Macht immer noch Spaß. Aber man verspielt zunehmend das Wohlwollen der Mitarbeitenden - völlig ohne Not
Gut am Arbeitgeber finde ich
Man kann seine eigenen Ideen einbringen und Arbeitsabläufe werden dahingehend regelmäßig verbessert. So kann man sich sein Arbeitsumfeld selbst mitgestalten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Im letzten Jahr gab es einige plötzliche Rucke am Steuerrad ganz oben, die uns durchgeschüttelt haben. Wegen fehlender Begleitkommunikation wächst ein generelles Störgefühl in der Belegschaft. Das Vertrauen darin, dass die Eigentümer einen langfristigen Plan haben, schwindet. Sorgen wachsen bezüglich der langfristigen Jobsicherheit.
Unter dieser Bewertung wird wieder der Kommentar der Personalabteilung stehen, dass man mir für mein Feedback dankt und es möglichst einarbeiten will. Die Kollegen in dieser Abteilung sind auch top und versuchen ihr bestes, aber wir wissen alle, dass "ganz oben" völliges Desinteresse an den Rückmeldungen aus der Belegschaft herrscht und es daher nur eine Floskel ist.
Verbesserungsvorschläge
Es muss dringend umgesteuert werden bei dem Verhalten gegenüber der Belegschaft. Man verspielt damit die Loyalität dieser und sollte sich der eigenen Position im Markt nicht zu sicher sein. Ein bisschen mehr Respekt und Dankbarkeit statt Misstrauen wäre anständig.
Arbeitsatmosphäre
Es ist nach wie vor ein sehr angenehmes, harmonisches Umfeld. Kollegen gehen sehr respektvoll und freundlich miteinander um. Seit ca. einem Jahr dreht die Stimmung aber, weil der CEO auf Misstrauen und das Runterfahren von Benefits setzt. Das kratzt an der ansonsten positiven Stimmung. Da wir extrem erfolgreich im Markt sind, fragen sich alle zudem, warum die Änderung einsetzte. Wird man bestraft, weil man die letzten Boomjahre über so hart geackert hat?
Image
In der Branche ist wpd bekannt und respektiert. Außerhalb der Fachwelt kennt uns kein Mensch.
Work-Life-Balance
Ohne jede Not wurde die Homeoffice-Regelung zum Jahreswechsel 2025/26 verschärft. Wenn man den Text liest, fühlt sich das richtig mies an. Beispiel: Kein Homeoffice mehr direkt vor oder nach Urlaubstagen. Was steht da im Subtext? Wenn ich Freitag in den Urlaub fliege würde ich Donnerstag im Homeoffice nicht arbeiten? In Anbetracht der Arbeitsmenge, die jeder wegackert, ist das nur ein Schlag ins Gesicht der Leute, die sich für die Energiewende (und die beiden Eigentümer der Firma) aufopfern.
Karriere/Weiterbildung
Man kann sich im Unternehmen weiterbilden und auch weiterentwickeln. Im Sinn von "Neue Aufgaben übernehmen". Wer sich aber über einen Platz in einer Hierarchie definieren will, wird hier aber nicht glücklich. Das bringen flache Hierachien so mit sich. Manchmal finde ich es schade, dass Leute nur genau das als Weiterentwicklung betrachten.
Gehalt/Benefits
Ich könnte anderswo mit meiner Qualifikation und Berufserfahrung sicher mehr verdienen. Trotzdem bin ich prinzipiell mit meinem Gehalt zu frieden. Das Unternehmen bietet eben neben dem Gehalt auch einfach einen angenehmen, sinnstiftenden Job, den man bei höherem Gehalt in der Konzernhölle anderswo sicher nicht hätte.
Ein bisschen peinlich finde ich die restlichen "Benefits" (exakt das gesetzliche Minimum bei der BAV, 20 Euro Zuschuss zum Deutschlandticket etc.).
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Die Branche bringt mit sich, dass man natürlich prinzipiell für die Umwelt arbeitet. Die meisten Mitarbeiter sind auch Überzeugungs-Ökos. Aber je tiefer man in den Maschinenraum guckt, desto mehr fällt auf, dass es eben doch ein ganz normales gewinnorientiertes Unternehmen ist.
Kollegenzusammenhalt
Alle helfen allen. Es ist ein unglaublich starker Zusammenhalt spürbar. Es gibt keine Konkurrenzsituationen.
Umgang mit älteren Kollegen
Da das Unternehmen in den letzten Jahren hauptsächlich mit unerfahrenen Leuten gewachsen ist, wird die Erfahrung von (dienst-)älteren Leuten sehr geschätzt.
Vorgesetztenverhalten
Ich persönlich bin mit meinem Vorgesetzten sehr zufrieden. Er verdient sich tagtäglich meine Loyalität und meinen Respekt. Es gibt im Unternehmen auch sonst niemanden, der absichtlich ein schlechter Vorgesetzter wäre. Aber manche Vorgesetzte im Unternehmen sind schlicht der Aufgabe nicht zu 100% gewachsen. Klassische Situation: Die meisten Führungskräfte haben ihren Job wegen fachlicher Qualifikation und Dienstalter. Das sind Eigenschaften, die nicht schaden - aber es sind eben nicht alle nötigen.
Arbeitsbedingungen
Ich selbst bin mit den Arbeitsbedingungen in meinem Standort sehr zufrieden - es geht eigentlich nicht besser. Tolles Gebäude, perfekte Ausstattung und eine günstige und leckere Kantine im Gebäude. Die meisten anderen Standorte sind zumindest gut ausgestattet.
Kommunikation
Trotz wiederholter, permanenter Empfehlungen zur Verbesserung der internen Kommunikation wird diese nicht verbessert. Der CEO scheint schlicht der Meinung zu sein, er müsse sich gegenüber der Belegschaft nicht erklären. Rechtlich stimmt das natürlich - aber weil auf grundlegenste Kommunikation verzichtet wird, sinkt total unnötig die Stimmung. Beispiele: Die Absage der Firmenfeier im nächsten Jahr wird versteckt als Einladung zur Firmenfeier im übernächsten Jahr. Die massiven Einschränkungen beim Homeoffice werden als "Konkretisierungen" verkauft. Wer schlechte Nachrichten überbringt, sollte das wenigstens direkt und nicht versteckt tun.
Gleichberechtigung
Wir tun viel, um ein 50:50 Verhältnis zwischen den Geschlechtern in der Belegschaft zu erreichen. Das ist auch fast der Fall. Frauen in Führungspositionen sind jedoch sehr selten.
Interessante Aufgaben
Jede:r hat abwechselungsreiche und herausfordernde Aufgaben.

