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Bewertung

Scheinheiligkeit und WissensverlustVorsicht vor der schönen Fassade: Scheinheiligkeit

1,4
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Administration / Verwaltung bei GroupM Digital Germany GmbH in München gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Seit dem Zusammenschluss wird die Stimmung immer negativer, Kommunikation und Transparenz sind mangelhaft. Neue Regeln werden von oben herab dictiert, ohne Rücksicht auf die Mitarbeiter. Kritik wird mit dem Satz „WPP America hat das so gesagt“ abgeblockt – die Führungsebene übernimmt keinerlei Verantwortung.Intern gibt es nur Marketing-Blabla über KI, während echte Probleme ignoriert werden. Schlechte Umfrageergebnisse kehrt die HR unter den Teppich („Leute haben halt mal einen schlechten Tag“). Wie sehr die Realität schöngeredet wird, zeigt ein Beispiel: Ein Inklusivitäts-Wert von 80 % (8 von 10 Personen fühlen sich z. B. wegen ihrer Sexualität nicht diskriminiert) wurde stolz als Erfolg präsentiert. Dass sich im Umkehrschluss ganze 20 % unwohl fühlen, wurde völlig ignoriert. Das ist kein guter Wert, sondern einfach nur unprofessionell.

Image

schlecht

Work-Life-Balance

Die Balance leidet massiv unter den neuen Strukturen und der starren Office-Pflicht. Zudem wird Beförderung hier oft über massive, unbezahlte Mehrarbeit definiert. Die Gehaltsstruktur ist extrem unfair: Als Azubi verdient man hier teilweise weniger als ein Neustarter. Wer neu anfängt, sollte vorsichtig sein – wer sich direkt mit seinem Gehalt profiliert, ist schnell unten durch. Im Arbeitsvertrag steht sogar die Klausel, dass es verboten sei, über das Gehalt zu sprechen. Man wird gezwungen, das zu unterschreiben, obwohl dieses Verbot rechtlich eine Lüge und unwirksam ist.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Media

Karriere/Weiterbildung

schlecht

Kollegenzusammenhalt

Der Kollegenzusammenhalt wirkt anfangs sehr positiv, doch dieser Eindruck täuscht leider oft. Ein Großteil der Belegschaft verhält sich nur oberflächlich freundlich. Es herrscht die Sorge, bei Kritik als negativ oder unfreundlich eingestuft zu werden, was wiederum die eigenen Chancen auf eine Gehaltserhöhung mindern könnte. Mitarbeiter, die sich ohne Anpassung oder „Schleimen“ rein durch Leistung etablieren, sind hier eine absolute Seltenheit.Besonders kritisch ist der Umgang mit Feedback: Wenn Mitarbeiter sachlich auf fehlerhafte Prozesse hinweisen, wird ihnen direkt vorgeworfen, sie würden sich nur beschweren und damit den Teamgeist herunterziehen. Das ist schlichtweg gelogen und dient nur dazu, berechtigte Kritik mundtot zu machen.

Umgang mit älteren Kollegen

Gehaltserhöhung gibts nicht!

Vorgesetztenverhalten

Hier zählt nur Schleimerei und durchgehend aufgesetzte gute Laune. Der Flur ist voll von Mitarbeitern, die erzwungen über unlustige Chef-Witze lachen, um befördert zu werden – ein trauriges Mindset ohne jede Vorbildfunktion. Man fühlt sich wie der Einäugige unter Blinden.Für lächerliche Gehaltserhöhungen werden mindestens 15 unbezahlte Überstunden im Monat und unzählige fachfremde Aufgaben verlangt. Kritik auf allen Ebenen wird ignoriert, Kritiker werden systematisch vergrault. Richtige Beförderungen gibt es nicht, man schwebt in der Luft. Den Vorgesetzten fehlt jede Menschenkenntnis, Hauptsache alles ist billig. Teamleiter sind ungeeignet und Verantwortung wird mit Ausreden wie „WPP America hat das so gesagt“ abgewiesen. Mittlerweile sind 90 % der OGs weg, das gesamte Wissen ist verloren. Neue Leute müssen Prozesse komplett neu erlernen, weshalb man hier teilweise die Arbeit von drei Personen gleichzeitig macht.

Arbeitsbedingungen

wie oben genannt

Kommunikation

Die Kommunikation ist schlichtweg enttäuschend. Bei Problemen mit dem Gehalt wird die Schuld grundsätzlich auf den Arbeitnehmer abgewälzt, anstatt nach Lösungen zu suchen. Zudem fehlt es Führungskräften – selbst auf Senior Group Head-Ebene – teilweise komplett an Kompetenz in der Personalverwaltung. Teamleiter, die hier Personalverantwortung tragen, sind dafür absolut ungeeignet. Sie wurden oft nur aufgrund von persönlicher Freundschaft („Vetternwirtschaft“) oder durch massive, unbezahlte Mehrarbeit befördert, nicht aber wegen echter Führungskompetenz.Die Wahrheit ist hier unerwünscht. Was zählt, ist reine Anpassung und Schleimerei, damit die Fassade einer perfekten Wohlfühlatmosphäre aufrechterhalten bleibt.Dazu passt auch das Zusammenspiel zwischen der Geschäftsführung und dem neuen Betriebsrat: Beide halten zusammen, anstatt offen und transparent die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten. Aus dem Betriebsrat wird von schlechten Zuständen berichtet, da dieser keinerlei Freiheiten gegenüber den internationalen Teamkollegen besitzt. Ein aktuelles Beispiel für diese verfehlte interne Kommunikation und Planung ist die neu eingeführte Office-Pflicht: Diese wurde intransparent durch

Gehalt/Benefits

im Digital Media kannst du gehalt vergessen

Gleichberechtigung

Wie schon oben genannt

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Arbeitgeber-Kommentar

Tobias Klaes, Head of Talent Acquisition & Employer Branding DACH
Tobias KlaesHead of Talent Acquisition & Employer Branding DACH

Liebe:r ehemalige:r Kolleg:in,

danke, dass du dir die Zeit genommen hast, deine Erfahrungen so ausführlich zu schildern. Deine Bewertung ist sehr deutlich, und es tut uns leid zu lesen, dass du deine Zeit bei uns in vielen Bereichen so negativ erlebt hast.

Besonders deine Schilderungen rund um Kommunikation, Führung und den Umgang mit Veränderungen nehmen wir ernst. Veränderungen gehören zu unserem Unternehmen und unserer Branche dazu. Umso wichtiger ist es, Menschen dabei mitzunehmen, Entscheidungen nachvollziehbar zu kommunizieren und auch in herausfordernden Phasen ein Umfeld zu schaffen, in dem unterschiedliche Perspektiven gehört werden.

Dass du den Zusammenhalt unter Kolleg:innen zumindest in Teilen positiv erlebt hast, möchten wir ebenfalls nicht übersehen. Ein gutes Miteinander ist für uns eine wichtige Grundlage, kann aber natürlich nicht kompensieren, wenn andere wesentliche Dinge im Arbeitsalltag nicht passen.

Du nennst sehr konkrete Punkte, an denen wir aus deiner Sicht ansetzen sollten. Wenn du bereit bist, deine Erfahrungen oder Ideen noch einmal direkt mit uns zu teilen, würden wir diesen Austausch sehr begrüßen. Gerade bei einer so kritischen Rückmeldung möchten wir verstehen, was wir besser machen können.

Danke für deine Offenheit und alles Gute für deinen weiteren Weg.

Viele Grüße
Tobias

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.