1 Bewertung von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
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Die räumliche Arbeitsumgebung war ansprechend, die Lage attraktiv. Innerhalb des Teams war ein kollegialer Austausch grundsätzlich möglich. Zudem arbeiteten dort einzelne fachlich sehr versierte und engagierte Kolleg:innen, deren Professionalität und Erfahrung zu einem grundsätzlich hohen fachlichen Niveau im Arbeitsalltag beitrugen.
Inhaltlich bot das Projektumfeld ein hohes Arbeitsvolumen, unter anderem durch Kooperationen mit einer internationalen Hotelkette, was grundsätzlich Potenzial für anspruchsvolle Aufgaben bot.
Die Arbeitskultur war stark hierarchisch geprägt und in hohem Maße von einzelnen Führungspersonen abhängig. Führungsverhalten, Kommunikation und Entscheidungsprozesse wirkten häufig situativ, personenbezogen und wenig professionell. Wertschätzung, konstruktives Feedback und ein respektvoller Umgang waren nur eingeschränkt vorhanden.
Auffällig war zudem eine mangelnde Trennung zwischen fachlicher Rolle und Machtposition. Aufgabenverteilung, Kommunikation und Priorisierung erschienen nicht immer sachlich begründet, sondern folgten informellen Hierarchien. Konstruktive Hinweise aus dem Team wurden nicht systematisch aufgegriffen oder ernsthaft weiterverfolgt.
Die Folge war eine dauerhaft angespannte Arbeitsatmosphäre mit hoher Unsicherheit, geringer Planungssicherheit und spürbarer Fluktuation. Neue Mitarbeitende verließen das Unternehmen teilweise nach kurzer Zeit, während erfahrene Kolleg:innen offen über einen Wechsel nachdachten. Insgesamt entstand der Eindruck eines Arbeitsumfelds, das weniger durch fachliche Klarheit und verlässliche Strukturen getragen wird als durch individuelle Machtkonstellationen. Vorhandenes fachliches und personelles Potenzial wurde dadurch nicht nachhaltig entwickelt, was die Perspektive auf eine langfristig stabile und professionelle Arbeitskultur erheblich einschränkte.
Eine grundlegende Weiterentwicklung der Führungskultur erscheint dringend erforderlich. Dies betrifft insbesondere soziale Kompetenz, Kommunikationsfähigkeit sowie den respektvollen Umgang mit Mitarbeitenden. Ohne diese Voraussetzungen lassen sich weder Vertrauen noch nachhaltige Zusammenarbeit etablieren. Langfristig wäre eine kritische Reflexion der bestehenden Führungsrollen und -kompetenzen notwendig, um weiteren personellen Abwanderungen vorzubeugen.
Die Arbeitsatmosphäre war stark von der jeweiligen Stimmung einzelner Führungspersonen abhängig. Dies führte zu Unsicherheit und einem angespannten Arbeitsklima.
Das nach außen vermittelte Image stand nur eingeschränkt im Einklang mit der internen Realität. Konstruktive Kritik fand im Arbeitsalltag faktisch keinen strukturierten Raum und wurde nicht systematisch aufgegriffen. Stattdessen äußerte sie sich punktuell und ungeplant in längeren, informellen Gesprächen unter Mitarbeitenden, was auf fehlende funktionierende Feedback- und Klärungsprozesse hinwies.
In Einzelfällen kam es zu Kontaktaufnahmen außerhalb der regulären Arbeitszeit im Zusammenhang mit noch offenen Aufgaben, wobei der Tonfall als deutlich konfrontativ und nicht sachlich wahrgenommen wurde. Dies relativierte die formale Abgrenzung zwischen Arbeits- und Freizeit erheblich.
Klare Karriereperspektiven oder strukturierte Entwicklungsmöglichkeiten waren nicht erkennbar. Weiterbildung wurde nicht systematisch gefördert, persönliche Entwicklung blieb weitgehend Eigeninitiative.
Die Vergütung lag deutlich unter dem branchenüblichen Niveau und stand nicht in einem angemessenen Verhältnis zu Verantwortung und Arbeitsbelastung. Zusätzliche Sozialleistungen oder transparente Entwicklungsmodelle waren nicht erkennbar.
Der Zusammenhalt unter den Kolleg:innen war grundsätzlich positiv. Belastungen resultierten jedoch weniger aus der Zusammenarbeit im Team als aus führungsbedingten Rahmenbedingungen. Insbesondere die stark stimmungsabhängige Führung führte wiederholt zu Kettenreaktionen im Team und beeinträchtigte das Arbeitsklima.
Das Führungsverhalten war stark hierarchisch und personenbezogen geprägt. Die Arbeitsatmosphäre hing häufig von der jeweiligen Stimmung der Führung ab, was zu Unsicherheit im Team führte. Aroganz, ausgeprägtes Mikromanagement sowie ein insgesamt respektarmer Umgang ersetzten vielfach Wertschätzung, konstruktives Feedback und professionelle Distanz.
In Teammeetings trat regelmäßig eine der Geschäftsführung nahestehende Person auf, deren Rolle und Zuständigkeit für die Mitarbeitenden nicht transparent war. Der Kommunikationsstil war häufig abwertend und respektlos. Wortmeldungen einzelner Mitarbeitender wurden öffentlich herabgesetzt, zudem kam es wiederholt zu unangemessenen, teils sexistischen und grenzüberschreitenden Bemerkungen. Dies trug maßgeblich zu einer angespannten und verunsichernden Arbeitsatmosphäre bei.
Dieselbe Person setzte darüber hinaus regelmäßig Einzelgespräche mit Mitarbeitenden an, obwohl sie nicht operativ in das Tagesgeschäft eingebunden war. Diese Gespräche fanden unter vier Augen statt und gingen über einen rein informellen Austausch deutlich hinaus. Inhalt und Rahmen wurden von mehreren Mitarbeitenden als persönlich bewertend und prüfend wahrgenommen.
A
Die räumlichen Bedingungen waren sehr gut. Das Büro befand sich in einer ansprechenden Altbauvilla mit angenehmer Arbeitsatmosphäre.
Die technische Ausstattung entsprach hingegen nicht mehr durchgängig dem aktuellen Stand. Teilweise wurde mit veralteter Hardware gearbeitet, was im Arbeitsalltag wiederholt zu technischen Einschränkungen und Unterbrechungen führte.
Die Kommunikation war überwiegend top-down organisiert, häufig situationsgetrieben und insgesamt wenig transparent. Rückfragen oder kritische Hinweise wurden nicht durchgängig als konstruktiver Beitrag verstanden.
In einem Teammeeting präsentierte ein Kollege eine strukturierte und sachlich ausgearbeitete Liste mit konkreten Anmerkungen und Verbesserungsvorschlägen zur Arbeitsweise. Diese wurde nicht inhaltlich aufgegriffen, sondern eher beiläufig relativiert und abgetan. Der Beitrag wurde dadurch faktisch entwertet, was ich als wenig wertschätzend empfand und was aus meiner Sicht dazu beitrug, dass konstruktive Beteiligung im Team gehemmt wurde.
Die Aufgabenverteilung war nicht durchgängig fachlich sinnvoll. Insbesondere neue Mitarbeitende wurden überwiegend mit wenig attraktiven oder operativen Aufgaben betraut, während eine strukturierte Einarbeitung fehlte.