6 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
6 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
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6 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 1,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Eine
Das Bewerbungssystem in Deutschland wirkt zunehmend außer Kontrolle. Man schreibt eine Bewerbung, erfüllt die Anforderungen, bringt Qualifikationen und Erfahrung mit – und bekommt kurz darauf die Standardantwort: „Vielen Dank für Ihre Bewerbung. Leider haben wir uns für andere Kandidaten entschieden.“
Aber warum eigentlich?
Ich habe zunehmend den Eindruck, dass Stellenanzeigen und automatisierte Bewerbungsverfahren Arbeitgebern indirekt ermöglichen, Bewerber nach Kriterien auszusortieren, die mit der tatsächlichen Qualifikation wenig zu tun haben. Alter? Herkunft? Name? Lücke im Lebenslauf? „Passt nicht ins Profil“? Wer weiß das schon – denn Transparenz ist offenbar nicht vorgesehen.
Bewerbungen werden aussortiert, bevor überhaupt jemand ernsthaft hinschaut. Am Ende bleiben Absagen, Standardfloskeln und ein Bewerber mit der Frage: Woran lag es eigentlich?
Und dann kommt die mittlerweile völlig abgenutzte Begründung:
„Aufgrund der Vielzahl hochqualifizierter Bewerbungen haben wir uns für einen anderen Kandidaten entschieden.“
Ganz ehrlich: Diese Ausrede funktioniert schon lange nicht mehr.
Wenn angeblich so viele qualifizierte Bewerber vorhanden sind, warum wird dann nicht transparent erklärt, nach welchen Kriterien ausgewählt wurde? Warum bleibt im Dunkeln, weshalb jemand mit passender Qualifikation aussortiert wird?
Natürlich bedeutet eine Absage nicht automatisch Diskriminierung. Aber ein System, das Entscheidungen trifft, ohne nachvollziehbar zu machen, warum jemand abgelehnt wurde, schafft Misstrauen – und öffnet Tür und Tor für genau diesen Verdacht.
Vielleicht ist es Zeit, nicht ständig über den „Fachkräftemangel“ zu jammern, sondern endlich darüber zu sprechen, wie Bewerber tatsächlich behandelt werden.
Denn wer ständig qualifizierte Menschen aussortiert und ihnen anschließend erzählt, es habe einfach „zu viele gute Bewerbungen“ gegeben, sollte sich irgendwann die Frage stellen:
Ist wirklich der Arbeitsmarkt das Problem – oder längst das Bewerbungssystem selbst?
Komischer Bewerbungsprozess
Eine Bewerbung sollte ein transparenter Weg sein, um Fähigkeiten, Erfahrung und Motivation sichtbar zu machen. Wenn jedoch bereits der Bewerbungsprozess selbst zur Hürde wird, entstehen berechtigte Zweifel daran, wie fair dieses Verfahren tatsächlich ist.
Eine Bewerbung lässt sich nicht problemlos vervollständigen, ein Bewerbungsprofil bleibt bestehen, doch was anschließend mit den eingereichten Informationen passiert, bleibt für viele Bewerberinnen und Bewerber eine Blackbox. Transparenz sieht anders aus.
Statt einer einfachen und effizienten Standardbewerbung werden 18 zusätzliche Fragen verlangt, die erheblich mehr Zeit und Aufwand verursachen. Die entscheidende Frage lautet: Dient dieser zusätzliche Aufwand wirklich einer besseren Auswahl – oder wird ein komplizierter Prozess geschaffen, der Bewerber unnötig aussiebt?
Besonders irritierend ist die anschließende Kommunikation. Im Bewerbungsprofil steht lediglich „Abgeschlossen“, eine offizielle E-Mail oder sonstige Rückmeldung erhält man jedoch nicht. Als Bewerber ist daher nur schwer einzuschätzen, ob es sich um eine Absage handelt oder ob die Bewerbung noch anderweitig bearbeitet wird.
Ob solche Strukturen bewusst entstehen oder nur das Ergebnis mangelnder Organisation sind, lässt sich schwer nachweisen. Genau diese fehlende Nachvollziehbarkeit ist jedoch das Problem. Wo Transparenz fehlt, entsteht Misstrauen. Man fragt sich unweigerlich: Ist dieser komplizierte Ablauf tatsächlich so gewollt oder handelt es sich schlicht um Inkompetenz?
In Deutschland hört man seit Jahren den Vorwurf, dass besonders attraktive Positionen nicht immer ausschließlich nach Leistung vergeben werden, sondern häufig dort landen, wo Beziehungen, Empfehlungen und persönliche Netzwerke den entscheidenden Vorteil bringen. Natürlich lässt sich nicht behaupten, dass dies in jedem einzelnen Fall geschieht. Aber wenn ein Bewerbungsprozess kompliziert, undurchsichtig und schwer nachvollziehbar wirkt, stellt sich zwangsläufig die Frage, ob tatsächlich alle Bewerber die gleichen Chancen erhalten.
Eine Führungskraft sollte deshalb nicht nur auf die Anzahl der eingereichten Formulare schauen, sondern auf die Qualität des gesamten Auswahlprozesses. Denn ein kompliziertes Verfahren ist noch lange kein gerechtes Verfahren. Wer gute Fachkräfte gewinnen möchte, muss Vertrauen schaffen – nicht zusätzliche Zweifel.
Gerechte Bezahlung, bei einer zeitarbeitsfirma bekommt man mehr Gehalt wie bei wolpert , etwas mehr Ehrlichkeit und mit offene Karten spielen.
Gebt euch keine Mühe, wird nicht geschätzt geschweige denn ordentlich vergütet und ich übertreibe nicht eine normale Bezahlung wäre angebracht.
Sich zuerst Gedanken machen was man eigentlich will und welche Stelle man besetzen möchte.