außendienst, die trotz der Umstände hilfsbereit und korrekt waren und mich unterstützt haben.
Die Gesamtsituation hat sich stark auf meine psychische Gesundheit ausgewirkt. In dieser Zeit ging es mir sehr schlecht und ich war kurz davor, ernsthafte gesundheitliche Konsequenzen zu ziehen.
Verbesserungsvorschläge
Austausch des Vorgesetzten im Team Süd Vertriebsaussendienst.